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Geplantes Wohnhaus wäre ein neuer Markstein auf der Ausfallachse Jurastrasse

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«Es ist eine verlorene Ecke», kommentiert der Freiburger Architekturhistoriker und SP-Generalrat Christoph Allenspach die Örtlichkeit an der Jurastrasse, an der vielleicht schon bald ein sechsstöckiges Wohnhaus entstehen soll. Ein entsprechendes Baugesuch liegt seit Karfreitag öffentlich auf. Geplant sind laut dem Grundstückeigentümer Daniel Gonzalez Eigentumswohnungen für gehobenere Ansprüche und ebenerdig ein Restaurant sowie eine Gelateria. Heute wird die Parzelle von einer Reihe Garagen gesäumt. Darauf steht ein Chalet, das abgerissen werden soll. Gegenüber steht der moderne Bau der Bank UBS.

Der Standort hat etwas von einer Baubrache auf offenem Gelände. Einfamilienhausidylle macht sich dagegen im «Hinterland» Richtung Weck-Reynold-Allee breit. Was Allens­pach ein zufälliges «Gehäusel» nennt, wurde vom Bund in das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder aufgenommen. Der Neubau allerdings würde just nicht mehr in dieser Zone zu stehen kommen, sondern in der Stadtzone vier, die eine höhere Baudichte zulässt. Gemäss dem kantonalen Amt für Kulturgüter gilt das darauf stehende Chalet auch nicht als schützenswert (siehe auch Kasten).

Im Sinne der Verdichtung

Aus Sicht des Kulturgüterschutzes sei gegen den Neubau darum nichts einzuwenden, sagt Amtschef Stanislas Rück, gegenüber den «Freiburger Nachrichten». «Die städtische Verdichtung entlang einer Hauptachse wird nicht infrage gestellt.» Trotzdem dürfe ein solcher Bau kein völliger Bruch zum Rest des Quartiers darstellen. Zwar sei das konkret nicht der Fall. Dennoch beantwortete das Kulturgüteramt das Vorgesuch 2016 negativ. «Aber nur wegen des Ausdrucks der Fassade.»

Gemäss Eigentümer Da­niel Gonzalez hat sein Architekt das Projekt nun nochmals überarbeitet. «Es nimmt die Direktive der Stadt auf, dass das Äussere mit dem Bau der UBS korrespondieren soll.» Die Fassade des geplanten Wohnhauses bestehe jetzt aus einem Alu-Glas-Konstrukt.

Erst der Anfang

Sollte das Baugesuch genehmigt werden, wird der Neubau auf jeden Fall das Gesicht dieser verlorenen Ecke im Jura Quartier verändern. Dagegen ist laut Allenspach – der das konkrete Projekt allerdings nicht kennt – grundsätzlich nichts einzuwenden. «Das Restaurant und die Gelateria könnten im Gegenteil Leben ins Quartier bringen.» Klar sei zudem: «Dieser Neubau ist erst der Anfang. Entlang der Jurastrasse werden in den nächsten zehn Jahren weitere mehrgeschossige Gebäude entstehen», prophezeit er.

Stanislas Rück vom Amt für Kulturgüter bemerkt: «Das ist das, was derzeit in allen Freiburger Quartieren passiert.» Verdichtung. «Das geht aber nur gut, wenn im Gegensatz dazu die öffentlichen Räume aufgewertet werden. Sonst wird das nicht auszuhalten sein.»

«Verdichtung. Das geht nur gut, wenn im Gegensatz dazu die öffentlichen Räume aufgewertet werden. Sonst wird das nicht auszu­halten sein.»

Stanislas Rück

Vorsteher Kulturgüteramt

Kulturgüterschutz

Kanton stuft Häuser tiefer ein

Wie Stanislas Rück vom Kulturgüteramt den FN erklärte, stufte der Kanton bei der Inventarisierung der einzelnen Objekte nur vereinzelte Häuser und Chalets zwischen der Jurastrasse und der Weck- Reynold-Allee als schützenswert (Wert B und C) ein. Nicht dazu gehört das Chalet, das abgebrochen werden soll. Dagegen zählt das Bundesinventar ISOS das gesamte Ensemble zu den schützenswerten Ortsbildern (Gebiet mit Erhaltungsziel  A).

rsa

 

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