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Freiburger Kunstschaffende im Fokus

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Autor: Carole Schneuwly

Corinne Charpentier, Direktorin der Kunsthalle Fri-Art, will nicht nur internationale Künstlerinnen und Künstler in Szene setzen, sondern auch dem einheimischen zeitgenössischen Kunstschaffen eine Plattform bieten. Dies gehöre zum Auftrag der Kunsthalle, gehe aber nicht um jeden Preis. «Eine gewisse Qualität muss sein», so Charpentier.

Apokalyptisches Universum

Im Verlauf des vergangenen Jahres habe sie eine ganze Reihe von Freiburger Künstlern in deren Ateliers besucht. Daraus ist eine zweiteilige Ausstellung entstanden, die noch bis Sonntag zu sehen ist: im Obergeschoss der Kunsthalle die Einzelausstellung «Slanted & Enchanted» von Gilles Rotzetter, im unteren Teil die Kollektivausstellung «Soyez résolus de ne plus servir et vous voilà libres» rund um das Thema Sicherheit.

Der 30-jährige Gilles Rotzetter hat seine Werke in den vergangenen Jahren in verschiedenen national beachteten Ausstellungen gezeigt und mehrere Preise gewonnen, so zuletzt den Kiefer-Hablitzel-Preis 2008. Mit einer Auswahl von Werken, die grösstenteils im Jahr 2008 entstanden, entführt er die Besucherinnen und Besucher des Fri-Art in sein apokalyptisch anmutendes Universum. Darin treffen immer wiederkehrende Motive wie Zielscheiben, Maschinen oder menschenähnliche Kreaturen in scheinbar zufälligen Konstellationen aufeinander. Den fantastischen Ansatz betont Rotzetter vor allem mittels einer kräftigen, durch und durch widernatürlichen Farbgebung.

Obwohl Gilles Rotzetter, der nach seiner Ausbildung in Genf in Freiburg lebt und arbeitet, sich in erster Linie der Malerei widmet, zeigt er im Fri-Art auch andere Seiten seiner Künstlerpersönlichkeit. So ist etwa eine Fotografie zu sehen, wie sie im Zuge von Recherche-Arbeiten entstehen, und in der Kantine der Kunsthalle ist eine Auswahl an Büchern zu entdecken, die Rotzetter in seinem Schaffen beeinflussen.

Streben nach Sicherheit

Parallel zur Ausstellung von Gilles Rotzetter präsentiert die Kunsthalle fünf weitere Künstlerinnen und Künstler. Drei von ihnen leben und arbeiten im Kanton Freiburg oder haben Freiburger Wurzeln. Es sind dies der 31-jährige Nicolas Berset, die 42-jährige Laura Braillard-Malerba und der 24-jährige Sébastien Mettraux. Sie alle haben sich, ebenso wie Jérôme Leuba (38) aus Genf und Gilles Furtwängler (26) aus Lausanne, mit dem Thema Sicherheit auseinandergesetzt.

Das Video «Niveau Orange» von Nicolas Berset etwa vereint Aussagen und Bilder zu einem akustischen und visuellen Spaziergang durch eine vom Sicherheitsdenken besessene Welt. Laura Braillard-Malerba erzählt im Video «Tous les jeudis» die wahre Geschichte einer Frau, die jeden Donnerstag die kurze, unbeobachtete Zeit in der Autowaschanlage nutzt, um sich hemmungslos mit Süssigkeiten vollzustopfen. Die Gemälde von Sébastien Mettraux zeigen beklemmende menschenleere Räume im Stil von Luftschutzkellern.

Ebenso beklemmend ist Jérôme Leubas Einblick in seine Werkreihe «Battlefield», ein Video, in dem nackte Körper abgetastet und mit einem Metalldetektor untersucht werden. Eine Art Ausweg bietet demgegenüber Gilles Furtwängler mit seinen Kurzvideos, die das bisweilen absurde Sicherheitsbedürfnis unserer Zeit humorvoll und poetisch überspitzen.

Kunsthalle Fri-Art, Kleinrahmengasse 22, Freiburg. Bis zum 18. Januar. Mi. und Fr. 12 bis 18 Uhr, Do. 12 bis 20 Uhr, Sa. und So. 14 bis 17 Uhr.

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