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Grosse Parteien verlieren

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Verfassungsratswahlen Saane-Land

Brutal ist das Resultat für den Jugendrat, welcher ohne Listenverbindung den Sprung über die 7,5-Prozent-Hürde ganz knapp nicht geschafft hat;statt der benötigten 19701 Stimmen erreichten sie nur deren 19323. Zum Vergleich:Die Liste «Engagement social» hat mit 4841 Stimmen nur ein Drittel dieses Zuspruchs bekommen, wird aber dank der Verbindung mit den linken Parteien trotzdem mit einem Sitz im Verfassungsrat anwesend sein.

Benoît de Raemy, der 20-jährige Sprecher des Jugendrates, zeigte sich dementsprechend enttäuscht über das Resultat. «Wir waren vielleicht etwas zu selbstsicher und haben geglaubt, dass wir es ohne Listenverbindung schaffen», räumt er ein. Auf der anderen Seite sei der Alleingang eine Prinzipienentscheidung gewesen. Am Quorum klar gescheitert ist die SVP, welche ohne Bündnis allein auf weiter Flur 15464 Stimmen erhielt. Für eine Stellungnahme war aber leider niemand zu erreichen.
Erfolgreicher war die Jungmannschaft der FDP. Sie konnte von der «alten» FDP zwei verlorene Sitze erben. Die Freisinnigen verbleiben damit im Vergleich zum Grossrat mit fünf Personen vertreten. Die CVP war auf dem Land zwar im Gegensatz zur Stadt ohne Listenbündnis mit der FDP angetreten. Sie schaffte es aber allein, 7 ihrer 8 Sitze aus den Grossen Rat zu behaupten.

Umverteilung bei den Linken

Böse erwischt hat es dagegen die SP, deren Vertreter aus Saane-Land im Grossen Rat immerhin neun Sitze belegen. Durch das linke Bündnis von acht Listen sind die Stimmen auf das ganze Spektrum aufgeteilt worden. Die vier Sitze, welche die SP abgegeben hat, sind von der DSP (+1) sowie den verschiedenen Gruppierungen (Bürger-Liste, 2;«Fenêtres ouvertes», 1; «Engagement social», 1) für die linke Seite jedoch mehr als aufgefangen worden.

Viele Frauen und kaum
Polit-Prominenz

Bemerkenswert am Saane-Land-Resultat ist, dass die Hälfte der 26 Sitze von Frauen erobert wurden. Von jeder Liste hat es eine Frau geschafft, ausser von den «Fenêtres ouvertes», deren einziger Sitz an Michel Bavaud ging. Bemerkenswert auch, dass unter den gewählten Personen gerade mal ein Nationalrat (Hubert Lauper, CVP) und ein Grossrat (Raphaël Chollet, DSP) Platz fanden.

Bei den Einzelresultaten hat die CVP kräftig abgeräumt:Fünf von ihnen erreichten über 2000 Stimmen. Als meistgewähltes Nicht-CVP-Mitglied erreichte Erika Schnyder (SP) 1806 Stimmen; auf der CVP-Liste wäre sie damit lediglich an 21. Stelle platziert gewesen.

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