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Fussball für arme Kinder in Südafrika

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Autor: Mireille Rotzetter

Ganz Südafrika befand sich in den vergangenen Monaten im Fussballfieber. Auch die Kinder der Armenviertel um Kapstadt sollten vom WM-Spektakel profitieren. Die englische Organisation Projects Abroad hat deshalb ein Projekt lanciert, in dem die Kinder Gelegenheit erhielten, Fussball zu spielen. Der 23-jährige Jocelyn Spörri aus Schmitten war einer der freiwilligen Helfer beim Projekt.

Im Gespräch mit den FN berichtete er über seine Erlebnisse in Südafrika. Für ihn war die Erfahrung besonders speziell, da er selbst afrikanische Wurzeln hat.

Fussballfeld aufbauen

Von Ende April bis Anfang Juni war Jocelyn Spörri in Südafrika. In einem Township, einem Armenviertel, ausserhalb von Kapstadt, hat er zuerst als Primarlehrer gearbeitet. «Da ging es allgemein um Sport.» Danach begann das eigentliche Projekt im Zusammenhang mit der WM. «Insgesamt waren sieben freiwillige Helferinnen und Helfer im Township im Einsatz.»

Der Auftrag war, auf einer Wiese ein Fussballfeld zu installieren. «Dazu gehörte auch, mit den Kindern Tore aufzubauen und das nötige Material zu organisieren.» Danach habe das Fussballspiel losgehen können.

Jocelyn Spörri und die anderen Freiwilligen marschierten jeweils am Morgen durch das Township, um die Kinder abzuholen. «Zu Beginn waren sie sehr schüchtern und verschlossen. Doch mit der Zeit rannten sie uns entgegen und freuten sich.»

Immer schön gemütlich

Die Kinder würden in sehr ärmlichen Bedingungen leben und ihre Ansprüche seien nicht hoch. «Sie wollen einfach ein bisschen Spass haben», sagt Jocelyn Spörri. «Das Fussballspiel bot ihnen eine gelungene Abwechslung.»

In Südafrika laufe alles gemächlich ab. «Das Leben dort ist anders. Sagt zum Beispiel eine Mutter ihrem Sohn am Morgen, er solle Brot kaufen gehen, ist es wahrscheinlich, dass dieser erst am Abend zurückkehrt. Das stört aber niemanden», erzählt Jocelyn Spörri. Der gemütliche Rhythmus sei nicht unangenehm. «Wenn man jedoch etwas von den Leuten erwartet, kann es anstrengend werden.»

Für ein Fussballturnier habe er alle Namen der teilnehmenden Kinder benötigt. «Obwohl wir dies einen Monat im Voraus mitgeteilt haben, hatten wir die Liste noch am Tag vor dem Turnier nicht», sagt Jocelyn Spörri.

Die Armut in den Townships sei eindrücklich. «Alle leben in Blechhütten und fast alle sind arbeitslos.»

Dennoch lebensfroh

Habe jemand eine Werkstatt, würden die Arbeiten so aufgeteilt, dass möglichst viele davon profitieren können. «Die Solidarität der Leute untereinander ist gross, kommt aber jemand von ausserhalb, so wird es schwierig.»

Trotz der Armut würden die Leute nicht mit dem Schicksal hadern. «Sie haben zwar nur sehr wenig, wirken aber immer zufrieden.» Jocelyn Spörri konnte feststellen, dass es mehrere ausländische Hilfsprojekte gibt, die sich darum kümmern, dass die Leute zumindest das Nötigste haben.

Rassentrennung im Geld

Obwohl Jocelyn Spörri bereits am zweiten Tag ausgeraubt wurde, war Kriminalität für ihn während seines Aufenthalts in Südafrika kein vorherrschendes Problem. «Ich habe nicht das richtige Taxi genommen und bin in einem falschen Viertel gelandet.» Als er ausgestiegen war, sei ein Mann auf ihn zugekommen und habe ihn aufgefordert, den Rucksack abzugeben. «Ich dachte, es sei sicherer, ihn gewähren zu lassen.»

Auch Rassismus hat der junge Mann kaum gespürt. Er sei als Schwarzer nicht schlechter behandelt worden als die Weissen. Auffallend sei schon, dass die Reichen weiss und die Armen schwarz seien. «Im Geld unterscheiden sich die Rassen.» Hass habe er aber auf keiner Seite gespürt.

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