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Holz und Blech von anno dazumal bis heute

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Das Museum in Charmey stellt über 100 Instrumente aus

Autor: Von Irmgard Lehmann

Wie sie wohl tönen mögen, wer sie wohl gespielt haben mag? Ob man mit der Anforderung der Fehlerlosigkeit wohl zurechtgekommen ist? Das sind Fragen, die auftauchen, wenn man die Kunstwerke betrachtet, die hinter der Vitrine so belanglos an einem dünnen Faden hängen. Fast alle sind vom Zugriff verschont. Einzig ein Sarrussophon – eine Mischung aus Saxophon und Oboe – steht auf einem Sockel; ein Instrument aus dem Jahre 1870, das heute nicht mehr gebraucht wird und einst einem Musikanten der Landwehr gehörte. Die Grösse, die kunstvoll geformten Klappen, das von den Jahren gezeichnete Blech flössen Ehrfurcht ein. Eine andere Kuriosität wiederum hängt an der Wand. Es ist die tibetische Trompete aus dem 19. Jahrhundert, die heute noch bei religiösen Zeremonien gespielt wird.

Grösste Sammlung Europas

Die Ausstellung zeigt die Entwicklung der Blasinstrumente vom 17. Jahrhundert bis heute. Vor allem die Renaissance hinterliess einen grossen Reichtum an Instrumenten, sowohl in der Eleganz der Formen als auch im Klangcharakter. Rund hundert Instrumente leben im Museum von Charmey wieder auf: vom Kleinod einer Schalmei als Vorgängerin der Klarinette über das Jagdhorn bis hin zur mächtigen Tuba. Alles Instrumente, die in die Musikgeschichte eingegangen sind.

Für die Schalmei hat Vivaldi komponiert, ein Bassethorn, wie es in
Charmey zu sehen ist, findet man als Soloinstrument bei einem Konzert Mozarts. Und mit dem Blechblasinstrument Ophikleide (Familie der Bügelhörner) führen die Spuren zur fantastischen Sinfonie von Berlioz.
Die Ausstellung ist dank der umfangreichen Sammlung des Instrumentenbauers Karl Burri zustande gekommen. Burris Sammlung gilt als die grösste Europas. Er besitzt rund 1300 Instrumente, die grösstenteils im Privatmuseum in Zimmerwald bei Bern ausgestellt sind.

Holz- und Blechblasinstrumente

Die Ausstellung ist bereits die dritte innerhalb eines Zyklus: Eine erste Ausstellung hat das Museum von Charmey 1994 den Barockinstrumenten gewidmet und eine zweite 1997 dem Geigenbau. Die derzeitige Ausstellung ist nun in Zusammenarbeit mit der freiburgischen Vereinigung zur Unterstützung der Musik der Renaissance, die Association pour la découverte de la musique ancienne, Adma», zustande gekommen. (Die Vereinigung führt dieses Jahr in Freiburg sieben Konzerte mit Werken aus dem 16. und 17. Jahrhundert auf.)

«Es liegt auf der Hand, dass in
Charmey ein Bezug zur Musik geschaffen wird», betont Konservator Patrick Rudaz. Im Kanton Freiburg gibt es einige Instrumentenbauer, unzählige Musikgesellschaften, und schliesslich habe man ganz in der Nähe – in Jaun – das Cantorama. Christian Chenaux, Präsident der Adma, seinerseits erklärt, dass sich die Adma nicht nur als Konzertorganisatorin sieht: «Mit solchen und ähnlichen Veranstaltungen soll der musikalische Horizont erweitert werden.»
Ob das Konservatorium von Freiburg bei der Gestaltungr miteinbezogen wurde? Patrick Rudaz verneint. Solche Konzepte erstelle das Museum in Eigenregie. Das Konservatorium sei bei den letzten Ausstellungen auch nie dabei gewesen: «Es waren jedoch Klassen aus Lausanne und Neuenburg da.» Auch für die dritte Ausstellung habe sich eine Klasse des Konservatoriums von Zürich bereits angemeldet. Die Stadt Zürich besitzt in Charmey ein Ferienhaus, das gelegentlich auch von Studentinnen und Studenten des Konservatoriums genutzt wird.
Laut dem Konservator fallen solche Ausstellungen auf fruchtbaren Boden, vor allem in der Sommerzeit. Auch diese Ausstellung musste rund 4000 Besucherinnen und Besucher ins Museum locken. Eine didaktische Darstellung der Entwicklung der Instrumente und ein Film über die Herstellung von Flöten – leider nur in Französisch – sollen dem Betrachter den Gang durch die Ausstellung erleichtern.

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