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Glücklich sein – nicht nur beim Mami

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«Die Kleinfamilie, wie wir sie heute kennen,ist in der Schweiz erst seit etwa 50 Jahren etabliert», erläuterte Rita Jungo Küttel. Davor war immer eine Hausgemeinschaft für die Erziehung der Kinder verantwortlich. Verwandte, die im gleichen Haushalt lebten und Angestellte im bäuerlichen Umfeld hatten früher der Mutter in der Kinderbetreuung mitgeholfen. Die heute noch als «Normalbild» geltende Familienstruktur wandle sich. Patchwork-Familien und Ein-Eltern-Familien gehörten zur Realität.

Tatsache sei, so Rita Jungo, dass 40% aller Ehen geschieden werden und damit alleinerziehende Elternteile mit der Erziehung beauftragt sind. Jede zweite Mutter mit Kindern unter 15 Jahren arbeite in Teilzeit, doch nur 6% der Männer stehen in teilzeitlichem Arbeitsverhältnis. Aus diesen gewandelten Sozialstrukturen heraus brauche es vermehrt ausserfamiliäre Betreuungs-Angebote, auf dem Land genauso wie in der Stadt.

Rahmenbedingungen für Krippen,
Spielgruppen und Tageseltern

Der Personalschlüssel ist das wichtigste Element: Eine genügend grosse Anzahl qualifizierter Betreuungspersonen (d.h. für 8 bis 10 Kinder mindestens zwei geschulte Erzieherinnen, die eine Stabilität gewährleisten). Neuerdings ist man auch davon überzeugt, dass eine Altersdurchmischung der Kinder der Familiensituation am nächsten kommt. Ein grosses Platzangebot muss nicht unbedingt sein; Kleinkinder fühlten sich in Nischen wohler als in Hallen. Eine Qualitätskontrolle von Seiten der Erziehungsbehörden, die Aufgeschlossenheit der Leiterinnen gegenüber anderen Kulturen und der Einbezug der Eltern in die Betreuung der Kinder gehören natürlich ebenso zu den Rahmenbedingungen. Damit sich ein Kleinkind gut in die ausserfamiliäre Betreuung einleben kann, braucht es gemäss Rita Jungo vor allem eine sichere Bindung. Das Kind muss sich auf die Bezugsperson verlassen können und auf herzliche Zuwendung und Einfühlung zählen dürfen. Kinder, die stunden- oder tageweise in Krippen verbracht haben, seien oftmals kreativer, selbständiger und kooperativer als andere, sagte Rita Jungo.

Früher, bei der Einführung des Kindergartens, tuschelte man, dies sei nur etwas für «faule Eltern». Denselben Vorurteilen begegne man auch jetzt bei den Krippengründungen.

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