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Gemeinderat will nicht mehr länger zuschauen

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Gemeinderat will nicht mehr länger zuschauen

Bis auf weiteres überwachen Sicherheitsleute die Umgebung des Jugendraumes in Bösingen

Auseinandersetzungen rivalisierender Jugendgruppen haben in letzter Zeit vor dem Jugendraum in Bösingen zu Problemen geführt. Der Gemeinderat hat deshalb beschlossen, repressive Massnahmen zu ergreifen.

«Der Jugendraum befindet sich im Untergeschoss des Saales beim Gasthof zu den . Er ist jeweils am Freitagabend offen und wird im Rahmen eines Leistungsvertrages, den die Gemeinde mit dem Elternverein abgeschlossen hat, von zwei Frauen des Elternvereins betreut. Der Betrieb läuft geordnet ab, und die bis maximal 18 Jahre alten Jugendlichen geniessen diese Ausgangsmöglichkeit», hält der Gemeinderat in einer Mitteilung fest.

Leider habe sich seit einiger Zeit um den Jugendraum eine Szene organisiert, welche mit ihren Aktivitäten zunehmend zu Unruhen führe, betont der Gemeinderat und erinnert an einen Vorfall vom Freitag, 21. Januar.

Provokationen unterbinden

«Auf dem Dorfplatz, dem Vorplatz des Gasthofes und auf dem Schulhausplatz treffen sich Jugendliche und junge Erwachsene, die teilweise mit ihren Autos vorfahren. Provokatives Gehabe und offensichtlich vorhandene Rivalitäten unter verschiedenen Jugendgruppen führen dabei zu Spannungen und leider bereits zu Schlägereien oder Unfällen, welche mehrmals einen Polizeieinsatz nötig machten», wird die Situation geschildert.

Es konnte festgestellt werden, dass die Jugendlichen aus verschiedenen Orten der näheren und weiteren Umgebung stammen und es sich um Schweizer und um Ausländer handelt. «Da sich die Gruppen mischen, beruhen die Spannungen aus Sicht der Gemeinde nicht auf einer Ausländerfrage», wird betont.

Da die Unruhen hauptsächlich während der Öffnungszeiten des Jugendraums stattfinden, geht der Gemeinderat davon aus, dass die Besucher des Jugendraums offensichtlich von den Randalierern als Publikum ihrer Aktivitäten missbraucht werden und es einigen wenigen Störenfrieden gelingt, ein Klima der Angst und der Repression zu schaffen.

Die Situation hat sich derart verschärft, dass sich der Gemeinderat und die Jugendkommission zum Handeln gezwungen sehen. Sie wollen nicht weiter akzeptieren, dass die ordentlichen Besucher des geführten Jugendraums durch unangemessenes Verhalten junger Erwachsener bedrängt, möglicherweise vertrieben oder sogar gefährdet werden. Dadurch würden die vielen Jugendlichen, welche ihr Jungsein unbeschwert geniessen möchten, verängstigt.

«Die Arbeit der vielen Personen, die mit Engagement in der Jugend- und Betreuungsarbeit tätig sind, wird zunehmend belastet. Zudem wird der Jugendraum von Aussenstehenden völlig zu Unrecht als Ursache dieser Zustände wahrgenommen. Auch für Anwohner und Besucher des Gasthofes sind die Umstände nicht mehr tragbar», ist der Gemeinderat überzeugt.

Einsatz von Sicherheitsleuten

Ab sofort werden das Schulhausareal und der Vorplatz rund um den Jugendraum am Freitagabend von autorisierten Personen beaufsichtigt; dies nach Rücksprache mit dem Oberamt. Der Gemeinderat bedauert die Tatsache, dass er repressive Massnahmen ergreifen muss. Er erinnert aber auch an die Eigenverantwortung jedes Einzelnen und an die Verantwortung der Eltern. «Alle sind aufgefordert hinzusehen und den Mut aufzubringen, auch einmal zu sagen oder », betont er.

In der Verantwortung gegenüber der Jugend will sich der Gemeinderat durch Chaoten nicht davon abhalten lassen, den Jugendlichen weiterhin einen offenen Jugendraum anzubieten. «Der Aufbau einer professionellen Jugendarbeit in Zusammenarbeit mit den beiden Ortskirchen sowie der geplante Neubau eines Jugendraumes sind weitere Zeichen dafür, dass die Gemeinde und der Gemeinderat zu den Jugendlichen stehen», schliesst die Mitteilung. FN/Comm.

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