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«Geht aufeinander zu»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Schützen und der Lärmschutz

Die Sicherheit sei den Seebezirkler Schiessanlagen gewährt, sagte Roland Kalberer. «In der einzigen Anlage, die problematisch ist, wird seit dieser Saison nicht mehr geschossen. Die Schützen sind bei der Nachbargemeinde untergekommen.» Kopfzerbrechen bereitet schon seit längerem der Faktor Lärm. Eine entsprechende Erhebung von 1993 ergab, dass im Seebezirk rund die Hälfte der Anlagen nicht lärmschutzkonform waren. Ein guter Teil davon wurde allerdings als sanierbar eingestuft.

Seither hat sich viel verändert, wie Bruno Kalberer den Präsidenten der Schützengesellschaften erklärte. Einerseits werde heute viel mehr mit dem Sturmgewehr 90 geschossen, andererseits seien die Dörfer der Region gewachsen. Und 2002 tritt die Lärmschutzverordnung in Kraft. «Im ganzen Kanton wurden seit 1993 aber nur gerade fünf Anlagen saniert.
Eine Kommission unter der Leitung von Oberamtmann Daniel Lehmann versucht eine Strategie herauszuarbeiten, damit kritische Fälle im Bezirk doch noch akzeptiert werden können. Andere Fälle sind hoffnungslos, wobei sich Lösungen teilweise abzeichnen (vgl. Text rechts über Kerzers).

Von problemlos bis hoffnungslos

Während etwa die Schiessstände von Agriswil, Bas-Vully/Unterwistenlach, Courlevon, Fräschels («lärmmässig vielleicht die beste Anlage des Kantons»), Galmiz, Grissach/Cressier, Gurwolf/Courgevaux, Salvenach, Ulmiz und Villarepos allesamt als unproblematisch eingestuft werden, haben andere Mühe mit der 65-Dezibel-Marke. Büchslen ist noch knapp konform, Cordast lässt sich konform machen, in Cournillens (77 Dezibel) und Liebistorf (79 Dezibel) sind wenige Gebäude betroffen, weshalb die Stände wohl akzeptiert werden, in Lurtigen könnte ein Schiesstunnel Abhilfe schaffen, Courtion ist extrem problematisch, aber auch noch nicht aussichtslos.

Sicher nicht konform sind bekannterweise Kerzers, Murten, Ried und Wallenried, wobei der Stand in Wallenried mit der nun projektierten Drehung unproblematisch wird. Den neuen Gurmelser Stand kenne er nicht so, sagte Bruno Kalberer:«Hier ist das Problem eher ein politisches.»

Über den eigenen Schatten springen

Schützenbund-Präsident Hans Etter (Wallenried) rief die versammelten Präsidenten auf, aufeinander zuzugehen. Im Zeitalter der Globalisierung könne nicht jeder für sich bleiben. Wie Bruno Kalberer hofft auch er, dass Schützengesellschaften mit problematischen Ständen bei anderen mit Ständen mit ausbaubarer Kapazität Unterschlupf finden. «Die Schützengesellschaften dürfen aber nicht einfach darauf warten, dass die Gemeinde tätig wird. Sie müssen für Druck sorgen und mit der Nachbarsektion selber Kontakt aufnehmen.»

Als positiv bezeichnete Hans Etter die Zusammenarbeit mit dem Amt für Umweltschutz: «Es ist nicht einfach so, wie wir Schützen oft befürchten, dass das Amt einfach da ist, um uns am Schiessen zu hindern. Wer Probleme oder Fragen hat, kann einfach anrufen.»

Bleigehalt bleibt Thema

Neben dem Lärm ist auch der Bleigehalt immer ein Thema, insbesondere beim Feldschiessen (dieses Jahr in Murten). Marcel Schuwey, letztjähriger Feldschiessen-OK-Präsident, sprach über seine Erfahrungen beim Rückgewinnen der Bleirückstände. Jetzt setzt man auf «Big-Bag-Säcke», die mit Holzplaketten gefüllt sind.

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