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Generationenwechsel in der ältesten Sensler Gemeinschaftspraxis

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Anfang der 1980er-Jahre haben Claude Baeriswyl und Erich Stritt zusammen eine Praxis eröffnet. Nun gibt es in der ersten Gemeinschaftspraxis des Sensebezirks einen Generationenwechsel: Claude Baeriswyl hat seinen Platz in der Hausarztpraxis auf Anfang dieses Jahres an Katja Jeckelmann Vonlanthen übergeben.

Mehr bewirken

Er sei sehr froh über die Lösung, sagt Claude Baeriswyl. Er ist bereits seit Juni 2016 im Pensionsalter und seither auf der Suche nach einer Nachfolgerin. Katja Jeckelmann Vonlanthen (43) hat mehrere Jahre am Kantons­spital Freiburg gearbeitet. Sie war auch im Kanton Bern tätig und praktizierte eine Zeit lang in Neuseeland als Oberärztin der Inneren Medizin und als Palliativmedizinerin. Zuletzt hat sie die Klinik für Rehabilitation und Akutgeriatrie am HFR Murten und Freiburg geleitet. «Ich habe gemerkt, dass ich in diesen Kaderpositionen viel mit Management und administrativen Aufgaben und zu wenig mit Patienten zu tun hatte», sagt sie zu ihrem Wechsel. «Der Kontakt zu ihnen fehlte mir.» Als Hausärztin könne sie mehr bewirken, ist sie überzeugt. «Ich freue mich auf das neue Abenteuer.» Das grosse Netzwerk, das sie sich im HFR aufgebaut habe, wolle sie auch in der neuen Funktion nutzen, sagt Katja Jeckelmann Vonlanthen. Die Praxis werde deshalb eng mit den Spitälern des HFR zusammenarbeiten.

Mit Katja Jeckelmann Vonlanthen kommt noch mehr Frauenpower in die Praxis; seit mehr als 20 Jahren gehört nämlich auch Jeannette Hermes-Marchand zum Team. Unterstützt werden die beiden von den weiteren Fachärzten für Allgemeine Innere Medizin, Jochen Vees und Flore ­Huber.

Grosszügig geplant

Als der Internist Claude Baeris­wyl und Kinderarzt Erich Stritt damals die Gemeinschaftspraxis eröffneten, planten die beiden Studienkollegen von Anfang an die Räumlichkeiten grosszügig und widersetzten sich damit zahlreichen Zweiflern. Sie hatten nämlich schon früh die Vision, mit gemeinsamen Nutzungen Sy­nergien zu schaffen, etwa bei Labor, Röntgen oder Ul­tra­schall, wie Erich Stritt erklärt. «Man sagte uns damals, dass dies nicht funktionieren werde. Es hat aber 35 Jahre lang bestens geklappt», sagt Claude Baeriswyl. Die beiden sind auch stolz darauf, dass sie all die Jahre die Selbstständigkeit der Praxis wahren konnten.

Während Claude Baeriswyl nur noch besuchshalber an seiner langjährigen Wirkungsstätte anzutreffen ist, arbeitet Erich Stritt noch regelmässig in seiner Praxis, fährt sein Pensum aber langsam zurück. Denn auch dort hat in den letzten zwei Jahren die nächste Generation übernommen: Erich Stritts Tochter Andrea Stritt bildet mit Christine ­Gehring Antille das Team.

Ein Ausbildungsbetrieb

Auch den zweiten Vorsatz, den die beiden Ärzte sich bei ihrem Start vor dreieinhalb Jahrzehnten vorgenommen hatten, konnten sie umsetzen, nämlich junge Berufsleute auszubilden. So haben bei ihnen über 30 medizinische Praxisassistentinnen ihre Lehre absolviert und unzählige Medizinstudentinnen und -studenten erhielten die Gelegenheit, Einblick in die Arbeit von Hausärzten zu gewinnen. Weil der Kanton nur wenige Praktikumsplätze für Assistenzärzte subventioniert, hat die Praxis auf eigene Kosten solche Stellen angeboten. Diese Philosophie soll auch in Zukunft beibehalten werden. Die Ärzte hoffen aber, dass der Kanton mit dem neuen Masterstudiengang für Humanmedizin auch mehr Plätze mitfinanziert.

Wunsch nach mehr Platz

Mit der Neuorganisation vollzieht die Praxis auch den Schritt in die Digitalisierung sämtlicher Patientendossiers, um die Abläufe zu vereinfachen. «Und um Zeit zu gewinnen und sich mehr um das Medizinische und die Patienten zu kümmern», wie Katja Jeckelmann Vonlanthen ausführt. Viele Räume im Bahnhofzentrum Düdingen sind in medizinischen Händen. Denn weitere Ärzte und Dienste haben sich dort niedergelassen. So gibt es unter anderem eine Gynäkologin, einen Orthopäden und Physiotherapie. Gerne würde die Praxis Vis-à-Vis ausbauen. «Wir platzen aus allen Nähten», so Claude Baeriswyl. Doch sei es nicht leicht, weitere Räume zu finden.

Mit dem neuen Namen «Ärzte­praxis Vis-à-Vis» kann diese sich auch besser abgrenzen. Oft hätten Patienten den Namen «Bahnhofzentrum» mit dem Praxiszentrum der Hirslanden-Gruppe im Bahnhofbuffet verwechselt. Die Nähe zu dieser Praxis, praktisch auf der anderen Seite der Strasse, sei nie ein Problem gewesen, sagt ­Claude Baeriswyl. «Wir sehen uns nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung, wir sind Kollegen. Düdingen ist gross genug für beide Praxen, es könnte problemlos noch weitere Ärzte vertragen.»

«Der Kontakt zu den Patienten hat mir gefehlt.»

Katja Jeckelmann Vonlanthen

Hausärztin

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