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Glaskunst im Schloss

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Das Glasmalerei-Museum Romont hat eine neue Abteilung für Hinterglasmalerei

Autor: Von CAROLE SCHNEUWLY

Genau ein Vierteljahrhundert nach seiner Gründung 1981 hat das Schweizerische Museum für Glasmalerei nicht nur seine bestehenden Räume im Schloss Romont erneuert und einen zusätzlichen Flügel eingerichtet, sondern auch sein Kerngebiet ausgeweitet. Im so genannten Freiburger Flügel aus dem 16. Jahrhundert, dem ehemaligen Wohnsitz der Oberamtmänner des Glanebezirks, erhalten die Besucher künftig Einblick in die Welt der Hinterglasmalerei. Ausgestellt ist eine breite Auswahl aus der Sammlung des Ehepaars Ruth und Frieder Ryser.Die Eheleute, die beide vor kurzem verstorben sind, hatten ihre international bekannte Sammlung dem Schweizerischen Forschungszentrum für Glasmalerei vermacht, das sich ebenfalls im Schloss Romont befindet. Die Sammlung besteht aus rund 1000 Werken, die ältesten aus dem 10., die jüngsten aus dem 19. Jahrhundert. Rund 300 davon sind jeweils in der permanenten Ausstellung des Museums zu sehen. Sie sollen künftig turnusmässig ausgewechselt werden; weitere Werke sollen in Wechselausstellungen gezeigt werden. Die gesamte Sammlung befindet sich im Herzen des neu eingerichteten Flügels und ist für Forschungszwecke zugänglich.

Internationale Bedeutung

Nebst dem Umbau des Freiburger Flügels wurde seit Sommer 2005 auch im älteren Teil des Museums renoviert sowie eine Verbindung zwischen den beiden Flügeln geschaffen. Den mittelalterlichen «savoyischen» Flügel aus dem 13. Jahrhundert mit dem Freiburger Flügel aus der Spätrenaissance zu verbinden sei eine der grossen Herausforderungen des Projekts gewesen, sagten die verantwortlichen Architekten Marco Bakker und Alexandre Blanc am Mittwoch vor den Medien.Gelöst wurde die Aufgabe, passend zum Auftrag des Museums, mit einem verglasten Übergang und einem Glasvorbau im Stil einer Orangerie. Die erste Wechselausstellung in der Orangerie ist der zeitgenössischen Glaskunst gewidmet. Das Museum hat zu diesem Zweck einen internationalen Wettbewerb durchgeführt.Der savoyische Flügel beherbergt wie bisher die umfangreiche Glasmalerei-Abteilung des Museums mit einer ständigen sowie wechselnden Ausstellungen. Das Museum sei nicht nur das einzige in der Schweiz, das sich auf diese Weise mit der Glaskunst befasse, sondern gar eines der bedeutendsten weltweit, so alt Staatsrat Augustin Macheret, Präsident der Stiftung des Museums.

Die Werke, der Raum, das Licht

Man habe die Erweiterung genutzt, um zugleich das museumsdidaktische Konzept zu überdenken, sagte Direktor Stefan Trümpler. «Im Mittelpunkt stand das Bemühen, die Werke in Harmonie mit dem Ort zu zeigen. Die Besucher sollen sich in dem historischen Umfeld wohlfühlen.» Um allein die Kunstwerke, den Raum und das Licht wirken zu lassen, habe man auf ausführliche Beschreibungen oder multimediale Präsentationen verzichtet. Erklärungen zu den Werken erhält der Besucher in einem kleinen Faltprospekt. Detailliertere Informationen über die Glasmalerei und die Hinterglasmalerei gibt es in zwei neuen Führern, die auf Deutsch, Französisch und Englisch erhältlich sind.Jean-Claude Cornu, Oberamtmann des Glanebezirks, zeigte sich am Mittwoch erfreut über den geglückten Umbau: Das Museum sei ein «Juwel» und eine Bereicherung für die touristische Vielfalt des Bezirks. Staatsrätin Isabelle Chassot, Präsidentin der Stiftung für das Forschungszentrum, erinnerte an das Engagement des Kantons für das Museum. Er habe seinerzeit nicht nur das Schloss zur Verfügung gestellt, sondern jetzt auch einen grossen Teil der Umbaukosten übernommen: Von den 4,8 Millionen Franken, die das Projekt insgesamt kostete, hat der Kanton 3,5, das Museum 1,3 Millionen bezahlt.Während der offizielle Festakt am Samstag den geladenen Gästen vorbehalten ist, findet am Sonntag ein Tag der offenen Tür für das breite Publikum statt: Von 10 bis 18 Uhr gibt es Führungen, Musik, Technik-Vorführungen und verschiedene Aktivitäten für Kinder und Familien. Der Eintritt ist frei.

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