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Gedämpfter Optimismus

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Gedämpfter Optimismus

Freiburger Wirtschaft erwartet Aufschwung nicht vor Ende Jahr

Die Zuversicht, welche die Freiburger Unternehmer vor drei Monaten noch ausstrahlten, hat sich etwas gelegt. 24 Prozent der Industriellen glauben eher an eine Verschlechterung des Geschäftsganges in Zukunft, während noch 9 Prozent eine Verbesserung erwarten.

Von ARTHUR ZURKINDEN

Die Konjunktur-Indikatoren haben sich im Kanton Freiburg in der zweiten Hälfte des ersten Semesters eher verschlechtert, wie der jüngsten Ausgabe des Freiburger Konjunkturspiegels zu entnehmen ist. «Für die Industriellen, welche im zweiten Quartal am Konjunkturtest teilgenommen haben, verläuft der Geschäftsgang noch immer unbefriedigend. Gemäss ihren Prognosen ist vor Jahresende kaum mit einem Aufschwung zu rechnen», kommentiert die vierteljährliche Publikation des Amtes für Statistik die Lage der Freiburger Industrie.

Wieder mehr Arbeitslose?

Dabei stützt sich das Amt ebenfalls auf die jüngsten Arbeitslosenzahlen. «Die Abnahme der Arbeitslosigkeit, die im März begonnen hat, scheint bereits zu Ende zu sein. Aufgrund der sinkenden Zahl offener Stellen dürfte die Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten eher wieder steigen», vermutet das Amt, hält aber fest, dass die Zahl der Stellensuchenden nicht zugenommen hat.

Zwölf Prozent
weniger exportiert

Der momentan schlechte Zustand der Freiburger Wirtschaft wird weiter durch die Exportzahlen untermauert. Im Vergleich zum Vorjahr haben die Ausfuhren im ersten Halbjahr 2003 um 12,1 Prozent oder 295 Mio. Franken abgenommen und erreichten einen Betrag von 2,136 Mrd. Franken.

Am schlimmsten betroffen waren die Exporte von Uhren und Bijouteriewaren nach Japan, in die EU und USA, aber auch die Ausfuhren von chemischen Erzeugnissen in die EU haben einen Einbruch erlitten.
Abgenommen haben in diesem Zeitraum auch die Hotelübernachtungen. Im ersten Halbjahr 2003 wurden 22 000 Logiernächte weniger registriert als im Vorjahr, was einer Abnahme um 14,7 Prozent entspricht. Laut Amt für Statistik lässt sich dieser Rückgang nicht allein mit der Expo.02 erklären, da die Zahl der Übernachtungen (126 000) gar unter jener des ersten Halbjahres 2001 liegt.

Weniger Logiernächte
in Schwarzsee und Murten

«Die Nachfrage ist vor allem bei den Gästen aus der Schweiz zurückgegangen (-17,2 Prozent). Bei den ausländischen Gästen (-10,3 Prozent) haben sich vor allem jene aus Frankreich und Deutschland rar gemacht», hält das Amt für Statistik fest. «In Murten und Schwarzsee
haben sich die Übernachtungen um ein Viertel verringert, in Estavayer sogar noch mehr», schreibt das Amt weiter.

1172 Neuwohnungen geplant

Auch im Bausektor sind die Aussichten nicht mehr so rosig wie in diesem Frühjahr. Im ersten Quartal 2003 hatte die Zahl der bewilligten Neuwohnungen – im Vergleich zum ersten Quartal 2002 – um 138 Prozent zugenommen. Nach den ersten sechs Monaten des Jahres hat sich die Zunahme auf 38,4 Prozent reduziert. Total wurde im ersten Halbjahr der Bau von 1172 Neuwohnungen bewilligt. Die Auftragsreserven im Bausektor entsprechen einem Umsatz von 630 Mio. Franken, was einer Zunahme von 28,1 Prozent entspricht, wie dem «Freiburger Konjunkturspiegel» weiter entnommen werden kann.

Aufschwung in der Metallindustrie

Unterschiedlich verläuft offenbar der Geschäftsgang in den verschiedenen Branchen der Freiburger Industrie. In der Metallindustrie spricht Viviane Collaud von der Freiburgischen Handelskammer von einem «kräftigen Aufschwung», in der Maschinen- und Fahrzeugindustrie von einer «falschen Hoffnung», im grafischen Gewerbe von einem «Auf und Ab» und in der Nahrungsmittelindustrie von einem «glänzenden Juni», während ihrer Ansicht nach die holzverarbeitende Industrie «aufatmen kann». «Immerhin endet das erste Halbjahr 2003 mit einem Aufwärtstrend und einer deutlichen Zunahme der Bestellungen und der Produktion, auch wenn das erreichte Niveau unter jenem liegt, das im selben Zeitraum des letzten Jahres zu verzeichnen war», kommentiert Collaud die Lage in der Industrie allgemein. Er weist darauf hin, dass beinahe 70 Prozent der Unternehmer ihre Auftragsbestände als ungenügend erachten und dass sie ihre Vor- und Fertigproduktelager als zu umfangreich beurteilen. «Die Ertragslage hat sich markant verschlechtert, vor allem in den Unternehmen mit über 200 Angestellten.

In einem Drittel der befragten Betriebe sind die Personalbestände ein weiteres Mal stark reduziert worden. Die Wettbewerbsstellung hat sich merklich verschlechtert, vor allem im Inland», fügt sie bei.

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