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«In diesem Beruf hat man nie ausgelernt»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Céline lacht herzhaft, als sie nach der Anzahl Tattoos gefragt wird, die sie bis jetzt an ihre Kundinnen und Kunden gebracht hat. «Ich habe eigentlich nie mitgezählt», sagt die 34-Jährige und fügt augenzwinkernd an: «Ein paar werden es aber schon gewesen sein.» Seit mittlerweile zwölf Jahren ist Céline als selbstständige Tätowiererin tätig, mit 15 oder 16 Jahren hat sie sich das erste Mal selber ein Tattoo stechen lassen. Heute, keine 20 Jahre später, zieren viele kleinere und grössere Kunstwerke den grazilen Körper der blonden Frau, die in der Zwischenzeit zur erfahrenen Tattoo-Künstlerin reifte.

«Bereits als kleines Mädchen habe ich viel gemalt», erklärt Céline den Ursprung ihrer Freude an Kunst und kreativer Arbeit. Ihr erster Berufswunsch, Kinder in Kunst zu unterrichten, wich jedoch rasch dem Interesse am Tätowieren. Der beliebte Körperkult, dem eine jahrtausendealte Herkunfts- und Entwicklungsgeschichte nachgewiesen werden kann, hatte es der jungen Frau angetan.

Lebenslanger Lernprozess

Mit der Ausbildung zur Tätowiererin begann für Céline ein lebenslanger Lernprozess: «In diesem Beruf bist du nie fertig ausgebildet, hast nie ausgelernt. Du entwickelst dich immer weiter», sagt sie. So wie ein Kunstmaler während seines ganzen Lebens nach dem perfekten Pinselschwung oder dem schönsten Motiv sucht, verhält es sich auch mit dem Handwerk des Tätowierers. «Man perfektioniert seine Stärken und arbeitet an den Schwächen», so Céline–und das Kunstwerk für Kunstwerk, Tattoo für Tattoo.

In der Zusammenarbeit mit erfahrenen und bekannten Tätowierern erlernte Céline die Basis ihres Berufes. Darauf folgte eine lange Phase des Übens. Neben dem richtigen Umgang mit den Tätowierwerkzeugen lernte sie in dieser Zeit auch, penibel auf hygienische Grundsätze zu achten. Ausserdem verbesserte sie stetig ihre Zeichenkünste.

Vor zwölf Jahren eröffnete sie ihr erstes eigenes Studio und bot damit ihre Arbeiten erstmals dem breiten Publikum an. 

 

Kunst geht unter die Haut

Betritt man heute das Tattoo-Lokal an der Lausannegasse 11, bemerkt man auf Anhieb die vielen Fotografien, welche die Studiowände zieren. Sie zeigen filigrane Kunstwerke, welche durch den gekonnten Einsatz von Nadel und Farbe den Weg unter die Haut von Männern und Frauen gefunden haben, wo sie für die Ewigkeit bestimmt sind. 
Den grossen Teil der Motive hat Céline in Zusammenarbeit mit ihrer Kundschaft selbst ausgearbeitet. «Zu etwa 95 Prozent steche ich eigene Zeichnungen. Das heisst viel kreative Arbeit; auch an den Abenden und Wochenenden», sagt die Tätowiererin. Der Job erlaube keine anderen Hobbys. Ausgang gebe es für sie nur in den Ferien: «Wer tätowieren will, muss halt auch verzichten können. Wenn ich im Studio gut arbeiten will, dann muss ich ausgeruht und fit sein.» Mit voller Konzentration und Ruhe führe sich die Nadel noch immer am besten. 
Um in dem Job erfolgreich zu sein, sollte man zudem nicht nur kreativ und passioniert arbeiten können, sondern auch lernbegierig, ambitioniert, kundennah und penibel reinlich sein. «Am besten man ist ein Maniac», sagt Cé­line: «Ein Mensch mit ausgesprochen viel Leidenschaft.» 
Beim Durchsehen der Motivordner fällt bald auf, dass neben vielen ausschliesslich in Schwarz gestochenen Bildern auch farbige Céline-Motive den Weg auf die Häute dieser Welt gefunden haben. «Ich mag die Arbeit mit Farben sehr. Zum Glück sind farbige Tattoos wieder mehr gefragt», freut sich Céline. Tattoofarben hatten während längerer Zeit den Ruf, gesundheitsschädigend, gar giftig zu sein. «Dank Fortschritten in der Entwicklung ist dies heutzutage glücklicherweise kein Problem mehr», beruhigt die Tätowiererin. 

