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Fusionieren im Seebezirk

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Der Trend ist klar, der Teufel im Detail erschwert aber die Realisierung

Hätten wir englische oder schwedische Verhältnisse, wäre das Problem schnell gelöst:Man könnte den ganzen Seebezirk locker zu einer Gemeinde verschmelzen; schwedische Gemeinden zählen nämlich durchschnittlich 30000 Einwohner, englische gar 118000. Dies ist der Studie «Gemeindereformen zwischen Handlungsfähigkeit und Legitimation» zu entnehmen, die die Universität Bern letzten Monat veröffentlicht hat.

Feststellung:Immer mehr Gemeinden geben an, ihre Leistungsgrenzen erreicht oder überschritten zu haben. Vor allem die Klein- und Kleinstgemeinden haben zudem oft Mühe, die politischen Ämter zu besetzen.
Die Umfrage bei den Gemeinden hat Widersprüchliches ergeben: Eine jeweils knappe Mehrheit wünscht einerseits mehr Autonomie, andererseits mehr Entlastung durch den Kanton. Insgesamt wächst aber die Reformbereitschaft, dazu gehört auch die Bereitschaft zu Gemeindefusionen. Und die Freiburger Gemeinden zählen zu den fusionswilligsten.

Nur – mit wem?

Corsalettes, das den Bezirk verlässt, und Gurmels mit Kleingurmels haben es vorgemacht. Andere Seebezirkler Gemeinden diskutieren, mehr oder minder ernsthaft. Andere würden gern, wissen aber nicht so recht mit wem.

Hilfestellung sollte da die im letzten Monat veröffentlichte Studie von Professor Bernard Dafflon von der Universität Freiburg bieten (siehe FN vom 18. Januar). Er hat versucht herauszufinden, wo bereits Gemeinde-übergreifende Strukturen vorhanden sind.
Zuerst hat er die Subregionen im Sinne des Investitionshilfegesetzes (IHG) herausgefiltert; er hat geschaut, welche Gemeinden welchem Friedensgerichtskreis angehören und welche eine gemeinsame Zivilschutzorganisation bilden. Ausserdem untersuchte er die Zusammenarbeit in den Bereichen Sporthallen, Schulkreise, Schützengesellschaften und Pfarreien/Kirchgemeinden. Wer in mehreren dieser Bereiche bereits zusammenarbeitet, hat gute Voraussetzungen für eine Fusion. Die Einwohner brauchen sich nicht gross umzustellen.

Sonderfall Seebezirk

Allerdings: Während in den meisten Regionen des Kantons die Vergleiche gemäss Studie recht einfach zu bewerkstelligen waren, sperrte sich der Seebezirk. Bernard Dafflon gibt dies offen zu und erklärt, Details müssten in Einzelstudien untersucht werden.

Sprachliche und konfessionelle Unterschiede machen die Fusionsplanung verzwickt: Die Grenzen von Schulkreisen und Kirchgemeinden/ Pfarreien überlappen sich; ein Vergleich des Einzugsgebiets einer Pfarrei mit jenem der Schützengesellschaft ist im Seebezirk nicht aussagekräftig. Bereits beim ersten Punkt geht Bernard Dafflons Ansatz ins Leere: Der Seebezirk ist nicht IHG-Region, also auch nicht entsprechend strukturiert.

Nicht die erste Studie

Trotzdem versucht er, Lösungen, Fusionsmöglichkeiten aufzuzeigen: aus 33 mach 14. Interessant ist dabei erstens, dass er für sechs Gemeinden – darunter kleine wie Ulmiz und Wallenbuch – keinen Vorschlag parat hat. Zweitens drängt sich der Vergleich mit den Vorschlägen einer vor knapp dreissig Jahren an der Universität Freiburg verfassten Studie auf. Diese sah eine Reduktion auf (vorerst) 13 Gemeinden vor (siehe unten).

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