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«Für mich ist das selbstverständlich»

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Einen behinderten Bruder, eine kranke Mutter oder ein betagter Grossvater: Auch Kinder und Jugendliche leisten in der Schweiz oft Pflegearbeit in ihrer Familie. Acht Prozent aller Kinder zwischen 10 und 15 Jahren gehören zu den sogenannten «Young Carer». Dies ergaben verschiedene Befragungen über ein in der Schweiz noch wenig bekanntes Phänomen. Ein Dokumentarfilm des Schweizer Fernsehens SRF widmet sich diesem Thema. Drei betroffene Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene erzählen darin von ihren Erfahrungen, ihren Ängsten und ihren Gefühlen.

Brüder mit Downsyndrom

Einer davon ist der 15-jährige Joël Fehr aus Flamatt. Er hat zwei Brüder mit dem Downsyndrom, Alain (17) und Olivier (11). Joël Fehr kümmert sich gemeinsam mit seinen Eltern Monique und Vincent um diese beiden. «Ich wollte zeigen, dass meine Brüder ganz normale Menschen sind und dass es für mich keinen Unterschied macht, ob sie behindert sind oder nicht», sagt Joël Fehr im Gespräch mit den FN zu seinen Beweggründen für die Mitwirkung im Dok-Film.

Natürlich gebe es Dinge, die seine Brüder nicht tun können. «Aber das ist ja bei allen Menschen so, alle haben Fähigkeiten, die sie gut oder weniger gut beherrschen.» Für ihn sei es normal, zu Alain und Olivier zu schauen, ihnen etwa die Brotschnitten zurechtzuschneiden, sie zum Schwimmen mitzunehmen, ihnen beim Zähneputzen zu helfen oder auch eine Windel anzuziehen. «Ich bin so aufgewachsen, das ist selbstverständlich für mich.»

Der Dokumentarfilm von Helen Arnet trägt den Titel «Schwere Last auf schmalen Schultern». Er empfinde die Hilfsbedürftigkeit seiner Brüder nicht als Last, sagt Joël Fehr. Die spezielle Beziehung zu ihnen sei eher eine Bereicherung für sein Leben. «Ich sehe halt eine andere Seite», so der 15-Jährige.

Joël Fehr, der die dritte Sekundarschule an der OS Wünnewil besucht, freut sich auf den Dokumentarfilm und ist gespannt auf die Reaktionen. Drei Tage war das Fernsehteam im Januar 2018 bei der Familie Fehr zu Hause und hat Aufnahmen gemacht. Es sei anfangs schon etwas speziell für ihn und seine Brüder gewesen, «aber wir haben uns schnell daran gewöhnt und die Kameras bald vergessen».

Fernsehen SRF 1, Do., 20. September, 20.05 Uhr.

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