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Genug vom «halbierten» Dorf

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Genug vom «halbierten» Dorf

Salvenach hat eine Petition für den Bau einer Umfahrungsstrasse eingereicht

Schon vor rund 35 Jahren hatte der Kanton Land für eine Umfahrung des Dorfs Salvenach erworben. Der Gemeinderat hat nun eine Petition eingereicht und hofft, dass es in dieser Angelegenheit endlich vorwärtsgeht.

Autor: Von PATRICK HIRSCHI

«Die Einwohnerinnen und Einwohner von Salvenach haben genug vom Lärm und Gestank der über 6000 Autos und Lastwagen, die tagtäglich das Dorf in zwei Hälften zerschneiden und damit ein Dorfleben schwer machen», schreibt die Gemeinde in einer Medienmitteilung vom Donnerstag. Wie bereits an der Gemeindeversammlung von Ende April angekündigt, hat der Gemeinderat in der 475-Seelen-Gemeinde eine Unterschriftensammlung lanciert.244 Personen haben die Petition unterzeichnet, die anfangs Woche per Post an Baudirektor Beat Vonlanthen geschickt wurde. Im Petitionstext verweist der Gemeinderat auf ein Schreiben des kantonalen Tiefbauingenieurs, in dem eine Realisierung der Umfahrung frühestens für 2016 in Aussicht gestellt wird. «Wir können nicht verstehen, dass, nachdem das benötigte Land bereits vor rund 35 Jahren durch den Kanton erworben worden war, das Projekt bis heute nicht realisiert ist», heisst es im Schreiben an Beat Vonlanthen.

Studien für Umfahrung geplant

Bei Beat Vonlanthen ist die Petition bis Donnerstag noch nicht eingetroffen, wie er auf Anfrage erklärt. Nachdem er sich via FN über den Inhalt des Petitionsschreibens informiert hat, ist er zu einer Stellungnahme bereit. Er verweist darauf, dass kürzlich bereits das Postulat der beiden Kerzerser Grossräte Ueli Johner (SVP) und Ernst Maeder (FDP) eine vertiefte Analyse sämtlicher Verkehrsprobleme im Seebezirk verlangt hatte (die FN berichteten). Dabei sei auch Salvenach ein Thema gewesen.Immerhin wird der Grosse Rat laut Vonlanthen voraussichtlich im November über einen Studienkredit für das Umfahrungsprojekt Salvenach entscheiden. Diese Studien sollen in den Jahren 2007 bis 2010 vorgenommen werden. «Das zeigt, dass das Projekt nicht einfach auf die nächste Generation verschoben wird», meint der Baudirektor dazu.Eine Prognose bezüglich Realisierung will Beat Vonlanthen aber nicht wagen. Hingegen möchte er so bald wie möglich das Gespräch mit dem Salvenacher Gemeinderat suchen.Das sei doch schon ein Lichtblick, meint Salvenachs Gemeindeschreiberin Nicole Haenni dazu. Es gebe in der Gemeinde schliesslich genug pessimistische Stimmen, die gar nicht mehr an eine Umfahrungsstrasse glauben würden.

Einsprache bedroht Bau des Kreisels

Ein weiteres Anliegen der Petition ist der Kreisel im Dorf bei der Abzweigung nach Jeuss. Den Kredit zu diesem Projekt hatte der Grosse Rat bereits 1999 bewilligt. Nach mehrmaligem Verschieben des Projekts hiess es zwischenzeitlich vom Kanton, vor dem Jahr 2008 sei mit dem Bau des Kreisels nicht zu rechnen.Doch nur zwei Monate nach der Lancierung der Petition im April sah der Kanton plötzlich einen Baubeginn für März 2007 vor. «Bei diesem Datum bleibt es, wenn nicht noch Einsprachen hängig sind», versichert Beat Vonlanthen.«Das wäre immerhin ein Zeichen», meint Ueli Johner, der zugunsten des Kreiselbaus wiederholt beim Staatsrat vorgesprochen hatte. «Aber man kann nicht 35 Jahre lang von der Umfahrungsstrasse sprechen und meinen, mit dem Bau des Kreisels sei die Sache dann geregelt», mahnt er.Allerdings ist nach wie vor eine Einsprache gegen den Kreisel hängig, wie Nicole Haenni erklärt. Beim Einsprecher handelt es sich um einen Landbesitzer, dessen Grundstück vom Bau des Kreisels betroffen ist. Noch sei nicht klar, wie die Verhandlungen in dieser Angelegenheit ausgehen würden, so Haenni.

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