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Im Königreich der Bienen

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Die Bienen: Verhasst als Gäste in Hausdächern, auf dem Gelato und im Eisteeglas, geliebt für ihren Einfluss auf die Natur und für ihre Produkte. Ihnen widmet das Sensler Museum in Tafers seine neue Ausstellung; heute Abend ist Vernissage. «Die Idee hierzu kam vom Imkerverein; er hat uns angefragt, ob wir zu seinem 150. Geburtstag nicht etwas machen könnten», sagte Franziska Werlen, die Leiterin des Sensler Museums, an der gestrigen Pressekonferenz.

In drei Teile ist die Bienchen-Ausstellung aufgeteilt: Einerseits hat das Museumsteam die Wiese hinter dem Museumsgebäude zu einer erstklassigen Bienenresidenz umfunktioniert. So abgehalftert die Formulierung auch klingen mag: Die Bienen schwirren emsig umher, und manch einer könnte sich davon eingeschüchtert fühlen. An diesen Bienenstöcken können Kinder aus Schulklassen, die sich im Vorfeld anmelden müssen, mit professionellen Imkern zusammen vorsichtig Bienen füttern. Werlen beruhigt: «Solange alle vorsichtig sind und respektieren, dass es sich dabei um Wildtierchen handelt, ist das ungefährlich.» Ausserdem seien sie für den Notfall bestens ausgerüstet.

In einem zweiten Teil können die Museumsbesucherinnen und -besucher in die Geschichte des Imkerns eintauchen, und so erfahren, welche Geräte dafür früher benutzt wurden, wie man eine Königinnen-Zucht führt oder wie sich der Imkerverein des Sensebezirks im Laufe der Jahre entwickelt hat. «Die Bienenzucht ist ein wahnsinnig kompliziertes Thema. Wir hätten uns noch monatelang damit beschäftigen können», sagt Werlen. «Ein Imker erntet nicht nur Honig, sondern kümmert sich um Behausung, Vermehrung und Züchtung von Honigbienen», steht auf einem kleinen Plakat an der Wand. Die Imkerei-Techniken haben sich im Laufe der Zeit verändert: Die Behausungen sind etwa viel schonender geworden. So musste in den Bienenkörben, die noch vor wenigen Jahrzehnten im Einsatz waren, bei der Honigernte ein grosser Teil des Wabenwerks zerstört werden.

Bienengift erschnuppern

Der letzte und interaktivste Teil der Ausstellung befindet sich auf dem Dachboden. Ein wirklich schön gestalteter Raum, und die Besucher fühlen sich beim Betreten des Raumes wie mitten auf einer Blumenwiese. So sind auf dem Boden farbige Blütenblätter verteilt, gebastelte Bienen hängen vom Dach herunter. Der Dachboden kommt spielerisch daher; trotzdem richtet sich die Ausstellung nicht nur an Kinder. Auf einer Balancierscheibe kann man etwa einen Flug simulieren, während man durch eine hundertfach gebrochene Brille schaut, die den Bienenblick simulieren soll. Es gibt einen Kasten, bei dem man nur durch Ertasten eine Wabe zusammensetzen muss – Bienen machen das ja auch im Dunkeln – sowie das «Bienentanz»-Spiel. Tatsächlich führen Bienen verschiedene Tänze für ihren Schwarm auf, wenn sie auf ein Blumenfeld gestossen sind. Mit dem Brett kann man das nachspielen. «Für diesen Ausstellungsteil haben wir auch mit dem Sensorium Rüttihubelbad zusammengearbeitet», sagt Werlen. Von ihnen hat das Sensler Museum etwa das Schnüffelspiel, bei dem man die fünf verschiedenen Produkte von Bienen – Honig, Wachs, Propolis, Gelée Royale und Gift – erschnuppern muss. «Für uns war es einfach wichtig, nicht nur auf die Tränendrüse wegen des Bienensterbens zu drücken», sagt Werlen, «sondern die Faszination über dieses besondere Tierchen zu erwecken.»

Programm

Bienifescht und Medizinbienchen

«Für uns ist das Bienifescht mit Openair-Kino am 23. und 24. Juli der Höhepunkt der Ausstellung», sagt Franziska Werlen. Die Musikgesellschaft Tafers vertont darin den Stummfilm «Biene Maja». Am 21. Mai findet ein Rundgang zum Thema «Bienensterben» statt. Ein Vortrag des Bienenforschers Peter Gallmann zum Thema «Bienenprodukte und Gesundheit» folgt am 8. Juni. Auch in der Medizin scheint die Biene tätig zu sein: Von der Apitherapie handelt ein Vortrag, der am Donnerstag, den 20. Juli, stattfindet.

kf

 

Infos: www.senslermuseum.ch

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