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Gewinnen wichtiger als mitmachen

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Autor: Matthias Fasel

Als die Trainer der zwölf Drittliga-Teams der Deutschfreiburger Gruppe im vergangenen August in den FN ihre zwei Favoriten für die Qualifikation für die Aufstiegsspiele nannten, hatte nur ein einziger Trainer Überstorf auf der Rechnung. Nun hat das Team von Stefan Brülhart die Gruppe fast schon nach Belieben dominiert. Von 22 Spielen hat Überstorf 17 gewonnen, nur eines verloren. Mit 62 Treffern haben sie die meisten Tore erzielt und mit 16 Gegentoren klar die wenigsten kassiert.

Dies alles mit fast demselben Team, das noch in der Saison zuvor mehr Spiele verloren als gewonnen hatte und auf dem enttäuschenden siebten Platz gelandet war. Zuzüge von anderen Teams gab es keine. Einzig einige Spieler aus anderen Mannschaften des Clubs ergänzten das Team. Wie also ist der plötzliche Erfolg zu erklären? «Wir wollten eigentlich schon lange vorne mitspielen. Die Aufstiegsspiele waren immer unser heimliches Ziel», sagt Brülhart. «Das Kader war schon immer gut. Aber in den letzten Jahren hatte jeweils vieles nicht gepasst. Stets hatten wir beispielsweise viele Abwesende und Verletzte.»

Ein Goalgetter hat die Abwehr stabilisiert

In dieser Saison war dies nicht der Fall. Auch für die bevorstehenden Aufstiegsspiele sind alle Mann an Bord. Viel beigetragen zur Stabilisierung der Abwehr hat zudem ein taktischer Schachzug. So wurde Stürmer André Portmann, in den letzten Jahren stets einer der besten Torschützen der gesamten 3. Liga, kurzerhand zum Abwehrspieler umfunktioniert – mit Erfolg. Satte 26 Tore weniger als in der Vorsaison hat Überstorf in dieser Spielzeit erhalten. Das Team, in dem 19 von 21 Spielern aus Überstorf stammen, ist nun in allen Mannschaftsteilen ausgeglichen besetzt. «Geschlossenheit und Konstanz» bezeichnet Brülhart denn auch als grösste Stärken seines Teams. «Eine Schwäche könnte sein, dass wir noch eine junge Mannschaft sind. Ich habe ein bisschen Angst, dass wir zu ungestüm agieren und so dem Gegner ins Messer laufen werden. Denn Abwarten ist nicht unsere Stärke. Dafür haben wir zu wenig Geduld.»

Düdingen: «Jung und technisch sehr stark»

Für den zweiten Sensler Club in den Aufstiegsspielen, Düdingen II, war es eine turbulente Saison. Die Formation, die die Aufstiegsspiele in Angriff nimmt, hat nicht mehr viel mit dem Team zu tun, das in die Saison gestartet ist. Spieler kamen, Spieler gingen, Trainer Nick Calvetti ging, Nejazi Nuhija kam. Der neue Trainer ist überzeugt von den Qualitäten des Kaders, das ihm für die Aufstiegsspiele zur Verfügung steht. «Wir sind eine junge, technisch sehr gute Mannschaft», so Nuhija. Grundsätzliche Schwächen könne er in seinem Team nicht ausmachen. Einer der Gründe, warum Düdingen II jung und technisch stark ist, war eine Transferoffensive in der Winterpause. Gleich vier Spieler der U18-Mannschaft von Xamax/Freiburg wechselten damals in den Sensebezirk. Sie sollen dereinst in die erste Mannschaft integriert werden, zunächst einmal aber die zweite Mannschaft in die 2. Liga führen. Mit Monteiro wird allerdings ein Spieler aus dem Quartett den Düdingern zu Beginn fehlen. Er flog in der zweitletzten Runde im Spiel gegen Seisa 08 vom Platz und ist noch für weitere zwei Spiele gesperrt. Er ist der einzige Düdinger, der zunächst fehlen wird, Verletzte hat Trainer Nuhija keine zu beklagen.

