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Gemeinderat der Stadt soll Verantwortung übernehmen

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An der Generalratssitzung vom Dienstag, 30. Mai 2017 hat der Gemeinderat der Stadt Freiburg auf das vom städtischen Parlament als dringlich erkannte und einstimmig überwiesene Postulat, das eine Überprüfung von Sicherungsmassnahmen gegen Suizide von der Zähringerbrücke fordert, reagiert: Im von der Direktorin des Bauamtes vorgetragenen Bericht werden die Komplexität der Brückenstruktur sowie finanzielle und denkmalschützerische Gründe ins Feld geführt, die gegen eine Installierung von Sicherheitsnetzen sprechen würden. Schliesslich wird im Bericht darauf hingewiesen, dass es in der Stadt Bern mehr als zehn Jahre gedauert habe, bis die beiden dortigen Brücken, die ebenso wie die Zähringenbrücke als «Hotspots» für Suizide gelten, mit Netzen gesichert worden seien.

Offensichtlich hat es das Bauamt der Stadt Freiburg versäumt, sich an entsprechender Stelle genau zu erkundigen: Sonst hätte man nämlich erfahren, dass der Berner Gemeinderat mit einer beispielhaft unbürokratischen Sofortmassnahme reagiert und es nach der Erheblicherklärung im Parlament bis zur Anbringung der provisorischen Netze an der Kirchenfeld- und Kornhausbrücke gerade mal zwei Monate gedauert hat.

Man fragt sich, was den Gemeinderat der Stadt Freiburg zu seiner höchst defensiven Haltung gegenüber diesem von allen Parteien getragenen Anliegen bewogen hat und weshalb er nicht bereit gewesen ist, wenigstens provisorische Sicherheitsmassnahmen zu prüfen. Dass die notwendigen und aufwendigen Abklärungen zur Struktur und Statik der Zähringenbrücke eine geraume Zeit beanspruchen, ist verständlich. Dies kann und darf doch aber nicht heissen, dass der Gemeinderat währenddessen untätig bleibt:

Weil der Staat die Pflicht hat, für die grösstmögliche Sicherheit seiner Bürgerinnen und Bürger zu sorgen, muss der Gemeinderat endlich seine Verantwortung wahrnehmen und mit einer Sofortmassnahme die Zähringenbrücke absichern. Dabei könnte er sich ohne Weiteres am Beispiel seiner Berner Kollegen und Kollegen orientieren und eine provisorische Brückenabsicherung aus Metalldrahtzaun wählen, die kostengünstig und hinsichtlich der Brückenstatik und des Denkmalschutzes unbedenklich ist.

Die Bewohnerinnen und Bewohner des Au-Quartiers, die Schüler und Schülerinnen der Neigles-Schule und all jene, die regelmässig unter der Zähringenbrücke durchgehen, würden es dem Gemeinderat sehr zu danken wissen.

Béatrice Acklin Zimmermann, Generalrätin FDP, Freiburg

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