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Grosses Zwillingstreffen in Freiburg

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Ihr gleiches Aussehen haben die Zwillingsschwestern Eveline Currat und Christiane Köstinger als Kinder nicht oft für Streiche missbraucht. «Dafür waren wir nicht gemacht», sagt Eveline Currat, «wir waren zu nervös und haben uns selber ein Bein gestellt.» In der Primarschule tauschten sie einmal die Plätze – und auch die andersfarbigen Finken –, doch als die Lehrerin Eveline aufrief, antwortete tatsächlich Eveline, und der Streich war schon dahin.

«Es ist schön, wenn immer jemand da ist – eine Schwester und Freundin.»

Christiane Köstinger

Zwilling

 
 

Einmal allerdings gelang ein solcher Tausch: Als Eveline Currat das Lehrerseminar besuchte und Christiane Köstinger die kaufmännische Lehre absolvierte, besuchte Köstinger den Physikunterricht am Lehrerseminar und Currat die Informatikstunde an der Gewerbeschule. Die Lehrer merkten nichts. «Wir haben es ihnen aber nach der Stunde gesagt», so Eveline Currat. Ihre Lehrerin, selber ein Zwilling, fand den Streich witzig – der Lehrer von Christiane Köstinger hingegen weniger.

Die beiden haben ihre Kindheit zu zweit genossen. «Es ist schön, wenn immer jemand da ist – eine Schwester und Freundin», sagt Christiane Köstinger. Gleichzeitig war es für beide auch klar, dass sie ab der Orientierungsschule getrennte Klassen besuchen würden. «Das war ein guter Entscheid», sagt Eveline Currat. So hätten beide nebst dem gemeinsamen Freundeskreis auch je einen eigenen Kreis aufgebaut. Später absolvierten sie auch nicht die gleiche Ausbildung. Doch heute ist Christiane Köstinger Lehrerin, wie ihre Zwillingsschwester.

In der Familie – die Zwillinge haben noch einen älteren Bruder und eine ältere Schwester – seien sie immer als Individuen behandelt worden. «Nervig wurde es manchmal im Pubertätsalter, wenn die anderen Jugendlichen sagten: ‹Die Zwillinge kommen›, und uns nur im Doppelpack wahrnahmen», sagt Eveline Currat.

«Wir verstehen uns schon ein wenig besser ohne Worte als andere Leute.»

Eveline Currat

Zwilling

 

Die beiden 37-Jährigen, die heute in Villars-sur-Glâne und Tafers wohnen, haben beide fast gleichaltrige Kinder im Alter zwischen acht Monaten und viereinhalb Jahren. Sie sehen sich mindestens einmal in der Woche. «Wir verstehen uns sehr gut, haben aber auch ein gutes Verhältnis zu unseren anderen Geschwistern.»

Einige Zwillinge erzählen, sie fühlten auch auf Distanz, wie es ihrem Zwilling gehe. «Das ist bei uns nicht der Fall», sagt Christiane Köstinger. «Wir kennen keine Gedankenübertragung.» Andere Zwillinge könnten sich kaum trennen und lebten sogar zusammen. «Wir haben beide unser eigenes Leben.» Aber, fügt Eveline Currat an: «Wir verstehen uns schon ein wenig besser ohne Worte als andere Leute.»

Wie andere Zwillinge funktionieren, erleben die beiden einmal mehr an diesem Wochenende: In Freiburg findet das 42. Schweizerische Zwillingstreffen statt. Die beiden sind seit rund zehn Jahren Mitglied im Schweizerischen Zwillingsverein. «Wir kennen sonst nur ein Zwillingspaar; es ist interessant, sich mit anderen Zwillingen auszutauschen», sagt Eveline Currat. «Und es ist spannend zu sehen, wie sie ticken.»

Das Zwillingstreffen findet jedes Jahr an einem anderen Ort statt. Weil es heuer in Freiburg durchgeführt wird, haben die Zwillinge bei der Organisation kräftig mitgeholfen. Am Samstag gibt es für die mehr als 140 angemeldeten Zwillinge ein Abendessen mit einheimischem Rahmenprogramm, am Sonntag führen Eveline Currat und Christiane Köstinger die Gruppe auf einem Stadtrundgang durch Freiburg.

Mehr Informationen zum Schweizerischen Zwillingsverein: www.schweizerischerzwillingsverein.ch

 

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