Herausforderung in Farbe

Trotzdem seien farbige Tattoos eine grössere Herausforderung. Sie eigneten sich nicht für jeden Hauttyp gleich gut, ausserdem würden sich Farben über die Jahre auch eher aus der Haut auswaschen oder ausbleichen, wenn man sie zu lange der Sonne aussetze. Ein Nachstechen sei deshalb nicht selten nötig, um das Tattoo in seiner Farbenpracht zu erhalten. «Neben farbigen mag ich aber auch filigrane Tätowierungen mit vielen Schattierungen und Details sowie Motive im biomechanischen oder japanischen Stil.» Gar nicht schön finde sie hingegen ganz schwarze und grobe Motive.
Auch wenn sie versuche, möglichst jeden Kundenwunsch zu erfüllen, gebe es Dinge, die sie niemals stechen würde: «Ich tätowiere weder auf Händen noch Gesichtern. Und wenn mir ein Motiv selber nicht gefällt, es nicht meinem Stil entspricht, dann steche ich es auch nicht.» 
Ausserdem gebe es Dinge, etwa negative oder extremistische, die einfach keine Berechtigung hätten, tätowiert zu werden, wie Céline selbstbewusst sagt: «Tattoos sind wie Farben ein Ausdruck von Lebensfreude. Negatives hat da keinen Platz.»

 

«Wer tätowieren will, muss auch verzichten können.»

 

Drei Fragen: «Rot erinnert mich an Liebe und die Familie»

Céline über die Bedeutung von Schwarz und Rot in ihrem Leben:

 

Welches ist Ihre Lieblingsfarbe und warum?

Ich mag warme Rottöne und auch Rosa. Diese Farben sprechen mich einfach an; ihr Anblick gibt mir einen «Flash», und das ist sehr angenehm.

 

Gibt es eine Farbe, die Sie niemals anziehen würden?

Früher war es Grün, heute ist es eher Gelb. Es ist eine dermassen dominante Farbe, und ausserdem passt sie schlecht zu meinen blonden Haaren.

 

Mit welcher Farbe ver- binden Sie eine besondere Erinnerung?

Rot erinnert mich an Liebe und die Familie. Schwarz steht demgegenüber besonders für die traurigen Momente in meinem Leben. mz

 

Zur Person

Das Hobby zum Beruf gemacht

Seit zwölf Jahren arbeitet Céline als selbstständige Tätowiererin in Freiburg. Nach fünf Jahren in der Unterstadt zog sie 2005 in die Lausannegasse. «Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht», so die 34-Jährige. Nach der Matura am Kollegium St. Michael hat sie sich an der Universität Bern zur Kunstlehrerin ausbilden lassen, später die Ausbildung zur Tätowiererin begonnen. Um die Grundtechniken zu erlernen, arbeitete sie mit in der Szene bekannten Tätowierern. Sie absolvierte Praktika in der Spitalpflege, um den professionellen Umgang mit Hygiene zu lernen.mz

 

 

 

„On a jamais fini d’apprendre dans ce métier“

Enormes ou très petits, bariolés ou noir dégradé, les tatouages existent dans des variations infinies. Céline a commencé il y a douze ans à réaliser des tatouages. Elle raconte comment son hobby est devenue un métier et pourquoi celui-ci le plus beau du monde.

 
Miro Zbinden (texte) et Corinne Aeberhard (photo)
 
Céline rit de bon cœur lorsqu’on lui demande combien de tatouages elle a déjà réalisés sur ses clientes et clients. «Je ne les ai jamais comptés», dit la jeune trentenaire et qui ajoute malicieusement: «Sûrement quelques-uns». Elle est tatoueuse indépendante depuis déjà douze ans et c’est à l’âge de 15 ou 16 ans qu’elle s’est fait tatouer pour la première fois. Aujourd’hui, moins de 20 ans plus tard, de nombreuses petites et plus grandes œuvres d’art ornent le corps gracile de la jeune femme blonde, laquelle est entre temps devenue une artiste expérimentée dans l’art du tatouage.
Un processus sans fin

Un processus sans fin

«J’ai déjà beaucoup peint comme petite fille», explique Céline l’origine de son plaisir de l’art et du travail créatif. Sa première envie d’enseigner l’art aux enfants fait cependant bientôt place à l’intérêt pour le tatouage. Le culte populaire de la culture du corps, un développement remontant à plus d’un millénaire, a conquis la jeune femme. 
 
Un processus sans fin d’acquisition des connaissances a débuté pour Céline lors de sa formation de tatoueuse: «Tu n’as jamais fini d’apprendre et de te développer dans ce métier. Tu acquiers de l’expérience tous les jours», dit-elle. Il en va pour le tatoueur comme pour l’artiste peintre qui poursuit durant toute sa vie la quête de la perfection ou qui recherche le meilleur sujet. «On perfectionne ses points forts et on travaille ses faiblesses», ajoute Céline – et l’art pour l’art, le tatouage pour le tatouage. 
 
