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«Ich bleibe weiterhin aktiv»

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Die Gurmelserin Beatrice Aebischer führte am Samstag in Matran ihre letzte Generalversammlung als Präsidentin des kantonalen Samariterverbandes durch. Als Nachfolgerin wurde einstimmig Marielle Corboz aus Cugy gewählt. Aebischer hatte den Rücktritt erklärt.

 

In welchem Zustand war der Verein bei ihrem Amtsantritt?

Das war eine turbulente Zeit. Mein Vorgänger war ein junger, dynamischer Präsident mit vielen guten Ideen, voller Tatendrang. So stellte er für den Verband ein Sekretariat auf die Beine und leitete die Professionalisierung ein. Doch der Verband und die Mitgliedvereine waren noch nicht bereit, sie konnten der Dynamik nicht folgen. Also reichte er frustriert den Rücktritt ein. Der Verband und die Vereine entschieden sich, es mit mir zu versuchen.

Welche Herausforderungen mussten sie als Erstes angehen?

Ich ging die Finanzen an. Wir begannen, von den Samaritervereinen Beiträge einzufordern, was ihnen nicht gefiel. Sie waren auch unzufrieden mit der Zentralisierung unserer Arbeit. Wir organisierten zum Beispiel das Kurswesen neu. Damit wurden wir Arbeitgeber und mussten unser finanzielles Fundament stärken. Als ich antrat, lagen 60 000 Franken Verbandsvermögen in der Kasse. Das ist nicht viel, wenn man jemanden anstellen will. Wir mussten deshalb die Vereine stärker zur Kasse bitten. Sie haben das akzeptiert. Es war nicht einfach, aber ich habe viel gelernt dabei.

Was hat sich seither geändert?

Der grösste Schritt vorwärts, und da habe ich viel daran gearbeitet, war der Einstieg in die Altkleidersammlung mit Samaritercontainern. Nicht zuletzt deshalb bekamen wir die Finanzen in den Griff. Heute können wir zwei Drittel der Einnahmen an unsere Mitglieder, die Samaritervereine, zurückgeben. Aber wir sind ein kleiner Akteur in diesem Bereich. Wir sind zwar noch immer nicht auf Rosen gebettet, aber mit 130 000 Franken Vereinsvermögen haben wir eine kleine Sicherheit.

Die Samaritervereine sind auch viel sichtbarer in der Öffentlichkeit. Womit hat das zu tun?

Wir verstecken uns nicht mehr, nutzen die Neuen Medien und machen Werbung im Radio, denn wir kennen unsere Kompetenzen. Ab 2017 unterstehen wir dem Interverband für Rettungswesen. Wir arbeiten enger mit den Profis zusammen. Dafür müssen wir in unsere Ausbildung und in das nötige Material investieren. Diese Mehrkosten tragen die Samariter alleine, ohne Subventionen. Dabei sind wir weiterhin Freiwillige, Laienhelfer, die das in ihrer Freizeit tun, an die aber neue Anforderungen gestellt werden.

Können Sie ein Beispiel geben, was diese Professionalisierung bedeutet?

Die Anforderungen in der Ausbildung der Samariter und im Kurswesen steigen stetig. Heute bieten wir E-Learning Kurse an. Vor 15 Jahren setzte in der Schweiz kaum jemand einen Defibrillator ein. Die Samariter vermitteln in jedem Kurs die korrekte Handhabung. Bedenken Sie: Wir bilden Hunderte von Nothelfern aus. Es ist wahrscheinlicher, dass ein Nothelfer schneller vor Ort ist und helfen kann als die Ambulanz. Das geht oft vergessen.

Viele Vereine leiden unter Mitgliederschwund. Wie haben Sie es?

Die Mitgliederzahlen sanken während meiner Amtszeit von rund 2800 auf 1200, die Zahl der Vereine von 57 auf 44. Auch wir merken, dass die Jungen viele Möglichkeiten haben, ihre Freizeit zu verbringen. Die Bevölkerung nimmt uns erst wahr, wenn sie uns braucht.

Treten Sie nun in einen Unruhestand oder freuen Sie sich darauf?

Ich werde weiterhin als Kursleiterin in Gurmels sowie als Präsidentin der Finanzkommission des Schweizerischen Samariterbundes aktiv bleiben.

Abschluss

Schwingfest als Höhepunkt des Jahres

In ihrem Geschäftsbericht verwies die scheidende Präsidentin Beatrice Aebischer auf den Einsatz ihrer Teams am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Estavayer. Über 1400 Patienten seien vor Ort behandelt worden. Mit Giffers-Tentlingen habe sich in diesem Jahr aber auch ein weiterer Mitgliedverein aufgelöst. Damit verbleiben im kantonalen Samariterverband 44 Vereine mit 1200 aktiven Mitgliedern.

fca

 

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