Verstärkungen aus der ersten Mannschaft zu holen, ist aufgrund des Reglements nicht möglich. Nur Torhüter Christian Piller, der als zweiter Goalie des Fanionteams in der 1. Liga kaum zum Einsatz kam, wird die Aufstiegsspiele mit der zweiten Mannschaft bestreiten.

Letzte Woche gewann Überstorf (gestreifte Trikots) in Düdingen 3:0. Bereits heute kommt es zur Revanche.Bild zvg

Favoriten: «Léchelles? Das hat nichts mit 3.-Liga-Fussball zu tun»

Aller Voraussicht nach werden zwei der sechs Teams in die 2. Liga aufsteigen. Einzig wenn der sehr unwahrscheinliche Fall eintritt, dass drei Freiburger Teams von der interregionalen in die regionale 2. Liga absteigen, gäbe es nur einen Aufsteiger. Zumindest einer der Favoriten auf den Aufstieg steht fest: Léchelles. «Favoriten? Da müssen wir gar nicht darüber reden», sagt Überstorfs Trainer Stefan Brülhart. «Ich habe Léchelles dreimal gesehen. Dieses Team ist jenseits, das hat nichts mit 3.-Liga-Fussball zu tun. Da haben die ersten 12, 13 Spieler allesamt mindestens 2.-Liga-Erfahrung.»

Die Resultate von Léchelles sind in dieser Saison tatsächlich beeindruckend. Von 22 Meisterschaftsspielen haben sie keines verloren. Und im Freiburger Cup scheiterten sie erst im Penaltyschiessen des Finals an Richemond. Dies nachdem sie in den Runden zuvor mit Marly (4:0), Courtepin (3:0) und Leader Gumefens/Sorens (5:2) drei 2.-Ligisten regelrecht vom Platz gefegt hatten. Brülhart, der alle Gegner in den letzten Wochen beobachtet hat, hofft deshalb auf den zweiten Platz. «Ich schätze die Chancen auf 50 Prozent ein, dass wir diesen erreichen.» Der Aufstieg sei keineswegs ein Muss, «aber ich bin nicht der Typ, der sagt: Wir hatten eine gute Saison und wollen die Aufstiegsspiele nun einfach geniessen. Wir spielen nicht bloss, um Spass zu haben. Wir wollen aufsteigen.»

«Erklärtes Ziel des Clubs»

Dasselbe Ziel hat auch Düdingen II. «Wir starten klar mit dem Ziel, aufzusteigen. Das ist auch das erklärte Ziel des Clubs», so Trainer Nejazi Nuhija. Obwohl die Teams aus der Deutschfreiburger Gruppe in den letzten Jahren jeweils nicht gut ausgesehen haben, ist auch Nuhija, der bis auf Überstorf die Gegner nur vom Hörensagen kennt, zuversichtlich. Im Direktduell der Sensler Teams wird sich heute zeigen, wer den Worten Taten folgen lässt. fm

3./2. Liga

Die sechs Teams der Aufstiegsrunde

Die Statistiken der Saison 11/12:

Léchelles 22 18 4 0 81:29 58

Broc 22 18 2 2 77:23 56

Überstorf 22 17 4 1 62:16 55

Attalens 22 16 1 5 69:38 49

Matran 22 13 4 5 52:28 43

Düdingen II 22 12 5 5 52:35 41

Die Direktduelle der Saison:

Überstorf – Düdingen II 2:2

Düdingen II – Überstorf 0:3

Attalens – Broc 2:0

Broc – Attalens 3:0

Léchelles – Matran 1:1

Matran – Léchelles 0:2

Die ersten Spiele:

Überstorf – Düdingen II Sa. 18.00

Broc – Matran Sa. 18.00

Léchelles – Attalens So. 16.00

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