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Für mehr Lebensqualität in den Dörfern

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Vernetzerinnen und Vernetzer bieten Neuzuzügern einer Gemeinde die Möglichkeit, sich an ihrem neuen Wohnort besser einzuleben und Kontakte zu knüpfen. Sie organisieren Anlässe wie gemeinsames Kochen oder Gärtnern, Spaziergänge durch das Dorf, einen Dorfmarkt, Spielabende und vieles mehr. Vernetzer gibt es heute im Sensebezirk in Wünnewil-Flamatt, Schmitten und Düdingen. Vernetzer sollen Jung und Alt, Einheimische und Zugezogene aller Sprachen und Nationen zusammenbringen.

Gute Erfahrungen

«Die Angebote der Vernetzer richten sich an Menschen mit und ohne Migrationshintergrund», sagt Irène Roggo. Sie ist in der Gemeinde Düdingen verantwortlich für die Gemeinwesenarbeit und organisiert heuer bereits den vierten Kurs für künftige Vernetzerinnen und Vernetzer. «Oft fällt es Menschen schwer, neue Leute kennenzulernen, gerade wenn sie sich nicht unbedingt in einem Verein engagieren möchten», erklärt sie. Mit einem niederschwelligen Vernetzerprojekt gehe dies einfacher. Düdingen hat gute Erfahrungen mit den Vernetzern gemacht, derzeit sind 25 Personen ausgebildet, die in unregelmässigen Abständen kleinere Projekte organisieren oder auch im kleinen Rahmen, zum Beispiel in ihrer Nachbarschaft, aktiv sind.

Auch für Alteingesessene

Düdingen war die erste Gemeinde, die dieses Angebot in Deutschfreiburg eingeführt hat. Seit 2016 gibt es auch Vernetzerinnen und Vernetzer in der Gemeinde Schmitten, die demnächst ebenfalls einen neuen Kurs für künftige Vernetzer durchführt (siehe Kasten). «Selbst für Leute, die schon lange in einer Gemeinde wohnen, ist es nicht einfach, die Übersicht darüber zu behalten, was es alles für Freizeitangebote und Begegnungsmöglichkeiten gibt», sagt Rita Pürro. Sie ist Projektkoordinatorin von «Schmitten gemeinsam», das die Vernetzerkurse organisiert. Für sie sind diese «Förderer der Lebensqualität» deshalb auch eine Möglichkeit, die Vereine und ihre Angebote untereinander besser zu vernetzen.

Integration übers Essen

Rita Pürro zieht denn auch eine gute Bilanz der bisherigen Vernetzertätigkeit in Schmitten. «Es ist eine Plattform, die viele Leute anspricht, weil sie vielseitig ist.» Der Vernetzer-Anlass «Schmitten isst international» zum Beispiel ist letztes Jahr so gut angekommen, dass er erneut ins Programm aufgenommen wird: Menschen aus verschiedenen Nationen bereiten Spezialitäten aus ihrer Heimat zu und laden zu einem gemeinsamen Mittagessen an einem grossen Buffet ein. Ähnlich gut läuft in Düdingen das Vernetzerangebot «Talk and Cook»: Viermal im Jahr kocht eine Person in der Schulküche Spezialitäten aus ihrer Heimat und gewährt dabei einer Gruppe geladener Gäste einen Blick in ihre Kochtöpfe. Danach wird gemeinsam gegessen. Die Ideen für diese Essensangebote kamen von den Vernetzern. «Wir schreiben ihnen nicht vor, welche Art von Anlässen oder Aktionen sie organisieren sollen», sagt Irène Roggo. «Sie kommen mit ihren Ideen zu uns und wir helfen ihnen bei der Umsetzung, zum Beispiel im administrativen Bereich. Ansonsten lassen wir sie aber selbstständig arbeiten.»

Das nötige Wissen, um ein Projekt anzupacken, erhalten die Vernetzer in einem Kurs. Dieser ist modulartig aufgebaut und vermittelt den Teilnehmern unter anderem die Kompetenz, Konflikte zu managen, Beziehungen zu gestalten, unterschiedliche Werte kennenzulernen und zu akzeptieren, das Zusammenleben von mehreren Kulturen und die Kommunikation zu pflegen, eine verantwortungsvolle Haltung sowie soziale Vernetzung. Diese Themen werden sehr praxisbezogen vermittelt.

«Das Vernetzer-Projekt hat einen doppelten Nutzen», sagt Rita Pürro. Einerseits fördern die Aktionen die Integration im Dorf, beleben die Quartiere und schaffen neue soziale Kontakte. Andrerseits erhalten Vernetzer durch die Kurse und ihre Tätigkeit eine Ausbildung und Erfahrungen, die auf ihrem weiteren persönlichen Weg hilfreich für sie sein können. Die Kurse werden von Fachleuten der Ausbildungsstätte L’Etrier gegeben. Das Vernetzerprogramm wird vom Kanton Freiburg im Rahmen des kantonalen Integrationsprogramms finanziell unterstützt.

Offenheit und Zeit

Wer den Vernetzerkurs besuchen will, muss nur wenige Voraussetzungen erfüllen: «Die Person soll einfach offen und interessiert an Kontakten sein. Sie muss Zeit mitbringen und sich auf Deutsch verständigen können, sonst gar nichts», fasst Rita Pürro zusammen. Ein Vernetzer müsse in der Gemeinde wohnen und Lust haben, einen Teil seiner Freizeit dafür zu verwenden, mit anderen Leuten etwas zu unternehmen, auf sie zuzugehen und ihre Anliegen aufzunehmen, sagt Irène Roggo. «Es ist ein Plus für eine Gemeinde, wenn Vernetzer im Einsatz sind.»

Informationen

Kurse in Schmitten und Düdingen

Düdingen und Schmitten suchen Bürgerinnen und Bürger, die sich zum Vernetzer, zur Vernetzerin ausbilden lassen wollen. Die Gemeinden organisieren dazu im Rahmen des kantonalen Projekts «Gemeinsam in der Gemeinde» kostenlose Kurse und vorher einen Informationsanlass. Der Informationsabend in Düdingen findet am Mittwoch, 11. September (20  Uhr, Begegnungszentrum) statt; der Kurs startet am 11.  Oktober und geht über sechs Kurstage. In Schmitten können sich Interessierte am Donnerstag, 26. September (20 Uhr, Schulhaus Orange) informieren lassen. Der Kurs findet ab dem 4.  Oktober an vier Samstagen und drei Abenden statt und geht bis zum 25.  Januar. Pro Kurs werden 8 bis 15 Personen ausgebildet.

 

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