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«Im Schattenbild der Zeit»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Jubelfeier der Pfarrhaushälterinnen Deutsch-Freiburgs»: So lautete der Titel eines Artikels, der im Mai 1967, also vor über 50 Jahren, in den «Freiburger Nachrichten» erschienen ist. Wie es aussieht, mussten insgesamt 20 Pfarrherren am Mittwoch, 16. April 1967, selber kochen, denn ihre Haushälterinnen trafen sich an diesem Tag im Marienheim.

«Unsere Treffen dienen nicht nur der Entspannung und dem Vergnügen, sondern vielmehr der Weiterbildung in unserem vielseitigen Beruf», heisst es da. «Der Hochw. Herr Direktor Neuwirth hält uns jeweils einen inhaltsreichen Vortrag mit vielen praktischen Ratschlägen.» Die Frauen seien nicht nur Dienerinnen im Pfarrhaus, sondern vielmehr auch Pfarreihelferinnen. «Im Pfarrhaus braucht es nämlich viel Takt im Umgang mit den Mitmenschen. Tag und Nacht heisst es oft hilflosen Menschen beistehen oder gar einen Priester zu einem Kranken rufen. Wir wissen nämlich, dass Minuten massgebend sein können zur Rettung einer Seele für die Ewigkeit», wird eine der Frauen im Artikel zitiert. «In unseren Versammlungen wird das uns klar gemacht, um in Demut und grosser Verschwiegenheit unseren Aufgaben stets gerecht zu werden.»

An der damaligen Versammlung wurden ausserdem auch sechs langgediente Pfarrhaushälterinnen geehrt – teils hatten sie ihr Amt seit 50 Jahren inne. «Blauringmädchen aus Bösingen huldigten diese ­Jubilarinnen durch besondere Gedichte, auf diesen Anlass hin eigens verfasst von Hochw. Herrn Pater Franz Emmenegger.»

Schriftliche Aufmunterung

Am Schluss folgte noch eine Aufmunterung, die Arbeit der Pfarrhaushälterinnen besser zu würdigen: «Sie verdienen es, heute öffentlich bekannt zu werden. Lange genug standen sie im Schattenbild der Zeit. Niemand wusste, was sie alles an Opfer brachten, wie sie treu ihre Arbeiten besorgten, und das oft nur um Gottes Lohn. Wenn solche treue Dienerinnen alt und krank wurden, war niemand da, der an sie dachte und ihnen helfend beistand. Nicht selten mussten sie deshalb die Armenkasse der Gemeinde in Anspruch nehmen, damit ihnen Pflege zuteil wurde. Heute sieht es doch etwas besser aus, obwohl es noch an einigen Orten zu wünschen übrig lässt», heisst es im Artikel vom 6. Mai 1967.

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In der Serie «Aus dem Archiv» stöbern die FN in alten Zeitungsbänden und erinnern daran, was in früheren Zeiten für Schlagzeilen gesorgt hat.

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