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Für Einbrüche in die Schweiz gereist

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Autor: Pascale Hofmeier

Sieben Einbruchdiebstähle wurden dem 44-jährigen Kosovaren angelastet, der sich gestern vor dem Bezirksstrafgericht Tafers zu verantworten hatte. Für fünf wurde er des banden- und gewerbsmässigen Diebstahls sowie des Hausfriedensbruchs und der Sachbeschädigung schuldig gesprochen. Das Gericht unter dem Vorsitz von Reinold Raemy verurteilte den Angeklagten zu 22 Monaten Haft unbedingt. Damit folgte er dem Antrag der Staatsanwaltschaft. «Das Verschulden wiegt schwer», sagte Raemy. Die Verteidigerin hatte auf eine unbedingte Strafe von 15 Monaten plädiert.

Da mindestens ein weiteres Delikt im österreichischen Feldkirch vorliegt, wird der Mann nach Verbüssen der Haft an den Staat Österreich ausgeliefert.

Unzimperliche Methoden

Zwischen Januar 2007 und Februar 2010 war der Angeklagte zusammen mit wechselnden Komplizen in verschiedene Landi-Filialen sowie in weitere Geschäfte in den Kantonen Freiburg, Aargau und St. Gallen eingebrochen. Weil der erste Einbruchdiebstahl in der Landi Tafers verübt wurde, fand der Prozess am Bezirksstrafgericht des Sensebezirks statt.

Der Mann und seine Komplizen hatten sich jeweils mit Brecheisen und Ähnlichem Zutritt zu den Räumlichkeiten verschafft und anschliessend mit einer Trennscheibe die Tresore geknackt. Die Beute aus den fünf gestandenen Delikten Betrug gut 64 000 Franken, der Sachschaden mehr als 40 000 Franken. An fünf der sieben Einbruchorte wurden Schuh- oder DNA-Spuren des Angeklagten gefunden. Diese fünf Delikte hatte er im Laufe der Untersuchung gestanden. «Der Angeklagte hat seine Geständnisse erst abgelegt, als die Beweise vorlagen», sagte Raemy.

Seinen Wohnsitz hat der Angeklagte in Belgien. Nach eigenen Angaben ist er jeweils in die Schweiz gereist, um zu spielen, und nicht mit der Absicht einzubrechen. Seine Komplizen seien Zufallsbekanntschaften gewesen, an deren Nachnamen er sich nicht mehr erinnern könne. Er gab auch an, seit mehreren Jahren keiner festen Arbeit nachgegangen zu sein. Vor Gericht bestätigte er seine Geständnisse und gab an, die Taten zu bedauern.

Geplant und professionell

«Ich bin ein Mensch, der viel reist. Da kann es auch mal sein, dass man an einem Ort einbricht.» Mit diesem Zitat aus den Vernehmungen des Angeklagten startete die Vertreterin der Staatsanwaltschaft, Andrea Minka II, ihr Plädoyer: «Er kam nicht nur in die Schweiz, um Kaffee zu trinken.» Der Täter habe sich jeweils mit seinen Komplizen verabredet, die Gruppe sei gut organisiert gewesen. Der Täter habe sich darauf eingerichtet, durch die Delikte seine Lebensgestaltung zu finanzieren – obwohl er eine Arbeitsbewilligung in Belgien hatte.

Aufgrund der zahlreichen Vorstrafen – der Mann hat unter anderem 2008 wegen Diebstahls eine Haftstrafe in Belgien verbüsst – wurde die Strafe unbedingt ausgesprochen. Nach der Urteilsverkündung wurde er ins Gefängnis Bellechasse zurückgebracht, wo er sich seit Ende September im Strafvollzug befindet.

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