Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Ich starte mit 57 nochmals durch»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Regale in der Gemeindeverwaltung Oberschrot sind leer, die Umzugskisten gepackt. Obwohl es die Gemeinde Oberschrot seit dem 1. Januar 2017 offiziell nicht mehr gibt, pendelte Margrit Mäder bis gestern noch zwischen ihrem alten Arbeitsplatz in Oberschrot und dem neuen Büro in der Gemeindeverwaltung Plaffeien hin und her. Am Montag beginnt nun der Umzug ins Verwaltungsgebäude der neuen Gemeinde Plaffeien, die sich aus Oberschrot, Zumholz und Plaffeien zusammensetzt (die FN berichteten). Margrit Mäder freut sich darauf, bald ganz in Plaffeien angekommen zu sein.

Seit von der Fusion die Rede ist, hatte sie den Wunsch, als Gemeindeschreiberin der neuen Gemeinde zu amten. «Die Vielfalt des Berufs gefällt mir», sagt Margrit Mäder. Sie nehme eine Scharnierfunktion zwischen dem Gemeinderat, dem sie direkt unterstellt ist, und der Bevölkerung ein. «Ich halte mich aber diskret im Hintergrund. Der Gemeinderat vertritt die Gemeinde gegen aussen und ist für Kommunikation und Repräsentationsaufgaben zuständig», sagt die diplomierte Gemeindeschreiberin. Wenn in einer Sitzung ihre Meinung gefragt sei, gebe sie diese aber gerne preis. Oder wenn sie feststelle, dass in einer Diskussion ein wichtiges Element vergessen gehe, bringe sie dies ein.

Den Glockenschlag abgewartet

Während 33 Jahren war Margrit Mäder Gemeindeschreiberin von Oberschrot. Im Dorf, wo sie wohnt und aufgewachsen ist. Eine lange Zeit, in der sie mit über 40 Gemeinderätinnen und Gemeinderäten zusammengearbeitet hat. Trotzdem ist bei ihr keine Wehmut zu spüren. «Am 31. Dezember habe ich schon den letzten Glockenschlag abgewartet, denn es war ein historischer Moment. Aber ich bin bereit, der Wechsel fällt mir nicht schwer.» Als Sekretärin der Arbeitsgruppe Fusionsabklärungen habe sie sich über längere Zeit intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt. «Die Fusion war für mich der letzte, logische Schritt», sagt Margrit Mäder.

Jetzt gelte es, die Verantwortung wahrzunehmen, welche die Bevölkerung den drei Gemeinden mit dem Ja zum Zusammenschluss gegeben habe. «Das ist eine grosse Aufgabe. Aber es freuen sich alle darauf und sind motiviert», sagt Margrit Mäder zur Stimmung innerhalb des Gemeinderats und der Verwaltungsangestellten. Otto Lötscher (Talschaft Schwarzsee) ist der sechste Ammann, mit dem sie in ihrer Karriere zusammenarbeitet.

«Im Glashaus»

Bei Margrit Mäder ist die Motivation für ihre neue Tätigkeit gross. Gemeindeschreiberin von Plaffeien zu sein, sei eine grosse Verantwortung, aber auch unglaublich spannend. Sie freue sich auf ihre neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. «Ich starte mit 57 Jahren nochmals durch, das ist bereichernd.» Als Gemeindeschreiberin sitze sie zwar 365 Tage im Jahr im Glashaus, damit habe sie aber keine Probleme. Wenn nötig, könne sie sich zurückziehen, sagt Margrit Mäder.

Wegen des Umzugs ist die Gemeindeverwaltung von Plaffeien die ganze kommende Woche geschlossen. Nebst Kistenschleppen stehen bei Margrit Mäder aber auch Sitzungen und Besprechungen auf dem Programm. Denn am 17. Februar findet bereits die erste Gemeindeversammlung des fusionierten Plaffeien statt, an der das Budget präsentiert sowie diverse Kommissionen besetzt werden.

Zahlen und Fakten

Plaffeien ist morgen eine Woche alt

Seit dem 1. Januar 2017 bilden die Dörfer Plaffeien, Oberschrot und Zumholz im Sense-Oberland eine einzige Gemeinde mit dem Namen Plaffeien. Diese zählt rund 3600 Einwohnerinnen und Einwohnern und hat eine Fläche von 66,3 Quadratkilometern. Die Gemeindeverwaltung befindet sich an der Dorfstrasse in Plaffeien, der Verwaltung des ehemaligen Plaffeien.

ak

Mehr zum Thema