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Freiburg lässt Schiffe nicht untergehen

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Grosser Rat sagt Ja zur Aktienkapitalerhöhung der LNM

Der Grosse Rat stimmte dieser Kapitalerhöhung ohne Begeisterung zu. Die SP-Fraktion stellte gar einen Rückweisungs-Antrag, der aber mit 59 zu 26 Stimmen abgelehnt wurde. Nicht begeistert war der Grosse Rat von diesem Geschäft, weil die LNM nach Ansicht vieler Grossräte in der Vergangenheit schlecht geführt wurde. Anders konnten sie sich die Tatsache nicht erklären, dass das heutige Aktienkapital nicht einmal 80000 Franken beträgt, der Versicherungswert der Flotte (10 Schiffe) jedoch 30 Mio. Das AK soll auf 2,7 Mio. erhöht werden, woran sich insbesondere auch die Kantone Waadt und Neuenburg sowie die Stadt Neuenburg beteiligen.

Keine Begeisterung zeigte der Grosse Rat auch deshalb, weil praktisch die ganze Kapitalerhöhung für die Renovation der Schiffe benötigt wird. Das Freiburger Parlament gab denn auch zu verstehen, dass Freiburg mit 731000 Franken seine Schuldigkeit getan habe und sich nicht an einer späteren allfälligen Sanierung der Gesellschaft beteiligen würde.
Wenn der Grosse Rat der Beteiligung Freiburgs dennoch klar zugestimmt hat, so vor allem deshalb, weil Freiburg den Tourismus in der Drei-Seen-Gegend fördern und sich gegenüber den andern Kantonen, die der Kapitalerhöhung bereits zugestimmt haben, solidarisch verhalten will. «Wir bedauern, dass das Unternehmen schlecht geführt wurde. Wir bedauern auch, dass das neue Kapital nur für die Renovation und nicht für neue Investitionen vorgesehen ist. Wir wollen aber die Schiffe an die Expo.02 schicken», begründete Armin Haymoz das Ja der CVP.
FDP-Sprecher Claude Masset forderte eine Analyse der Strukturen der LNM. Die SP ging noch weiter. Sie wollte der Beteiligung nur zustimmen, wenn die Verwaltungsorgane und Strukturen der LNM neu überdacht werden und eine Studie über die Fusion der LNMmit der Schifffahrtsgesellschaft des Bielersees (BSG) erstellt wird.

Keine schlechte Gattung machen

Gegen ein Ausscheren Freiburgs wehrten sich insbesondere Vertreter des Seebezirks. «Was für einen Eindruck würde der Kanton Freiburg als Seeanstösser machen, wenn er sich zurückziehen würde, der Bund aber weiterhin bezahlt», gab Peter Tettü (svp, Murten) zu bedenken. Und auch Michel Eichenberger (fdp, Sugiez) appellierte an die interkantonale Solidarität. Hans Stocker (cvp, Murten) forderte ein betriebswirtschaftliches Sanierungs-Konzept beider Gesellschaf- ten. Er gab sich überzeugt, dass das Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft ist. «Das Endziel muss eine Fusion beider Gesellschaften LNM und BSG sein», hielt er fest und erwartete, dass diese innovativ, kostenbewusst und kundenfreundlich handeln.

Freiburgs Beteiligung unterstützte auch Rudolf Vonlanthen (csp, Giffers) voll. Er gab seine Unterstützung aber in der Hoffnung, dass der Grosse Rat auch gewillt ist, den Tourismus des Schwarzsee-Tals zu fördern, wenn später einmal Erneuerungs- und Erweiterungsprojekte auf dem Tisch liegen.
Volkswirtschaftsdirektor Michel Pittet seinerseits konnte die Kritik an der früheren Führung der LNM nicht ganz verstehen, da der Bund diese bislang nie in Frage gestellt hat. Mit der Erhöhung des AK um 2,7 Mio. wird die öffentliche Hand im ÜbrigenMehrheitsaktionär.

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