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Global denken – lokal handeln

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Freie Wähler Kerzers und Agenda 21

Nachhaltigkeit bedeutet vereinfacht ausgedrückt: «Nicht mehr verbrauchen als nachwächst», wie Daniel Hartmann, Kerzerser Mitarbeiter im Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal), erklärte. Er referierte am Informationsabend der Freien Wähler Kerzers, nach der Begrüssung durch Präsidentin Margrit Sixt-Goetschi.

Den Handlungsbedarf untermauerte Hartmann unter anderem mit folgenden Zahlen aus Uno-Quellen: Im Jahre 2025 werden neun Milliarden Menschen die Erde bevölkern. Der Wasserverbrauch ist in den vergangenen 100 Jahren um das Sechsfache gestiegen. Täglich werden 55000 Hektaren Tropenwald abgeholzt (die Gesamt-Waldfläche des Kantons Freiburg beträgt 39000 Hektaren). 50 Prozent des gesamten Verkehrs ist Freizeitverkehr.
Raubbau an den Bodenschätzen, Luft- und Wasserverschmutzung, Ozonloch, Verbetonierung der Landschaft, Ausbreitung der Steppen, Treibhauseffekt, steigende Meeresspiegel, sinkende Grundwasserspiegel: In Bezug auf die Umwelt und Nachhaltigkeit lebt die Menschheit seit langem über ihre Verhältnisse. Henrik Ibsen hat es vor rund 100 Jahren so formuliert: «Wir haben die Erde nicht von unseren Vätern geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen.»

Schweiz hat unterzeichnet

Eine der Voraussetzungen ist unter anderem, dass Sozialpolitik, Wirtschaft, Natur und Umwelt im Gleichgewicht sind – und nicht zum Beispiel das Primat der Wirtschaft (Shareholder-value-Denken) dominiert. Mögliche Nutzen sind Arbeitsplätze, Einsparungen fossiler Energie, bessere Luftqualität, weniger Abgase, mehr Lebensqualität.

Die von der Schweiz mitunterzeichnete Agenda 21 will die Menschen für diese Problematik sensibilisieren. Sie beschreibt Ziele, Strategien und Lösungsansätze.

Für ein gutes
Gewissen in Kerzers

Die Anwesenden waren sich bewusst, dass das Problem zum Handeln zwingt, aber unspektakulär ist und nur kleine Schritte zum Erfolg führen. Als Sofortmassnahme beschlossen sie deshalb, «Agenda 21» zum Thema des nächsten «Stamms» der politischen Parteien zu machen. Erwogen wurde auch ein einfaches Informationsblatt. «Das Ziel der lokalen Agenda 21 könnte heissen: Ich möchte im Jahre 2050 immer noch gerne in Kerzers leben, und dies mit gutem Gewissen», schloss Hartmann seine Ausführungen. Das Buwal unterstützt entsprechende Projekte finanziell recht grosszügig.

Eigenes Handeln

Für das eigene Handeln könnte das heissen: Einkaufen im Dorf, Einsatz von Erdwärmesonden, Verkauf ab Hof, Abfalltrennung, Kompostierung usw. Auf Gemeindeebene z.B. Holzschnitzelheizungen für öffentliche Gebäude, Grünabfuhr, Häckseldienst, Gewichtsgebühren beim Abfall usw.

Generell ausgedrückt: die eigenen spezifischen Probleme bewusst zu machen, die Bevölkerung für Lösungen zu sensibilisieren, sie zur Mitarbeit zu motivieren, Lösungsansätze zu suchen, zu verknüpfen und anschliessend als Bausteine einer lokalen Agenda 21 zu einem Hilfsmittel zusammenzufügen.

Vorbilder

Statt unter Zeitdruck und Zugzwang auf Einzelprobleme zu reagieren, könnten sie künftig damit aus einer Gesamtsicht und mit einem soliden Konzept gelöst werden. Zu den Gemeinden, die dies bereits verwirklicht haben, gehören etwa Basel, Rheinfelden, Zofingen und Winterthur.

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