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Hagneck als Vorbild für die Bibera

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Es ist kein Zufall, dass gestern das Berner Städtchen Aarberg von über 100 Freiburgern–inklusive Murtner Grossratspräsidentin Katharina Thalmann und Staatsrätin Marie Garnier–bevölkert war. Denn in Aarberg wird die Aare mit dem Hagneckkanal in den Bielersee geleitet. Und die mehrjährige Sanierung dieses wichtigen Bauwerks steht kurz vor dem Abschluss. Da im Kanton Freiburg bald ein ähnliches Projekt aktuell wird, hat die «Freiburgische Vereinigung in Sachen Bodenverbesserungen» ihre Generalversammlung im Berner Seeland abgehalten.

Bibera-Sanierung

Die Hochwasserschutzmassnahmen im Bereich des Hagneckkanals hätten Vorbildcharakter für das Schutzprojekt bei der Bibera, wie Ueli Minder, Präsident der Vereinigung sagt. Die letzten Wochen und Monate hätten gezeigt, wie wichtig es sei, Hochwasserschutz zu betreiben. «Die grossen Schäden im Emmental und in der Ostschweiz zeigten eindrücklich, welche Folgen hochgehende Füsse und Bäche für ihre Umgebung haben können», so Minder. Grund für die Hagneck-Sanierung war, dass der 130 Jahre alte Kanal wegen der häufigen Hochwasser der vergangenen Jahre beschädigt und geschwächt sei, wie es in einer Infobroschüre des Kantons Bern zum Projekt heisst.

Ähnliches gilt für den Verlauf der Bibera. Der heute schnurgerade Biberakanal, der bei Kerzers beginnt und im Grand Canal nach dem Gefängnis Bellechasse endet, schützt das grosse Moos nicht genug vor Überschwemmungen. Deshalb gibt es zwei mögliche Varianten für Schutzmassnahmen.

Neuer Bachverlauf

Bei der ersten Variante würde die Bibera in einem Bo- gen um das Bellechasse-Gelände geleitet. Der obere Lauf des Kanals würde ausgebaut, mit entsprechenden Anpassungen von Brücken und Drainagesystem.

Eine zweite Variante sieht sogar eine Verlegung des Kanals über den Chablais-Wald direkt in den Murtensee vor (die FN berichteten). Noch ist zwar nicht sicher, wie das Projekt am Ende aussehen wird, klar ist allerdings bereits jetzt, dass es über 50 Millionen Franken kosten dürfte.

Widerstand

 Das Geld, das zu grossen Teilen von Bund und Kanton kommt, wird aber nur fliessen, wenn genug Flächen für die Renaturierung ausgeschieden werden. Die Flächen, welche bei so einem Projekt renaturiert und der Landwirtschaft entzogen werden müssen, sorgen nach wie vor für Unmut bei den Landwirten. Dies wurde auch gestern bei der Versammlung in Aarberg deutlich.

Einige Stimmen von Vertretern ärgerten sich über die nationale und kantonale Politik, welche der Ökologie so grosses Gewicht beimes- se. Staatsrätin Anne Garnier musste schliesslich erklären, dass diese Gesetze Realität seien, ob es gefalle oder nicht. Ueli Minder plädierte in sei- ner Ansprache an die kantonalen und nationalen Subventionsbehörden dafür, bei der Revitalisierung Augenmass zu halten und auf Kompromisse einzugehen. «Für die Renaturierung braucht es Land, aber meiner nach so wenig wie möglich oder nur so viel wie nötig.»

In der Agenda des Hochwasserschutzprojekts der Bibera steht nächstens ein wichtiger Termin: Am 11. September findet eine Versammlung von möglichen betroffenen Grundeigentümern statt. Und gerade die Landbesitzer seien einer der grossen Unterschiede im Vergleich zu der Sanierung am Hagneckkanal, sagt Ueli Minder: «Im Berner Seeland waren vor allem zwei grosse Eigentümer betroffen, der Kanton Bern und die Bernischen Kraftwerke AG (BKW). An der Bibera sind es 600 Parzellen mit vielleicht 300 verschiedenen Eigentümern.» Da eine einvernehmliche Lösung zu finden, werde sich als sehr schwierig erweisen, meint Minder.

Seit 50 Jahren: Engagement für Landwirtschaft

Die Freiburgische Vereinigung in Sachen Bodenverbesserun gen wurde 1968 gegründet. Sie will die Freiburger Landwirtschaft beruflich und wirtschaftlich weiterbringen, wie es in den Statuten heisst. Im Rahmen des Baus der Autobahn A12 in Freiburg hat sie entlang des Trasses Güterzusammenlegungen forciert. Die rund 300 Mitglieder setzen sich aus Körperschaf- ten von Güterzusammenlegungen, Gemeinden, technischen Büros, Unternehmern sowie Einzelpersonen zusammen. tk

 

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