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Gottéron gewinnt Thriller in Lugano

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Autor: frank stettler

Die Rückkehr des langzeitverletzten Pavel Rosa im Spiel vier der Serie hatte entscheidenden Einfluss auf den Angriff der Freiburger. Abwechselnd an der Seite der beiden Center Christian Dubé und Sandy Jeannin eingesetzt, dynamisierte der Tscheche den Angriff Gottérons geradezu, machte ihn unberechenbarer.

Lugano mit Reaktion

Nach der 2:6-Niederlage vom Samstag war davon auszugehen, dass Lugano-Trainer Larry Huras reagieren würde. Er tat dies mit der Nomination von Kimmo Rintanen. Der finnische Techniker – so etwas wie das Tessiner Pendant zu Künstler Rosa – kam nach einem Eingriff am Meniskus und 13 Partien Pause erstmals wieder zum Einsatz. Weichen aus dem Ausländerquartett musste dem Stürmer der wenig überzeugende Verteidiger Jordan Hendry. Rintanen sollte nicht zuletzt dem Powerplay der Gastgeber neues Leben einhauchen. In der Qualifikation darin NLA-Klassenprimus, blieb das Überzahlspiel der Tessiner in diesem Viertelfinal bisher ohne jeglichen Torerfolg.

Luganos Doppelschlag

Ebenfalls erwartet wurde ein Startfurioso der Bianconeri. Dieses blieb indes aus, Gottéron spielte seinen Part gut, liess sich nicht einschnüren. Im Gegenteil, die besseren Schüsse aufs Tor verzeichneten die Gäste. Dennoch war es Lugano, das den so wichtigen Führungstreffer durch Brady Murray erzielte (9.). Damit nicht genug, nur 20 Sekunden später doppelte Rintanen nach und war damit noch eine Spur schneller erfolgreich, als es Rosa bei seinem Comeback gewesen war. Obwohl in dieser Serie noch nie ein Zwei-Tore-Rückstand wettgemacht werden konnte, wirkten die Freiburger keineswegs geschockt. Eine der Qualitäten dieser Mannschaft ist es, dass sie kaum je in Hektik und Aktionismus verfällt, sondern die Richtlinien von Trainer Hans Kossmann konsequent befolgt.

Gottéron zieht nach

Der frühe Anschlusstreffer Adam Hasanis im zweiten Abschnitt war der Lohn für diese Systemtreue. Gottéron war vollends wieder im Spiel, witterte seine Chance – zu Recht. Lugano wirkte sogleich wieder unsicher, ja gar ängstlich. Dies rächte sich kurz nach Spielmitte. Alain Birbaum hämmerte die Scheibe zum verdienten Ausgleich ins Netz. Kaum war wieder angespielt, lag der Puck bereits wieder hinter dem nicht unfehlbaren Lugano-Hüter Benjamin Conz, der daraufhin Michael Tobler Platz machen musste. Ganze elf Sekunden dauerte es, bis Rosa mit seinem dritten Treffer im dritten Spiel seine Farben erstmals in dieser Partie in Führung schoss. Ein Szenario, mit welchem man nach der 0:2-Hypothek nicht mehr zwingend rechnen durfte.

Plüss’ goldenes Tor

2:0 im ersten Drittel, 0:3 im zweiten – man durfte gespannt sein, auf welche Seite das Pendel in Abschnitt drei ausschlagen würde. Sébastien Reuille gab mit dem Treffer zum 3:3 (42.) die schnelle Antwort. Das oft bemühte Momentum lag wieder bei den Tessinern. Welches sie auch prompt dazu nutzten, durch Daniel Steiner die neuerliche Führung an sich zu reissen (47.). Selbstredend, dass das in dieser verrückten Partie noch nicht das Ende sein konnte. Die Hausherren hatten einige Male den Matchpuck auf der Schaufel. Aber auch Gottéron steckte nicht auf und prüfte Tobler immer wieder. Schliesslich war es Romain Loeffel (44.), nach Birbaum ein zweiter Verteidiger an diesem Abend, der ein Tor beisteuerte. Die erste Overtime in dieser Viertelfinalserie war perfekt.

Und diese dominierte Gottéron deutlich. Den entscheidenden Treffer erzielte schliesslich Benjamin Plüss in der 67. Minute im Powerplay. Ab Samstag kommt es damit zum Halbfinal-Duell gegen den SC Bern. Es kündigt sich eine spannende Serie an. In der Qualifikation gewannen beide Teams in den Direktduellen je dreimal. Freiburg hat als Dritter der Qualifikation gegen Bern (5.) zunächst Heimrecht.

Freiburgs Christian Dubé vor dem Tor der Luganesi.Bild Keystone

Telegramm

Lugano – Gottéron 4:5 n.V. (2:0, 0:3, 2:1, 0:1)

Resega. – 5278 Zuschauer. – SR Reiber/Rochette, Arm/Küng.

Tore: 9. (8:28) Brady Murray (Julien Vauclair) 1:0. 9. (8:58) Rintanen (Bednar, Romy) 2:0. 23. Hasani (Jeannin, Collenberg) 2:1. 32. (31:26) Birbaum (Sprunger, Jeannin) 2:2. 32. (31:37) Rosa (Dubé) 2:3. 42. Reuille (Oliver Kamber, Daniel Steiner) 3:3. 47. Daniel Steiner (Reuille, Hirschi) 4:3. 56. Loeffel 4:4. 67. (66:52) Benjamin Plüss (Sprunger, Loeffel/Ausschluss Blatter) 4:5. – Strafen: 6mal 2 plus 10 Minuten (Reuille) gegen Lugano, 3mal 2 Minuten gegen Fribourg.

Lugano: Benjamin Conz (31:37 Tobler); Nummelin, Blatter; Ulmer, Julien Vauclair; Hirschi, Schlumpf; Nodari; Brady Murray, Brett McLean, Reuille; Bednar, Romy, Rintanen; Profico, Conne, Domenichelli; Daniel Steiner, Oliver Kamber, Sannitz; Jörg.

Freiburg: Huet; Heins, Birbaum; Loeffel, Barinka; Ngoy, Collenberg; Lukas Gerber, Marc Abplanalp; Dubé, Gamache, Hasani; Sprunger, Bykow, Benny Plüss; Rosa, Jeannin, Knoepfli; Cadieux, Brügger, Tristan Vauclair.

Bemerkungen: Lugano ohne Rob Niedermayer, Kostner (beide verletzt), Hendry und Burki, Freiburg ohne Afanassenkow (alle überzählige Ausländer) und Botter (verletzt). – Timeout: Lugano (54.); Freiburg (47.).

Die FN-Besten: Reuille, Hasani.

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