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Freude an Bewährtem

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Konzert der Staatsphilharmonie Krakau

Die Polen leisteten sich immer, besonders in schweren Zeiten, den Luxus ausgezeichneter Musiker und grosser Orchester. Auch den Krakauern geht ein besonderer Ruf an Musikalität und Progressivität voraus. Dass sie sich in Freiburg mit einem traditionellen Programm vorgestellt haben, hat auch etwas mit der Vorliebe des Publikums zu tun, einfach einmal zu geniessen.

Ein Ohrenschmaus ist Webers Ouvertüre zu «Oberon». Geheimnisvoll eröffnete der Hornruf das kurze, geschlossene Werk. Mitreissend endete es im melodienreichen Jubel des Finals. Bader stellte die verschiedenen Instrumentenstimmen sehr bewusst gegeneinander und bereitete die einzelnen Episoden mit neugierig machenden Verzögerungen vor. Am Pult präsentierte sich kein exzessiver Magier des Taktstocks, sondern ein freundlicher, verlässlicher Kapellmeister der alten Schule.
Mit Chopins zweitem Klavierkonzert f-Moll, op. 21, machten sich die Polen einmal mehr zum Botschafter «ihres Komponisten». Sie taten das auf feine, unaufdringliche Art. So stellten sie sich auf das anmutige, poetische Spiel der Solistin Anna Malikova ein. Die junge Taschkenterin, die nun in Deutschland lebt, formte den virtuosen Klavierpart auf frauliche, unprätentiöse Weise. Mit subtilem Anschlag formte sie genaue Phrasierungen. Die leidenschaftlichen Fortissimi und Prestissimi des Eingangssatzes lebten aus innerer Spannung und nicht aus rauschender, oberflächlicher Brillanz. Die weite Gesangsmelodie des Larghetto berührte durch selbstverständliche Natürlichkeit. Kaskaden von Läufen, übermütige Mazurkaweisen beschlossen das wirkungsvolle Werk des 19-jährigen Chopin.
Rhythmus und Tanz waren auch die bestimmenden Merkmale von Beethovens siebter Sinfonie A-Dur. Ausgelassen grimmig der kraftvolle Eingangssatz, ruhig schreitend in dunklen und helleren Gefilden das Allegretto, von packender Dynamik Wirbel und Pathos des dritten Satzes, in unerbittlich wildem Taumel schliesslich das Finale, so interpretierte Bader Beethovens ausserordentliches Werk. Strahlend Festliches wurde dann erst in der grossen Zugabe lebendig. Souverän interpretierten die Polen Gounods «Faustwalzer» mit weitausschwingender, lockender Eleganz.

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