Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Ich besitze über 20 Millionen Franken»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Für einmal sind die Wallenried-Gespräche etwas anders, heute widmen wir uns mit dem Komiker Claudio Zuccolini dem Humor», sagte der Organisator der Wallenried-Gespräche Heinz Pfander in seiner Einleitung am Dienstag im Golf und Country Club in Wallenried.

Zuccolini betrat die Bühne, das geladene Publikum aus Wirtschaft und Politik klatschte erwartungsvoll. «Das Gute bei uns Komikern ist, dass wir bereits Applaus erhalten, bevor wir überhaupt etwas gesagt haben», so Zuccolini in reinstem Bündner-Dialekt. Er stamme aus einem kleinen Dorf im Graubünden, erzählte Zuccolini. Das Problem als Bündner sei, «dass alle uns gerne hören, aber niemand ernst nimmt». Zuccolini machte einen Schlenker zum Geld: «Ich bin reich.» Wie es dazu gekommen ist, erklärte er sogleich: Er habe eine E-Mail von einem gewissen Herrn Won aus China erhalten. Fast sei ihm die Nachricht im Spam-Mail-Ordner noch durch die Lappen gegangen. Zuccolini liest das E-Mail vor. Wie dort aufgefordert, habe er 5000 Franken auf ein Konto überwiesen, «und jetzt besitze ich über zwanzig Millionen Franken». Aber das Bluffen mit dem Geld sei heutzutage auch nicht mehr dasselbe, bedauerte Zuccolini, früher habe das mit dem Lamborghini bestens geklappt, heute müsse das Elektrovelo ran.

Alles drehe sich heute um die Gesundheit, so der Komiker. Er nimmt Vegetarier und Veganer auf die Schippe und lässt sich über die Sinnlosigkeit von Schrittzählern aus. Raucher wie er selber gehörten schon bald unter der Obhut von Pro Specie Rara und könnten im Zoo angeschaut werden.

Über Umwege auf die Bühne

Die Plätze im Golf und Country Club Wallenried waren gefüllt, Zuccolini hatte das Publikum auf seiner Seite und laute Lacher auf sicher. Zum Abschluss stellte ihm der Unternehmer Heinz Pfander einige Fragen. Daraus liess sich erfahren, dass sich Claudio Zuccolini zum ersten Mal in der Region Murten aufhält. In Freiburg hingegen war er bereits aufgetreten. Zu seinem Job als Komiker sei er über Umwege gekommen, «ich musste mich gezwungenermassen ständig neu orientieren». Zuccolini wechselte nach einer Handelsmittelschule, einem Bank-Allround-Praktikum und zwei Semestern Wirtschaftsstudium 1994 ins Medienbusiness.

Auf vier Jahre Lokalradio in Graubünden als Moderator folgte 1998 der Wechsel nach Zürich zum Privatsender Tele24, wie auf seiner Website zu erfahren ist. Für ein People-Magazin stand er als Videojournalist und Moderator im Einsatz. Von 2001 bis Ende 2003 arbeitete er beim Schweizer Fernsehen SRF. Bereits neben seiner Medientätigkeit baute sich Claudio Zuccolini ein weiteres Standbein als Comedian auf.

Heute ist Claudio Zuccolini in der TV-Sendung «Kassensturz» auf SRF als Komiker zu sehen und tourt durch die deutschsprachige Schweiz. Auf die Frage von Heinz Pfander, wo für ihn die Schmerzgrenze ist als Witzemacher, antwortete er: «Mir ist wichtig, dass ich mich wohlfühle und authentisch sein kann.» Der Rest ergebe sich quasi von selber. Spässe unter der Gürtellinie würden jedoch die meisten Lacher hervorrufen, ist der Komiker überzeugt.

Zahlen und Fakten

Den Anlass gibt es seit 20 Jahren

41 Mal fanden die sogenannten Wallenried-Gespräche seit ihrer Lancierung im Jahr 1997 statt. Die informellen Gesprächen im Golf und Country Club in Wallenried stehen alle sechs Monate auf dem Programm. Jeweils einmal im Jahr im Herbst wird im Rahmen der Wallenried-Gespräche der Prix-Atec vergeben, mit dem neuartige Ideen oder aussergewöhnliche Projekte der Region unterstützt werden. Der erste Referent im Jahr 1997 war der Walliser Hotelier Art Furrer. Im Jahr 2013 war mit CVP-Bundesrätin Doris Leuthard zum ersten Mal eine Frau Gastreferentin in Wallenried.

emu

 

«Das Gute bei uns Komikern ist, dass wir bereits Applaus erhalten, bevor wir überhaupt etwas gesagt haben.»

Claudio Zuccolini

Komiker

Mehr zum Thema