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Gesetz: Wetten unter Freunden sind legal – solange niemand daran Geld verdient

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Landauf, landab haben sich Menschen zu Wettgemeinschaften zusammengeschlossen und Geld in einen Topf einbezahlt. Auch wenn Glücksspiele in der Schweiz verboten sind, sind solche Wetten im Bekanntenkreis legal. Jedoch gilt: «Sobald jemand durch das Organisieren der Wetten Geld verdient, ist dies illegal», sagt Valérie Berset Hemmer vom Bundesamt für Justiz.

Kleiner Kreis

Wer seine Wette im Internet allen zugänglich macht oder in einem Restaurant ausschreibt, driftet in die Illegalität ab: «Die Wette ist nur legal, solange der Teilnehmerkreis beschränkt bleibt», sagt Berset. Die Wette muss auch zeitlich beschränkt sein – beispielsweise auf die Dauer der Europameisterschaft.

Berset empfiehlt den Organisatoren von Wetten, eine einfache Buchhaltung zu führen, um notfalls zeigen zu können, dass der Einsatz wieder ausgeschüttet wurde und der Organisator daran nichts verdient hat. Einen Betrag für die Spesen abzuziehen, ist übrigens erlaubt.

Die Kontrolle obliegt den Kantonen – und gestaltet sich schwierig: «Wenn keine Anzeige eingeht, haben wir kein Mittel, um illegale Wetten zu entdecken», sagt Pierre-André Waeber von der Freiburger Kantonspolizei.

Illegal ist das sogenannte Bookmaking: Hier spielen die Wettenden durch ein Quotensystem gegen den Organisator. Diese Wetten sind in der Schweiz verboten, doch bieten Firmen mit Sitz im Ausland Buchmacherwetten via Internet auch in der Schweiz an. Italien liess die Internetseiten ausländischer Online-Wettanbieter sperren. In der Schweiz wird es kaum so weit kommen: Bis sich alle Kantone auf ein einheitliches Vorgehen einigen, wird noch viel Geld im Internet verspielt.

Die Schweizer dürften seit 2005 rund 260 Millionen Franken bei Online-Sportwetten eingesetzt haben. Während der Euro soll sich der Umsatz verdoppeln.

Strafbare Werbung

Wer an Bookmaker-Wetten teilnimmt, macht sich nicht strafbar. Hingegen darf dafür nicht geworben werden. njb

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