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Im Strudel der Strukturanpassungen

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Im Strudel der Strukturanpassungen

Industrie im Aufwind – Handelsfirmen unter Druck

Die Zahl der Firmenkonkurse hat 2004 im Kanton Freiburg leicht zugenommen. Die Branchenentwicklung verläuft dabei unterschiedlich. Während im Bausektor sowie in Industrie und Gewerbe der steigende Trend an Pleiten gebrochen wurde, ist dies bei den Dienstleist ungen und im Handel nicht der Fall.

Von WALTER BUCHS

Bereits 2003 hat die Zahl der Firmenkonkurse im Bereich Handel und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Dieser Trend hat sich auch im vergangenen Jahr fortgesetzt (siehe Tabelle). In den produzierenden Sektoren machten sich hingegen Zeichen der Erholung bemerkbar. Dies ist auch auf Landesebene und in den anderen Westschweizer Kantonen erkennbar.

Nettowachstum aussagekräftiger

Die kürzlich vom Schweizerischen Verband Creditreform veröffentlichte Branchenstatistik 2004 gibt neben den Firmenkonkursen ebenfalls Auskunft, wie sich die Wirtschaftsbranchen in der Schweiz bei den Neueintragungen und Löschungen gemäss Schweizerisches Handelsamtsblatt verändert haben. Dabei ist in der Interpretation der Differenz zwischen Neueintragungen und Löschungen, also dem Nettowachstum, besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Im Bausektor des Kantons Freiburg hat die Zahl der im vergangenen Jahr neu eingetragenen Firmen um gut zwanzig Prozent zugenommen. Das ist die deutlichste prozentuale Zunahme abgesehen von den Bereichen «Übrige», wo der Primärsektor, öffentliche Verwaltung, sowie Unterrichts-, Gesundheits- und Sozialwesen und ebenfalls Energie- und Wasserversorgung enthalten sind. Im Bauwesen wurden aber auch verhältnismässig viele Firmen gelöscht (+39%). Demzufolge ist das Nettowachstum im Vergleich zu 2003 um fast einen Drittel zurückgegangen.

Industrie und Gewerbe weisen ebenfalls ein negatives Nettowachstum aus, aber – wohl dank eines florierenden Exportsektors im vergangenen Jahr – in einem viel schwächeren Masse als das Bauwesen.

Tertiärsektor mit Problemen

Sowohl bei den Dienstleistungen als auch im Handel hat die Zahl der Neueintragungen 2004 im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich zugenommen. Gleichzeitig ist jene der Lösungen prozentual markant angestiegen. Daraus resultiert ein recht beunruhigendes negatives Nettowachstum von -51,9 resp. -27,4 Prozent. In diesen Branchen haben nämlich auch die Firmenkonkurse verhältnismässig stark zugenommen.

Die Veränderung der Zahl der Unternehmen als Ganzes und in den verschiedenen Branchen sagt nichts aus über die Grösse der Betriebe und die Zahl der Arbeitsplätze. Als Momentaufnahme liefert sie aber doch Hinweise auf die Wirtschaftsentwicklung und die Verfassung der einzelnen Branchen.

16 280 Firmen im Handelsregister

Ende 2004 waren 16 280 Unternehmen im Handelsregister des Kantons Freiburg eingetragen, wie einer Veröffentlichung des Amtes für Statistik zu entnehmen ist. Davon waren 6667 Aktiengesellschaften (41 Prozent). Der Anteil von Aktiengesellschaften hat im Kanton seit 1992 abgenommen. Dieser Rückgang wird jedoch durch eine starke Zunahme von Gesellschaften mit beschränkter Haftung kompensiert. Diese Rechtsform ist neuerdings bei KMU besonders beliebt. Waren 1992 gerade 100 GmbH zu zählen, sind es Ende 2004 bereits 2321.

Der Anteil der Einzelfirmen beträgt etwas weniger als ein Drittel. Im Kanton Freiburg sind 4948 Einzelfirmen im Handelsregister eingetragen (30 Prozent). Die übrigen Rechtsformen – Kollektiv-Gesellschaften, Kommandit-Gesellschaften, Genossenschaften, Institute und Körperschaften des öffentlichen Rechts, Vereine, Stiftungen und Filialen von schweizerischen oder ausländischen Unternehmen – bilden zusammen rund 15 Prozent der Eintragungen im Handelsregister. wb

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