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Gute Noten für Sängerinnen und Sänger

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Gute Noten für Sängerinnen und Sänger

Expertenkritik am Fest des Seebezirkler Sängerbunds in Ried fiel mehrheitlich positiv aus

Rund 400 Sängerinnen und Sänger haben sich am Samstag in Ried zum Sängerfest des Seebezirks getroffen. Zwei Experten haben die Lieder-Vorträge bewertet.

Von CORINNE AEBERHARD

Beeindruckt sei er gewesen von der Disziplin der Chöre, sagte Peter Marti, einer der beiden Experten, welche die Darbietungen in der Turnhalle in Ried bewertet hatten. Man habe pünktlich anfangen können und der ruhige Ein- und Abmarsch der Chöre sei auch für die Zuhörer wichtig gewesen.

Ob allerdings alle Sängerinnen und Sänger beim Vortragen ihres Liedes ruhig gewesen sind, mag man in Frage stellen. Die Anspannung bei den Chören sei schon gross, sagte Marie-Louise Merz, welche am Fest gleich drei verschiedene Chorgemeinschaften dirigierte. Wichtig sei deshalb, dass die Leiterin oder der Leiter des Chors ruhig bleibe und den Singenden Sicherheit vermitteln könne.

In Ried sei das ganz wichtig gewesen, weil man in den Probelokalen wie etwa dem Schulhaus oder dem Saal im Restaurant Linde eine gute Akustik vorgefunden habe, beim Auftritt vor den Experten in der Turnhalle die Chöre aber dann fast erschrocken seien, weil der Gesang viel gedämpfter getönt habe. Die Sängerinnen und Sänger hätten sich selber auch schlecht gehört. Aus diesem Grund hat sich Merz ganz nahe zu ihrem Chor gestellt und auch die Chormitglieder eng beisammen aufgestellt. So sei es gut verlaufen. Gesamtheitlich war sie denn auch zufrieden mit dem Verlauf.

Rund ein halbes Jahr habe sie die von ihr geleiteten Chöre auf den Anlass vorbereitet, sagte Merz. Jeder habe ein neues Stück eingeübt.

Diese Arbeit würdigten denn auch die Experten. Alle Darbietungen seien gut ausgefallen. Besonders lobten sie, dass sehr viele Chöre auswendig gesungen haben. Dies habe insofern Auswirkungen auf den Gesang, als man ohne Blatt viel besser zum Dirigenten oder der Dirigentin schauen könne und damit das, was er oder sie vorgebe, besser umsetzen könne.

Kulturgut pflegen

Die Kritik über die Darbietungen werden die Chöre noch in schriftlicher Form erhalten. Sie solle aufbauend sein und aufzeigen, was man verbessern, was man bleiben lassen oder was man mitnehmen könne, erklärte der Experte. Ob es an der Raumakustik lag oder an den Chören: er stelle eine gewisse Verhaltenheit fest. Er ermunterte die Singenden, ruhig mehr «rauszusingen» und ihrer Freude Ausdruck zu geben. Singen könne man aber nicht einfach so, sondern genau gleich wie die Sportler müsse man die Stimme «einlaufen» und schulen. Lernen, mit dem Atem umzugehen, sei wichtig und ebenso wichtig sei die deutliche Aussprache. Dies solle man auch während der Chorproben umsetzen. So komme man weiter und könne das wichtige Kulturgut Gesang pflegen.

Dazu rief auch Oberamtmann Daniel Lehmann in seiner Ansprache auf. Die Chöre, von dessen Leistungen er sich beeindruckt zeigte, würden die Traditionen pflegen, aber sich auch vor Neuerungen nicht verschliessen.
Eine Neuerung an diesem Sängerfest war unter anderem, dass es nur noch an einem Tag stattfand und nicht mehr während eines ganzen Wochenendes. «Der Erfolg gibt uns Recht», meinte denn auch OK-Präsident Daniel Etter. Die Stimmung und der Besuch am Fest, welches vom Gemischten Chor und vom Männerchor Ried organisiert wurde, war gut. Die beiden Chöre konnten am Wettsingen nicht teilnehmen, da alle Sängerinnen und Sänger mit den Vorbereitungen und der Durchführung des Festes beschäftigt waren.

Präsidentin tritt zurück

Das Resultat dieses Einsatzes war denn auch sichtbar. Das Festgelände rund um die Turnhalle war so gestaltet, «wie man das von den Riedern kennt», wie eine auswärtige Sängerin anerkennend meinte: Überall Dekorationen mit Noten, mit Blumengestecken geschmückte Brunnen, Gemüsebilder und Fahnen.

In Ried sei es eben noch so, dass die Vereine uneigennützig solche Anlässe organisierten, bestätigte Gemeindepräsident Heinz Etter im Rahmen des Abendprogramms, welches in einem Gewächshaus stattfand. Ins gleiche Horn blies Sängerbundpräsidentin Gisela Weber: «Ried stellt jedes Fest auf die Beine.» Gleichzeitig dankte sie den Organisatoren für ihren Einsatz. In der Funktion als Präsidentin war sie zum letzten Mal dabei. Sie tritt ihr Amt an Ernst Linder ab.

Breites Programm

In Ried war sie aber auch aktiv am Wettsingen beteiligt. Sie dirigierte den Gemischten Chor Cordast. Dieser trug das Lied «’s wott es Froueli z’Märit ga» vor; allerdings in einer sehr speziellen modernen Form. Dem Publikum hat es gefallen. Der Vortrag wurde mit Schmunzeln und viel Applaus quittiert. Auf diese Weise verteilten die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer ihre Noten.

Das vorgetragene Liederprogramm war breit gefächert: Es reichte von Kompositionen von Richard Strauss oder Franz Schubert bis hin zu «Memory» aus dem Musical Cats. «Eine gute Mischung», fand OK-Präsident Daniel Etter.
Ehrungen

Veteranen und Veteraninnen mit 30 Jahren aktiver Sängertätigkeit:

Elisabeth Frey, Frauenchor Kerzers; Hanni Rindlisbacher und Hans Rindlisbacher, Gemischter Chor Cordast; Hansruedi Fuhrer und Jakob Schneuwly, Männerchor Courtepin; Christian Schneider, Männerchor Düdingen; Rudolf Ryser und Walter Stoos, Gemischter Chor Ferenbalm; Walter Hurni, Gemischter Chor Fräschels; Hans Wüthrich und Erich Weber, Männerchor Kerzers; Jakob Berger und Willy Jost, Männerchor Murten; Jakob Gutknecht-Tribolet, Gemischter Chor Ried; Ernst Gutknecht, Peter Maeder-Hofer, Fritz Möri, Männerchor Ried; Ernst Etter, Männerchor Frohsinn, Salvenach
Ehrenveteranen und Ehrenveteraninnen mit 50 Jahren aktiver Sängertätigkeit:

Paul Glauser, Gemischter Chor Cordast; Ruedi Brülhardt, Männerchor Courtepin; Myrtha Stocker, Frauchenchor Kerzers; Margrit Fontana und Ernst Raemy, Gemischter Chor Münchenwiler/Courlevon; Margrit von Känel, Frauenchor Murten; Sigwart Joggi und Ernst-Hans Gutknecht, Männerchor Murten ca

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