Céline a appris les rudiments de son métier au contact de tatoueurs expérimentés et connus. Une longue période d’entraînement a ensuite suivi. Elle a appris durant ce temps à côté de l’usage adéquat des outils de tatouages à respecter de manière méticuleuse les bases de l’hygiène. Elle a de plus amélioré ses talents de dessinatrice. Elle a ensuite ouvert il y a douze ans son propre studio et a ainsi proposé ses travaux à un large public. 
En entrant dans le local de tatouage à la Rue de Lausanne, on remarque immédiatement les nombreuses photographies qui ornent les murs du studio. Elles montrent des œuvres d’art en filigrane qui ont trouvé, par l’usage approprié de l’aiguille et de la couleur, le chemin sous la peau d’hommes et de femmes où elles resteront gravées pour la vie.
 
Céline a élaboré la grande partie des sujets en collaboration avec sa clientèle. «Je pique à hauteur d’environ 95 pour-cent mes propres dessins. Cela signifie beaucoup de travail de création, aussi le soir et durant les fins de semaine», raconte la tatoueuse. Le travail ne permet pas la pratique d’autres passe-temps. Elle n’est de sortie que pendant les vacances: «Celui qui veut pratiquer le tatouage doit aussi savoir renoncer. Si je veux bien travailler au studio, je dois être reposée et en bonne forme.» C’est en étant entièrement concentrée et calme qu’elle manie le mieux l’aiguille.
Pour exercer avec succès le travail, il ne faut non seulement faire preuve de créativité et être passionné, mais il faut toujours vouloir apprendre, être ambitieux, proche du client et extrêmement propre. «Le mieux est d’être maniaque, ajoute Céline, une personne avec énormément de passion.» 
En parcourant le classeur des réalisations, on s’aperçoit rapidement qu’en plus des motifs piqués uniquement en noir, des réalisations en couleurs ont également trouvé le chemin de la peau. «J’aime beaucoup le travail avec les couleurs. Heureusement que les tatouages en couleurs sont à nouveau plus demandés.»
 
Les couleurs utilisées pour tatouer ont longtemps eu la réputation d’être nocives, mêmes poisons. «Grâce aux progrès réalisés dans leur développement, elles ne constituent plus un problème», assure la tatoueuse. Malgré tout, les tatouages couleurs demeurent un défi plus important. Ils ne conviennent pas de la même façon à tous les types de peau; de plus les couleurs disparaissent ou se décolorent avec les années si on les expose trop longtemps au soleil. Un repiquage n’est donc pas rarement nécessaire afin de conserver l’éclat de la couleur. «J’aime cependant en plus de la couleur des tatouages très fins comportant beaucoup de dégradés et de détails, ainsi que des sujets de style biomécanique ou japonais.» Elle n’aime pas du tout des motifs entièrement noirs ou rudimentaires.
 

Ce qu’elle ne piquerait pas

Même si elle tente de réaliser le plus possible les souhaits du client, il y a des choses qu’elle ne piquerait jamais : «Je ne fais pas de tatouages sur les mains ou le visage. Et si un sujet ne me plaît pas, ne correspond pas à mon style, je ne le pique pas.» Il existe, d’autre part, des choses, par exemples négatives ou extrémistes, qui n’ont aucune raison d’être tatouées et, comme le déclare Céline: «Les tatouages sont comme les couleurs l’expression de la gaieté, le négatif n’a pas sa place.»
 

 

 

 

Trois questions: «Le rouge me rappelle l’amour et la famille»

Céline et la signification du noir et du rouge dans sa vie :

 

Quelle est votre couleur préférée et pourquoi?

J’aime les teintes rouges chaleureuses ainsi que le rose. Ces couleurs me touchent tout simplement ; leur vue me donne un «flash» et cela est très agréable.

 

Y a-t-il une couleur que vous ne porteriez jamais?

Auparavant c’était le vert, aujourd’hui c’est plutôt le jaune. Il s’agit d’une couleur tellement dominante et elle ne va pas bien avec mes cheveux blonds.

 

Quelle couleur vous rappelle-t-elle un souvenir spécial?

La couleur rouge me rappelle l’amour et la famille. Le noir me rappelle surtout les moments tristes de ma vie. mz

 

 

Bio express

Le passe-temps devenu profession

Céline travaille depuis douze ans comme tatoueuse indépendante à Fribourg. Elle a déménagé en 2005 après cinq ans passés en Basse-Ville à la Rue de Lausanne. «J’ai fait de mon passe-temps ma profession», raconte la jeune femme de 34 ans. Après sa maturité, elle a suivi une formation d’enseignante de l’art et a ensuite commencé sa formation de tatoueuse. Elle a travaillé chez plusieurs tatoueurs afin d’acquérir les connaissances basiques. Elle a effectué des stages en milieu hospitalier pour apprendre le comportement professionnel en matière d’hygiène. mz

 

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