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Gemeinsamer Stand, aber keine gemeinsame Kampagne

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Es war ein schwerer Schlag für die Stadtpartei der Mitte links – CSP, als die Grünen im letzten Herbst ankündigten, mit einer eigenen Liste für die Gemeinderatswahlen in der Stadt Freiburg antreten zu wollen. Denn in den letzten Jahren hatten sich SP, Grüne und CSP jeweils zu einer linken Allianz zusammengetan.

Kurz nach den Grünen kündigte im Herbst auch die SP an, mit einer eigenen Liste anzutreten. Und der kleinsten bisherigen Partnerin CSP blieb nichts andere übrig, als dasselbe zu tun. CSP-Gemeinderat Pierre-Olivier Nobs muss nun um seine Wiederwahl zittern, denn es ist nicht klar, ob die CSP-Liste genügend Stimmen holen wird.

Corona-Einschränkungen

Nach der Ankündigung der eigenen Listen dürfte sich manche Besucherin und mancher Besucher des Freiburger Wochenmarkts gewundert haben. Denn SP und Grüne werben dort zusammen an einem Stand für die Wahlen. Betreiben die ehemaligen Allianzpartner nun gemeinsam Wahlkampf und lassen die CSP aussen vor?

Nicht unbedingt, der gemeinsame Stand ist eher aus der Not geboren, wie eine Nachfrage bei Matthieu Loup, Präsident der SP der Stadt Freiburg, sowie Oliver Collaud, Co-Präsident der Stadtsektion der Grünen und selber Gemeinderatskandidat, ergibt. «Wegen der Corona-Pandemie dürfen derzeit nur zwei Stände von politischen Parteien im Rahmen des Wochenmarkts aufgestellt werden», erklärt Collaud. Man habe sich entschieden, mit der SP einen Stand zu teilen, um jede Woche präsent sein zu können statt nur alle zwei Wochen und dafür mit einem eigenen Stand. Auch die Anzahl Personen hinter dem Stand ist beschränkt: Nur zwei Personen sind erlaubt.

«Der Stand am Markt ist kein gemeinsamer Stand, sondern wir teilen uns diesen», präzisiert Oliver Collaud. «Wir haben eine separate Kampagne und separates Werbematerial und Flyer», betont Matthieu Loup. Er sagt auch, dass die SP bereits vor Weihnachten Kontakt mit den Grünen und der CSP aufgenommen habe für allfällige koordinierte Aktionen im Wahlkampf. Die Grünen hätten Interesse gezeigt, die CSP jedoch nicht. «Wir hätten nichts dagegen, mit der CSP zusammenzuarbeiten», so Loup. «Wir haben immer gesagt: Nur weil wir mit eigenen Listen antreten, heisst das nicht, dass die linke Allianz gestorben ist.»

CSP ohne Stand

Maurice Page, Präsident der Stadtfreiburger CSP, sieht das etwas anders. «Jede Partei hat entschieden, mit einer eigenen Liste anzutreten. Wir sehen darum keinen Grund für eine gemeinsame Kampagne oder für einen gemeinsamen Marktstand», sagt er auf Anfrage. Zum geteilten Stand von SP und Grüne sagt er nur: «Es steht ihnen natürlich frei, das zu tun, aber wir können uns da nicht anschliessen.»

Die CSP betreibt im Übrigen keinen eigenen Marktstand. «Wir sind mit einem Cargo-Velo in der Stadt unterwegs und zeigen so unsere Präsenz. Dies vor allem wegen der Corona-Pandemie», erklärt Maurice Page.

CSP-Gemeinderat Pierre-Olivier Nobs ist Polizeivorsteher und damit auch für den Wochenmarkt zuständig. Er bestätigt die Einschränkung auf zwei Stände mit je zwei Personen am Markt wegen der Corona-Pandemie. «Wir wollen damit verhindern, dass sich zu viele Leute vor den Ständen versammeln.» Er möchte sich nicht zu Ständen von anderen Parteien äussern, dies wegen seiner Doppelrolle als aktueller Polizeivorsteher und Gemeinderatskandidat der CSP. Er sagt jedoch: «Ich finde es besser, dass meine Partei keinen Marktstand betreibt und Präsenz ausserhalb des Wochenmarkts zeigt. Am Wochenmarkt sollte gerade in den aktuellen Zeiten der Nahrungsmittelverkauf Priorität haben.»

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