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Freiburg wird nicht Unesco-Welterbe

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Untertitel: Bundesrat bevorzugt andere Schweizer Projekte

Autor: VonCHRISTIANSCHMUTZ

«Leider nein», heisst es bei «Music-Star» bei denen, die sich nicht einmal für die zweite Runde qualifizieren. «Leider nein», heisst es auch für Freiburg, wo die mittelalterliche Altstadt ins Unesco-Weltkulturerbe hätte aufgenommen werden sollen. Eine nationale Expertenrunde hatte dem Bundesrat fünf andere Kandidaten vorgeschlagen. Die prähistorischen Pfahlbauersiedlungen aus der ganzen Schweiz, das Weingebiet des Lavaux am Genfersee, die Stadtlandschaft von La Chaux-de-Fonds und Le Locle, die Kulturlandschaft der Albula-Bernina-Bahn sowie 30 Bauwerke von Le Corbusier (darunter vier in der Schweiz) gehen ins weltweite Finale.

Stadt hat keine Begründung erhalten

Freiburg ist also ausgeschieden. Dabei hatte die Stadt in ihrem Investitionsbudget für nächstes Jahr 100000 Franken für diese Kandidatur vorgesehen. An den Generalratssitzungen von Montag und Dienstag versuchte Gilles Bourgarel (Stadtbewegung) dieses eingesparte Geld anders zu verwenden, zum Beispiel für Verkehrssicherheits-Massnahmen.

Es sei nur in der Kategorie III eingetragen und insofern erst eine Absichtserklärung, sagte Finanzchef Pierre-Alain Clément. Da mache ein Transfer keinen Sinn.
Und warum es denn überhaupt noch im Budget stehe, fragte Bourgarel den Gemeinderat weiter.

Bern steht Freiburg vor der Sonne

Gilles Bourgarel, nicht nur Generalrat, sondern auch Mitarbeiter des Kulturgüterdienstes, wusste nach der Sitzung mehr:«Europa ist überdotiert, was die Eintragungen ins Weltkulturerbe angeht.» Deshalb würden hier nur noch Projekte aus Sparten berücksichtigt, die in einem Land nicht schon abgedeckt seien. Für Freiburg sei dabei der grosse Nachteil, dass die Altstadt von Bern bereits aufgenommen worden sei. Freiburg sei da zu ähnlich. Auch das Städtchen Greyerz und die Altstädte von Sitten und Genf sind ausgeschieden.

«Man hätte beim Antrag viel mehr Wert auf die Zweisprachigkeit und die Saane legen sollen», sagte Bourgarel. Aber das habe der damalige Gemeinderat nicht gewollt.
Ausserdem dürften die vielen Diskussionen zum Beispiel um die Überbauung in der Unteren Matte (jeweils mit Briefen an den Weltkulturerbe-Verantwortlichen in München) den Antrag kaum unterstützt haben.

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