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Groupe-E-Pullover als Staatsgeheimnis

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: URS HAENNI

Welcher Gottéron-Fan möchte nicht auch gerne wissen, wie viel sich die vier Pfeiler der Freiburger Wirtschaft – Groupe E, Kantonalbank, TPF und Gebäudeversicherung – ihr Engagement beim Hockeyclub des Herzens kosten lassen? Auch Grossrat Olivier Suter (Grüne, Estavayer-le-Gibloux) bezeichnet sich als Gottéron-Fan, und so dachte er sich, der Staatsrat könne ihm diese Fragen beantworten.

Suter nahm die Werbeaktion der Groupe E mit 7000 weissen Pullovern mit dem Firmenlogo beim ersten Play-off-Spiel zum Anlass, eine entsprechende Anfrage einzureichen.

Doch Suter wird enttäuscht. Zur Pullover-Aktion schreibt die Regierung: «Die Kosten dieser Aktion werden über das Marketingbudget des Unternehmens finanziert und sind dem Staatsrat nicht bekannt.» Zum gesamten Sponsoringbetrag an Gottéron heisst es: «Der Staatsrat weiss nicht, wie viel Geld die vier Pfeiler der HC-Freiburg-Gottéron AG zukommen lassen.» Es bleibt also ein Staatsgeheimnis. Ein Geheimnis gegenüber dem Staat.

«Den Dialog fördern»

Suter hatte darauf gehofft, dass der Staat mit seiner Beteiligung bei den vier Pfeilern Einsicht in deren Sponsoringaktionen hat und diese auch offenlegen muss.

Weit gefehlt. In seiner Antwort schreibt der Staatsrat: «Die Vertretung des Staats in diesen Gesellschaften erfolgt über die Verwaltungsräte. Für die operative Führung sind dagegen die Generaldirektionen dieser Gesellschaft zuständig. Das heisst, diese entscheiden über die Mittel für Werbe-, Marketing- oder Sponsoringaktionen.» Die Regierung habe auch nicht die Absicht, die Gesellschaften zu zwingen, diese Informationen zu veröffentlichen, sofern er denn die Kompetenz dazu hätte.

Der Staatsrat weist darauf hin, dass die vier Pfeiler gemeinsam nach einem Leitbild Veranstaltungen von kantonaler oder regionaler Bedeutung in den Bereichen Kultur, Sport und Jugend sponsern. Insbesondere steht, dass die vier Unternehmen «einen Beitrag zur Lebensqualität der Freiburgerinnen und Freiburger leisten und den Dialog zwischen den Einwohnern unseres Kantons und den benachbarten Regionen fördern.»

Eine Information zu den Pullovern hat der Staatsrat der Groupe E dennoch entlockt: Die Pullover wurden von einer Firma in Cortaillod geliefert, die über ein Ethikleitbild verfügt. Und bedruckt hat sie ein Freiburger Grafikatelier.

Die Lichter sind in St. Leonhard trotz Groupe-E-Unterstützung früher ausgegangen, als von den Hockeyfans erhofft.Bild Charles Ellena/a

FKB-Arena: «Ohne FKB-Beitrag wäre der Club wahrscheinlich Konkurs gegangen.»

Das Freiburger Eisstadion wird auch in Zukunft nicht «Freiburger Staatsarena» heissen. Diesen Bescheid gibt der Staatsrat auf den zweiten Teil der Anfrage von Grossrat Olivier Suter – jenen nach der Namensgebung für die Eishalle. Suter hatte spasseshalber dazu angeregt, weil die Steuerzahler die wirklichen Eigentümer der Kantonalbank seien.

In seiner Antwort weist der Staatsrat darauf hin, dass das Eisstadion im Besitz der Stadt Freiburg sei und der Kanton somit keinen Einfluss auf dessen Namensgebung habe. Dem kritischen Unterton in der Anfrage und der Hoffnung Suters, dass das Eisstadion nach einer dreijährigen Vertragsdauer wieder seinen ursprünglichen Namen St. Leonhard erhalte, entgegnet der Staatsrat: «Gemäss den Informationen der FKB hat die Bank 2007 einen bedeutenden Beitrag zur Sanierung der HC-Freiburg-Gottéron AG geleistet. Ohne diesen Beitrag wäre der Club sehr wahrscheinlich Konkurs gegangen, was für Stadt und Kanton zum Verlust eines wichtigen Players auf nationaler Ebene geführt hätte.» Der Namenswechsel sei somit auf den Beitrag der Bank zurückzuführen, um die Finanzen des Clubs wieder ins Lot zu bringen. Ausserdem habe die Bank ihr Engagement zugunsten des Clubs noch erhöht, schreibt der Staatsrat weiter.

Die Regierung habe volles Verständnis dafür, dass öffentliche Körperschaften versuchen, öffentlich-private Partnerschaften einzugehen. Diese Partnerschaften sollten nach Meinung des Staatsrates gar noch gefördert werden.uh

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