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Fotografische Raritäten

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Fotografische Raritäten

Das Greyerzer Museum besitzt eine Kollektion eines Daguerreotypie-Pioniers

In der Ausstellung «Lichtspuren» sind fünf Bilder aus dem Greyerzer Museum in Bulle zu sehen. Sie stammen aus dem 2002 wiederentdeckten Fonds Girault de Prangey.

Joseph-Philibert Girault de Prangey (1804-1892) war ein französischer Fotografie-Pionier. Zwischen 1840 und 1850 realisierte er eine Reihe von Daguerreotypien in der Schweiz. Bei den Motiven handelte es sich um Stadtansichten, um ländliche Häuser aus dem Berner Oberland und um Alpenlandschaften.Die 61 erhaltenen Aufnahmen aus dieser Serie gelangten zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den Besitz des französischen Grafen Charles de Simony, dessen Familie sie in den Fünfzigerjahren dem Greyerzer Museum schenkte. Nachdem die Schachtel mit den Daguerreotypien lange Zeit in Vergessenheit geraten war, wurde sie im Jahr 2002 wiederentdeckt.

Fasziniert von der neuen Technologie

Der Fotograf Girault de Prangey stammte aus einem aristokratischen Milieu. Parallel zu seinen geisteswissenschaftlichen und juristischen Studien widmete er sich schon als junger Mann intensiv dem Zeichnen und Malen. Auf der Suche nach künstlerischer Inspiration bereiste er in den 1830er-Jahren Deutschland, Italien und Nordafrika. Wie viele seiner Zeitgenossen liess er sich von den Zivilsationen des Orients und von der islamischen Architektur faszinieren.Die Entdeckung der Daguerreotypie gab dem Leben des Aristokraten eine neue Richtung. Girault de Prangey war von Anfang an begeistert von den Möglichkeiten dieser neuen Technologie, von den präzisen und detaillierten Aufnahmen, die sie erlaubte. Er zählte zu den Ersten, die ab den frühen Vierzigerjahren mit der Daguerreotypie arbeiteten. Zuerst fotografierte er in seiner Heimatstadt Langres, in Paris und in Marseille. Danach unternahm er eine mehrjährige Foto-Reise rund ums Mittelmeer, während der Tausende von Bildern entstanden.

Einige der ersten Fotografien aus der Schweiz

Girault de Prangeys Aufnahmen aus der Schweiz stammen ebenfalls aus den 1840er-Jahren. Mit Hilfe des Vereins zur Erhaltung des audiovisuellen Kulturgutes der Schweiz Memoriav wurden die Bilder konserviert und digitalisiert. Derzeit laufen Nachforschungen, die eine genauere Datierung ermöglichen sollen.«Sicher ist, dass die Bilder zu den ersten in der Schweiz aufgenommenen Fotografien gehören», schreibt das Greyerzer Museum. Fünf davon sind jetzt im Rahmen der Ausstellung «Lichtspuren» bei der Fotostiftung Winterthur zu sehen. Die gesamte Kollektion soll dem Publikum im Dezember 2008 im Greyerzer Museum präsentiert werden.cs

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