Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Gemeinsam Gerechtigkeit schaffen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Nach dem Ende des von Papst Franziskus ausgerufenen heiligen Jahres der Barmherzigkeit muss man sich auch mit der Unbarmherzigkeit auseinandersetzen. Es mag nie vollkommene Gerechtigkeit geben, doch es ist die Aufgabe einer christlich-sozialen Ethik, für die betrogenen und gedemütigten Menschen mehr Gerechtigkeit zu fordern.

David gegen Goliath

Für Selma ist Ungerechtigkeit kein leeres Wort. Selma lebt in Honduras und kann sich mit ihrer Arbeit in einer Textilfabrik nur knapp über Wasser halten. Die 20-Jährige ist schwanger. Als sie sich bei der Ärztin der Firma mit Schwellungen und Ausschlägen meldet, meint diese: «Es ist nicht schlimm, gehen Sie wieder zur Arbeit.» Als Selma kurz darauf in Ohnmacht fällt, wird sie ins Spital gebracht und bringt dort ihr Kind auf die Welt. Doch sie hat Nierenversagen, so anhaltend, dass sie für den Rest ihres Lebens drei Mal pro Woche zur Dialyse muss. Es wird vermutet, dass die Arbeit Schuld an ihrer Erkrankung ist. Die Firma hat Selma entlassen und will von allem nichts wissen. Eine Partnerorganisation von Brücke – Le pont berät Selma und hat das Unternehmen auf Schadenersatz verklagt. Noch ist der Fall hängig. Wie Selma ergeht es Tausenden von Arbeiterinnen in Zentralamerika. Sie schuften hart, doch die Arbeitsbedingungen und der Lohn sind oft miserabel.

Der Mensch wird zur Maschine

In manchen Fabriken beträgt die Essenszeit 10 Minuten. Während der Arbeit dürfen die Arbeiterinnen nicht trinken, weil sie dann zur Toilette gehen müssten. Der Produktionsprozess funktioniert wie ein Förderband: Wenn eine Frau in Rückstand gerät, kommt sie unter Druck durch die Arbeiterinnen vor und hinter ihr. Das belastet sie nicht nur körperlich, sondern auch psychisch. Denn die Frauen wollen nicht schuld sein, wenn die Produktion dem strengen Rhythmus nicht folgen kann und dann alle bestraft werden. Kommt hinzu, dass die Frauen auch zu zwei Schichten an je 10 Stunden gezwungen werden können. Wer sich widersetzt, verliert die Stelle.

Gottesdienstvorschlag

Die alljährlich Mai-Aktion von Brücke – Le pont greift dieses Jahr das Schicksal dieser Fabrikarbeiterinnen unter dem Motto «Schaffen wir Gerechtigkeit» auf. Dafür erhalten alle Pfarreien vom Hilfswerk einen Gottesdienstvorschlag. Die Kollekte aus den Gottesdiensten geht an Projekte von Brücke – Le pont. Das KAB-Hilfswerk unterstützt in Honduras und El Salvador Frauenorganisationen, die sich um Fälle wie jenen von Selma kümmern.

Mehr zum Thema