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«Höhenweg der Frau»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Höhenweg der Frau»

Ein Lebensberater für Töchter

Ratschläge, wie die junge Frau sich zu benehmen, dem Manne zu dienen und Haus und Kind zu versorgen hat, sind im 500-seitigen Buch «Höhenweg der Frau» des ehemaligen Nationalrates Hans Hoppeler festgehalten. Die FN haben aus dem Schunken der Vierzigerjahre einiges rausgepickt.

Von IRMGARD LEHMANN

Das Spiel mit dem Feuer; der erste Kuss; Mysterium des Ehebettes; die Pflicht sich anständig zu kleiden; darf ein Mädchen auf dem Gebiet der Liebe und Ehe aus eigenem Antrieb Schritte unternehmen? In welchem Anzug erscheinst Du vor Deinem Mann; dürft Ihr Eurem einzigen Kind Geschwister vorenthalten; glückliches Frauenleben im ledigen Stand …: Im Buch «Höhenweg der Frau» nimmt der Arzt und einstige Nationalrat Hans Hoppeler (gestorben 1945) zu über 140 Themen Stellung. Das Buch zeigt, wie sehr sich die Stellung der Frau in den vergangenen 60 Jahren verändert hat. Eine Kostprobe:

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Wenn Bursch oder Mädchen, die sich lieben, ohne genügende Aufsicht in einsamer Alphütte gemeinsam übernachten, so ist das ein Spiel mit dem Feuer.

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Wenn die Unverheirateten die – allein der Ehe vorbehaltenen – Freuden auch ausserhalb der Ehe geniessen, werden sie wenig Bedürfnis haben die Ehe mit ihren Bindungen und Pflichten auf sich zu nehmen.

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Ein Mädchen, das ausser der Ehe mit einem Vertreter des andern Geschlechts zusammenkommt, begeht unzweifelhaft einen Fehler, der die Geburt eines unehelichen Kindes zur Folge hat. Ein Fehltritt, der eine Folge nach sich zieht, die von ganz unabsehbarer Tragweite ist. Es wird sozusagen unbefugterweise ein Menschenkind in die Welt geschafft.

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Nie darf ein Mädchen den Männern nachlaufen, um durch irgendein auffälliges Benehmen sich ihnen bemerkbar zu machen.

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Dem Mädchen ist es aber erlaubt, durch anmutige Kleidung, gediegene Haartracht und bescheidenen Schmuck auf ein vorteilhaftes Repräsentieren bedacht zu sein.

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Um wie viele Jahre soll der Mann seine Frau überragen: 0 bis 3 Jahre gut; 4 bis 10 Jahre sehr gut, 15 Jahre ein Wagnis, 31 Jahre ein unverantwortliches Spiel mit der Ehe.

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Es gibt Frauen, welche nicht Französisch können, weder Shakespeare noch Dante kennen, noch über den nordamerikanischen Unabhängigkeitskrieg Bescheid wissen. Dafür verstehen sie einen Haushalt sparsam zu führen, verstehen aus des Vaters altem Rocke ein paar prächtige Höslein für den Buben zu schneidern.

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Kein Mann hat das Recht an sei-
ne Braut Ansinnen zu stellen, die
sich nur der Gattin gegenüber ziehmen.

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Es ist uns die Aufgabe gestellt, darüber zu wachen, dass der Strom unserer Triebe innerhalb des vom Schöpfer ihm angewiesenen Bettes bleibt.

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Jedermann weiss, dass der schlüfri-
ge Film und das unsaubere Buch
auf dem Wege über die Phantasie ihre verderbliche Wirkung entfalten. Aug und Ohr davor zu bewahren gehört zum ABC der sexuellen Hygiene.

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Im Moment, da wir die auf – gegenseitige lebenslängliche – Treue aufgebaute Ehe aufgeben, stehen wir in geschlechtsmoralischer Hinsicht vor der Anarchie! Das ungezügelte Triebleben tritt dann die Herrschaft an.

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Ganz schlimm ist es , wenn ein Mann ohne Herzlichkeit sozusagen rein geschäftsmässig seine Frau besucht.

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Am Sonntag soll sich die Frau so anziehen, dass sie von ihrem Gatten mit Wohlgefallen betrachtet wird.

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Den jungen Eheleuten wird durch den Antrieb der Natur kund, wie sie sich im Ehebett zu verhalten haben. Ein Lehrbuch zu studieren ist daher nicht notwendig.

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Gehst Du über Land, wo auch Unbekannte sich grüssen, so sag nicht bloss «Tag», «n’Abend», sondern ausdrücklich «Guten Tag», «Guten Abend» und lass den andern fühlen, dass Dein Gruss ein Segenswunsch bedeuten soll.

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Setze dich deinen Gesprächsgenossen nicht zu nahe, damit ihn nicht etwa der Geruch oder die Spritzerchen aus Deinem Mund balästigen.

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Gewöhne den Darm daran, täglich zur gleichen Zeit hiefür sich zu melden.

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Niemals wird sich ein Mädchen vom ersten Besten küssen lassen, sondern sie wird diese Gunst demjenigen reservieren, der bereit ist, ihr Herz und Hand zu schenken.

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