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Freilichtspiel erzählt von «Hörti Zytte»

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Der Sensebezirk in den 1950er-Jahren: Das war die Zeit, in welcher der Bezirk stark von der Landwirtschaft geprägt war, in der die katholische von der reformierten Welt noch streng getrennt wurde und in der die Pfarrer von der Kanzel gegen die Verwerflichkeit neumodischer Ideen wetterten. Diese spannende Zeit steht im Mittelpunkt des Freilichtspiels «Hörti Zytte», das am 22. Juni im Weiler Friseneit aufgeführt wird.

Bewährtes Duo

Es ist nach «D Hintercher-Banda» (2008–2010) und «Falli Hölli» (2013/2014) der dritte Teil der Sensler Saga, den das bewährte Duo um Mark Kessler als Regisseur und Textbuchautor sowie Christian Schmutz als Dramaturg und Rechercheverantwortlicher auf die Bühne bringen.

Im Gegensatz zu den beiden ersten Stücken gab es beim aktuellen Freilichtspiel keine bestehende literarische Vorlage. Ausgangspunkt für Regisseur Mark Kessler war ein Sketch, der an der Sensler Messe vor zwei Jahren aufgeführt worden ist. Er hat diese Geschichte weitergesponnen, mit anderen verknüpft und in einem fiktiven Dorf im Sense-Mittelland angesiedelt. So soll das Theater in zwölf Szenen den Zeitgeist von damals widerspiegeln. Im Zentrum steht einerseits das Schicksal der Familie Brülhart, bestehend aus einer Witwe und ihren fünf Kindern. Andererseits ist da der Stammtisch in der Dorfbeiz, an dem sich der konservativ eingestellte Gemeinderat nach seiner Sitzung ebenso trifft wie die Dorfjugend, die sich beispielsweise nach einem eigenen Fussballplatz sehnt. «Diese zwei roten Fäden kreuzen sich im Laufe der Geschichte immer wieder», erklärt Mark Kessler.

Das Stück wird vom 22. Juni bis zum 15. Juli 15 Mal aufgeführt, und zwar vor einem leer stehenden Bauernhaus in Friseneit, wo eine Tribüne mit 318 Plätzen aufgebaut wird. Vor und hinter den Kulissen ist eine bewährte Equipe am Werk, alles in allem sind rund 70 Personen beteiligt. Der Vorverkauf für die rund 4700 zur Verfügung stehenden Tickets beginnt am kommenden Montag, dem 20. März.

Die Proben laufen seit Mitte Januar. In Gruppen trifft sich die Truppe zweimal pro Woche – jetzt noch in einem Probelokal, ab Mitte April dann direkt vor Ort, wenn es das Wetter zulässt. «Es läuft gut», sagt Mark Kessler. «Dadurch, dass ein Grossteil des Ensembles erfahrene Spieler sind, kommen wir gut vorwärts.» Ein grosser Teil der Besetzung hat bereits bei einem oder beiden vorhergehenden Theater mitgespielt. «Einige Rollen habe ich den Schauspielern auf den Leib geschrieben.» Für Mark Kessler begann mit den Proben der zweite Teil der Arbeit. Es sei eine grosse Befriedigung, zu sehen, dass sich die Szenen, die er nach intensiver Recherche am Computer geschrieben habe, auf der Bühne auch umsetzen lassen.

«Hörti Zytte» ist nicht als Drama angelegt, auch wenn die 1950er-Jahre nicht einfach waren. «Es war eine harte Zeit für die Leute. Aus heutiger Sicht wirken ihre Einstellungen – zum Beispiel zur Religion – komisch», sagt der Regisseur. Auch das gehört zum bewährten Konzept: Tragische und komische Momente kombinieren, ebenso wie harte Fakten und gut erzählte Geschichten.

Weitere Infos und Vorverkaufsstellen: www.theater-hintercher.ch

«Einige Rollen habe ich den Schauspielern auf den Leib geschrieben.»

Mark Kessler

Regisseur «Hörti Zytte»

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