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Grossprojekt in abgespeckter Variante

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Das Bauprojekt mit neun Mehrfamilienhäusern an der Prehlstrasse in Murten ist umstritten: Einige Anwohner sind davon gar nicht begeistert und gründeten 2017 eine Inte­ressengemeinschaft. Sie befürchten, dass die Sicht auf die Altstadt zugebaut wird. Gegen das Baugesuch vom Oktober 2017 gingen 20 Einsprachen ein. Seit gestern liegt nun eine Projektänderung zu dem Baugesuch öffentlich auf. Darin ist zu lesen, dass die Halter Entwicklungen AG als Bauherrin «das Projekt angepasst und die Wohnungszahl von 99 auf 93 reduziert hat».

Satteldach anstelle Flachdach

Ein Haus werde in der Dachform und Stellung parallel zum Hang den bestehenden umliegenden Häuser angepasst: «Anstelle eines Flachdaches erhält das Gebäude ein Satteldach». Neu würden in dem Haus drei Fünfzimmer-Wohnungen realisiert anstelle der ursprünglich geplanten neun Wohnungen. Die Nettowohnfläche dieses Mehrfamilienhauses wurde gemäss dem neuen Baugesuch von knapp 1000 Quadratmeter auf 504 Quadratmeter reduziert. Ein weiteres Haus der geplanten Überbauung soll zwar in Grös­se und Wohnungszahl gleich bleiben, jedoch rund drei Meter Richtung Süden verschoben werden. «Mit der neuen Anordnung der Gebäude verbessert sich die Integration der Überbauung in den städtebaulichen Kontext», ist in den Unterlagen der Winkelmann Architekten aus Murten zu lesen. «Für die Anwohner verbessern sich generell die Durchblicke und im Speziellen die Aussicht Richtung Süden.»

«An der oberen Grenze»

In dem abgeänderten Baugesuch ist ein Schreiben der Kulturgüterkommission des Kantons an die Firma Winkelmann Architekten AG enthalten. Darin steht, dass die Kommission das erste Baugesuch betreffend Baudichte und Integration negativ beurteilte. Zur neuen Variante des Bauvorhabens schreibt die Kulturkommission, dass sie nach wie vor der Meinung ist, «dass sich das Projekt an der oberen Grenze der verträglichen Baudichte bewegt». Die Projektanpassungen, insbesondere die neue Ausgestaltung des Gebäudes, das neu mit einem Satteldach ausgestattet werden soll, «haben jedoch zu einer Verbesserung geführt». Das Projekt setze sich dadurch deutlicher von der Altstadt­silhouette ab.

Wichtige Hochstammbäume

Die Kommission unterstreicht in ihrem Schreiben zudem die Wichtigkeit «einer vollständigen Umsetzung der vorgeschlagenen Umgebungsgestaltung mit einer Hochstammbepflanzung in der ersten Reihe und einer möglichst durchgehenden Begrünung der Zwischenräume. «Dieses Begrünungskonzept wird mit der angepassten Farb- und Materialauswahl massgebend zur qualitativen Integration dieses Neubauquartiers beitragen.» Da die Kommission die Bebaubarkeit dieses Sektors grundsätzlich nicht infrage stelle, verzichte sie bei der Auflage dieser überarbeiteten Projektvariante auf ein Grundsatzgutachten. Im laufenden Verfahren könne ein solches Gutachten aber nach wie vor beantragt werden.

Rückzug von Einsprachen

Die Stadtverwaltung Murten verzichtete auf Einspracheverhandlungen nach der Auflage der ersten Variante des Bauprojekts. Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz ist laut Nicolas Petitat in Folge dieser Anpassung allenfalls bereit, ihre Einsprache zurückzuziehen, «wir müssen die Unterlagen der zweiten Auflage jedoch erst prüfen, um definitiv entscheiden zu können». Eine Einsprache der Stiftung Helvetia ­Nos­tra ist laut Kulturgüterkommission noch in Bearbeitung. Der Verein Pro Fribourg stellt mit den Änderungen laut einer Medienmitteilung der Bauherrin, der Halter AG, ebenfalls einen Rückzug der Einsprache in Aussicht. Vertreter der Interessengemeinschaft waren gestern nicht erreichbar.

Baustart soll Ende Jahr sein

«Die Projektverantwortlichen sind zuversichtlich, dass auf dieser Basis noch weitere hängige Einsprachen zurückgezogen werden», schreibt die Halter AG. Sie rechne mit einer Baubewilligung im Frühling 2019. Angestrebt werde ein Baustart im vierten Quartal, so dass die ersten Eigentümer und Mieter etappenweise ab Ende 2021 einziehen können.

Chronologie

Höhe der Häuser bis zu zehn Meter

Mit der Ortsplanungs­revision der Gemeinde Murten wurde das Grundstück an der Prehlstrasse 2016 in eine «Wohnzone schwacher Besiedlungsdichte II» aufgezont. Die neuen Gebäude dürfen bis zu zehn Meter hoch sein. Im September 2017 führte die Firma Halter AG als Bauherrin des Bauprojekts mit neun Mehrfamilienhäusern eine Informationsveranstaltung durch. Im Oktober folgte die öffentliche Auflage des Baugesuchs. Darauf gingen bei der Gemeinde Murten 20  Einsprachen ein. Nun liegt eine Projektänderung zu dem ursprünglichen Baugesuch öffentlich auf.

emu

 

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