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Groupe E vor Kantonsgericht

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Die Umweltorganisationen WWF und Pro Natura sowie der Freiburgische Verband der Fischervereine sind nicht zufrieden mit dem Vorgehen des Energiekonzerns Groupe E und mit dem Staatsrat. Wie der WWF in der aktuellen Ausgabe seines Magazins schreibt, haben die Organisationen im Mai Rekurs gegen einen Entscheid des Bau- und Raumplanungsamts eingelegt und ziehen den Fall nun vors Kantonsgericht.

 Die Vorgeschichte: Zwischen April 2005 und Ende 2006 baute die Groupe E beim Wasserkraftwerk in Hauterive zwei neue, leistungsstärkere Turbinen ein–ohne öffentliche Auflage. Mehrere staatliche Dienststellen kamen bei einer Analyse zum Schluss, dass eine öffentliche Auflage nötig gewesen wäre. Trotzdem beschied Staatsrat Maurice Ropraz im Juni 2013, dass die Arbeiten an den Turbinen keiner besonderen Bewilligung bedurften (die FN berichteten).

 «Dieses Verfahren ist nicht korrekt. Seit bald zehn Jah- ren benützt Groupe E die Turbinen nun ohne Probleme illegal», erklärte Nicole Camponovo, Geschäftsleiterin des WWF Freiburg, auf Anfrage. «Wäre das Vorhaben öffent- lich aufgelegen, hätten wir zudem die Gelegenheit genutzt, um andere Bedingungen zu verbessern.»

Auch habe der Staatsrat das Vorgehen damit begründet, dass er mit Groupe E eine Vereinbarung getroffen habe, wonach der Konzern nicht alle Kapazitäten ausschöpfe, welche die neuen Turbinen böten: Statt der möglichen 87 Kubikmeter pro Sekunde werde er sich wie davor auf deren 75 beschränken. «Durch Zufall sind uns einige Dokumente in die Hände gekommen, welche zeigen, dass es 2008 Überschreitungen gab», so Camponovo. Anfragen für weitere Messwerte hätten sowohl Groupe E als auch der Kanton abgelehnt.

Ihm sei nichts von Überschreitungen bekannt, sagte Maurice Ropraz auf Anfrage. «Ich erwarte aber, dass sich Groupe E an die festgelegten Limiten hält.» Vom Energieunternehmen war gestern Abend niemand mehr erreichbar. rb

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