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Freiburger stellen Walliser Käse her

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Freiburger stellen Walliser Käse her

Paul Zollet bewirtschaftet in Tanay Alpweiden der Gemeinde Vouvry

Den dritten Alpsommer verbringt Paul Zollet auf den Alpen in der Region Tanay. 50 Milchkühe, 30 Mutterkühe mit Kälbern und 20 Rinder werden gesömmert. Die Milch wird zu Raclette-Käse verarbeitet.

Von JOSEF JUNGO

Das Älplerleben ist für Paul Zollet zu einer Leidenschaft geworden. Jeden Sommer zieht es den früheren Landwirt und erfolgreichen Viehzüchter auf die Alpen. 2003 übernahm er die Alpweiden der Gemeinde Vouvry mit einer Fläche von 450 Hektaren und der Alpkäserei in Tanay.

Die idyllische Region um den Lac de Tanay ist ab dem Parkplatz (1049 m) oberhalb des Weilers Miez mit entsprechend ausgerüsteten Geländefahrzeugen erreichbar. Um das beliebte Erholungs- und Wandergebiet zu Fuss zu erreichen, ist etwa eine Stunde Marschzeit nötig. Es besteht auch ein Taxidienst. In Taney (1415 m) gibt es drei Restaurants und einige Ferienhäuser. Eines dieser Restaurants wird von Nicole Niquille, der ersten Bergführerin der Schweiz, geführt.

Glocken und Treicheln
zieren die Alpkäserei

Mit Lastwagen werden die Sömmerungstiere aus dem Kanton Freiburg bis zum Parkplatz transportiert. Von dort ziehen die 50 Milchkühe, die umgehängten Treicheln schwingend, zu den Alpweiden. Die Ankunft der Viehherden ist auch für die Menschen in Tanay ein Erlebnis. Bis zur Alpabfahrt hängen die Glocken und Treicheln an der Wand der Käserei.

Dieses Jahr erfolgte der Alpaufzug am 4. Juni. Die Milchkühe bleiben bis anfangs September, d.h. 90 bis 100 Tage. Gegenwärtig halten sich die Kühe bei der mittleren Hütte «Les Crosses auf 1738 m auf. Dort befindet sich die fahrbare Melkanlage mit dem Generator für die Stromerzeugung. Auch besteht eine Einrichtung mit Holzfeuerung zur Heisswasserzubereitung für die Reinigung der Melk- und Absauganlage. Diese Alp ist mit dem Jeep erreichbar. Von dort wird morgens und abends die Milch in die Käserei Tanay transportiert.

Auf den steilen Weiden wächst gutes Gras. Dieses Jahr sei der Wuchs besonders üppig, erklärte Paul Zollet. «Bis alle Kühe in den Stall finden, kann einige Zeit vergehen», erklärte er. «Wichtig ist, dass man den Kühen Zeit lässt und ruhig mit ihnen umgeht», ergänzte der Meister. Die Tiere hätten sich gut an die Verhältnisse angepasst, erzählte Zollet. Bei nasser Witterung werden sie auf eine weniger steile Weide getrieben.

Alp mit Freiluft-Melkstall

Anfangs August ziehen die Kühe für zwei bis drei Wochen auf die oberste Alp, «Le Grammont», 2171 m. Die Hütte «Voyis» liegt auf 2000 m. Diese Alp ist jedoch nur mit dem Spezialfahrzeug «Terratrac» erreichbar und für einen Weg müsse man ca. eine Stunde Fahrzeit rechnen. Dieser «Ausflug» werde für Tiere und Betreuer zu einer grossen Herausforderung, sieht der Bewirtschafter voraus. Die tiefstgelegene Alp «Peney» liegt hinter dem See. Zur Vereinfachung des Melkens wurde auf dieser Alp ein Freiluft-Melkstall errichtet.

Nebst den Milchkühen weiden noch 30 Mutterkühe mit Kälbern, 20 Rinder und zwei Stiere auf diesen Alpen.

Walliser Käsespezialität
aus Milch von Freiburger Kühen

In der «Laiterie de Tanay» wird die würzige Alpenmilch täglich zu Raclette-Käse verarbeitet. Die Käselaibe haben ein Gewicht von rund 5,5 Kilogramm. Je nach Milchmenge werden täglich mehr als 20 Laibe hergestellt. Im Monat August geht die Milchmenge zurück.

Abnehmer der beliebten Käsespezialität ist die Firma Valdor. In den Restaurants des Ortes kann diese Spezialität natürlich auch genossen werden. In der Käserei werden Tommes, Zieger und Quark zum Verkauf angeboten.

Zu den Alpen gehört ein Milchkontingent. Die Sömmerung von Milchkühen bringt Ackerbauern eine Arbeitsentlastung. Die amtliche Milchkontrolle einmal pro Monat dient als Basis für die Abrechnung zwischen dem Mieter und den Kuhbesitzern.
Der Einsatz dieses gut eingespielten Dreier-Teams, Paul, Anita und Alex, von morgens früh bis abends, sieben Tage pro Woche bei jeder Witterung und praktisch ohne Freizeit ist beachtlich und verdient hohe Anerkennung.

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