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Gepusht durch Training mit dem König

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Autor: Guido Bielmann

Regen am Morgen, Schnee auf den Bergkämmen, viel Morast, anschliessend zunehmend Sonnenschein und zuletzt ein Überraschungssieger: So lautet das allgemeine Kurzfazit des Schwarzsee-Schwingets. Der einzige Schwinger, der die ersten fünf Gänge gewinnen konnte, war der Nordwestschweizer Bruno Gisler. Er schaffte es diskussionslos in den Schlussgang. Nach fünf Gängen waren der Berner Oberländer Anderegg sowie der weitere Berner Thomas Zaugg punktgleich auf dem zweiten Rang. Anderegg bekam den Vortritt für den Schlussgang, weil er drei Eidgenossen auf dem Notenblatt hatte: Michael Nydegger, Christoph Bieri und Guido Thürig. Zaugg dagegen hatte nur einen Eidgenossen gehabt (Reto Maurer).

Anderegg mit neuer Taktik

Der Schlussgang ging nach zwei Minuten mit einem Paukenschlag los, als Gisler plötzlich am Boden lag und sich zwei Minuten lang verteidigen musste. Beim nächsten Schwung von Anderegg, einem Hüfter, war er dann machtlos. Die Überraschung am Schwarzsee war perfekt. Am Ende lagen drei Schwinger auf dem ersten Rang: Anderegg, Gisler und Thomas Zaugg (Bern).

Simon Anderegg stammt aus Meiringen. Er trainiert im Team mit Schwingerkönig Kilian Wenger sowie mit Mathias Glarner: «Das ist das Beste, was uns im Berner Oberland passieren konnte. Wir trainieren hart und pushen einander im Training.» Die Vorsaison war allerdings für Anderegg nicht gut verlaufen: Ein Nackenwirbel hatte sich verschoben, und er hatte sich eine Muskelzerrung eingehandelt. Das hat er aber gut verdaut.

Im Vorjahr hatte Simon Anderegg seinen ersten eidgenössischen Kranz errungen. Insgesamt holte er sich neun Kränze. Er galt bis dahin als defensiver Schwinger: «Diese Taktik musste ich nach dem Eidgenössischen ändern, weil ich schwerere Notenblätter bekam. Jetzt schwinge ich angriffiger.»

Anderegg und Gisler waren schon vor zehn Tagen am Oberaargauischen aufeinandergetroffen. Dort hatten die beiden gestellt. Gestern wusste nun Anderegg, wie er den Kampf angehen musste: «Abwarten, dann aufdrehen und alles auf eine Karte setzen.» Die Taktik ging auf.

Gisler wartete ab

Der 28-jährige Nordwestschweizer Bruno Gisler stammt aus dem bernischen Rumisberg. Gestern dominierte er am Schwarzsee bis zum Schlussgang. Mit 1,25 Punkten Vorsprung konnte er abwartend in die Endausmarchung: «Ich ging deshalb nicht das letzte Risiko ein. Anderegg musste voll angreifen.» Die Rechnung ging für Gisler nicht ganz auf: «Ich bin trotzdem auf dem ersten Rang, dem Rang 1b», relativierte er seine Niederlage. Gisler besitzt 72 Kränze, davon zwei eidgenössische. Seine Stärke sei die Vielseitigkeit, erklärte er. Gisler hat wie Anderegg auch zwei Berufe: Er ist Landwirt, arbeitet aber auch als Landmaschinenmechaniker.

Stucki von Gisler gestoppt

Christian Stucki fiel in den vergangenen Jahren durch seine imposante Statur auf. Nun erscheint der Berner weniger kolossal, weil er einige Kilogramm abgenommen hat. Und prompt haben es seine Gegner weniger schwer gegen ihn. Stucki ist Schwarzsee-Sieger der Jahre 2004 sowie 2008 bis 2010. Gestern versuchte er also, den fünften Sieg zu holen.

Doch Stuckis Chancen auf die Schlussgangteilnahme schwanden, als er im vierten Gang gegen Bruno Gisler unterlag; dabei wehrte er sich 30 Sekunden lang in schwierigster Lage am Boden: «Gisler hat die ganze Zeit nichts gemacht. Aber so ist es nun mal.» Stucki war mit dem Ziel des fünften Festsiegs nach Schwarzsee gekommen. Er hatte schon im ersten Gang gegen Bieri nur gestellt. Der Berner hat heuer das Bern-Jurassische gewonnen. Am Mittelländischen und auf dem Stoos hat er den Kranz errungen.

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