Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Im Nachhinein sind alle zufrieden»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Marc Kipfer

Es holperte gewaltig auf Lurtigens Flurwegen, als noch alles beim Alten war. Die «Geleise», wie die Bauern sie nennen, wurden immer tiefer. Das Wetter wusch die Wege richtiggehend aus.

Damals war Lurtigen nach wiederholten Erbteilungen in kleinste, kaum zu bewirtschaftende Parzellen zerstückelt. Landwirte tauschten Teile ihrer weit auseinander liegenden Felder untereinander ab und wussten später, da die Marksteine vielerorts fehlten, kaum mehr, welches Stück Land eigentlich wem gehört.

Feier mit Stein und Kuchen

Wie in allen deutschsprachigen Gemeinden des Seebezirks haben die Lurtiger Bauern und weitere Grundeigentümer seither das Land neu aufgeteilt (siehe Kasten). Heute Samstag wird diese Gesamtmelioration offiziell abgeschlossen: Zum einen mit der Einweihung eines Gedenksteins beim Friedhof – der Findling wurde auf einem Feld in Lurtigen gefunden und ausgegraben – zum anderen mit reichlich Kartoffelkuchen.

Am Beispiel von Lurtigens Ammann Hans-Beat Johner wird klar, warum sich die Melioration für alle Beteiligten gelohnt hat. Zu Johners Agrarbetrieb gehörten früher Parzellen in rund einem Dutzend Winkeln der Gemeinde. Heute besitzt er noch deren zwei: Beide sind beinahe rechteckig und von komfortabler Grösse.

Solche Flächen seien deutlich einfacher zu bewirtschaften, sagt Fritz Herren, Präsident der Bodenverbesserungskörperschaft Lurtigen.

Dies sei ein Grund dafür, dass im Nachhinein alle Beteiligten mit ihren neuen Parzellen glücklich seien. Ein anderer Grund ist, dass es zwischen den Feldern nicht mehr holpert: Über sieben Kilometer Flurwege wurden gebaut, meist an neuen Stellen.

Die neue Parzellierung halte bestimmt für die nächsten zwei Generationen, glaubt Herren. Doch die Landwirtschaft entwickle sich hin zu grösseren Betrieben und grösseren Feldern, weiss Herren. Die heutige Landaufteilung in Lurtigen sei deshalb nicht für die Ewigkeit bestimmt.

Mehr zum Thema