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In Freiburg entsteht ein «Storch-Max-Park»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Carole Schneuwly

Vielen Storchfreunden in der Schweiz und sogar im Ausland ist Freiburg ein Begriff als jener Ort, der in der Erforschung von Weissstörchen Pionierarbeit geleistet hat: Seit zehn Jahren verfolgt das Naturhistorische Museum mittels Satellitensender das Treiben der Weissstörchin Max und hält die interessierte Öffentlichkeit regelmässig auf dem Laufenden. Kaum jemand weiss jedoch, dass ausgerechnet Freiburg zu den wenigen Kantonen des Mittellands gehört, in denen es keine Weissstörche gibt. Schon lange träumen die Verantwortlichen des Naturhistorischen Museums von einem Wiederansiedlungsprojekt. Aus finanziellen Gründen war ein solches bisher aber nicht realisierbar.

Das hat sich jetzt schlagartig geändert: Ein langjähriger Freund von Max, der anonym bleiben möchte, hat den zehnten Geburtstag der Störchin zum Anlass genommen, um dem Museum 300 000 Franken zu spenden. Das Geld ist zweckgebunden für den Aufbau eines Zuchtgeheges sowie einer auf Störche spezialisierten Pflegestation.

Tierpark und Pflegestation

Die Spende komme genau zum richtigen Zeitpunkt, sagte André Fasel, Direktor des Naturhistorischen Museums, am Dienstag anlässlich einer Medienorientierung. Sie erlaube es dem Museum, zwei weitere Projekte voranzutreiben, die man schon seit geraumer Zeit entwickle: die Einrichtung eines Tierparks und eine Erweiterung der Tierpflegestation des Museums. Die ganze Anlage soll «Storch-Max-Park» heissen und auf der Parzelle neben dem Zeughaus, in welchem das Museum derzeit seine Depots einrichtet, zu stehen kommen.

Im öffentlichen Streichelzoo sollen die Besucher etwa Zwergziegen, Esel oder Ponys beobachten und streicheln können. Daneben kommt das Zuchtgehege für die Störche zu stehen. Dieses wird in der Regel für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sein.

Baldige Wiederansiedlung

«Das Zuchtgehege ist ein doppelter Glücksfall», sagte Adrian Aebischer, Koordinator des Projekts Max und designierter Leiter des Geheges. Einerseits bestehe damit berechtigte Hoffnung auf eine baldige Wiederansiedlung des Weissstorchs im Kanton Freiburg. Andererseits könne die Pflegestation des Museums einen Teil des grossen Geheges nutzen, um zu testen, ob behandelte Vögel wieder flugtauglich seien und in die Freiheit entlassen werden könnten. «Dazu hatten die Pfleger bis jetzt keine Möglichkeit», so der Biologe und Vogelspezialist.

Die Pflegestation wird in ein Gebäude auf dem Parkgelände ziehen, in dem auch Büro- und Laborräume geplant sind. Hier werden die Fäden des bisherigen Projekts Max, der neuen Storchenzucht und allfälliger weiterer wissenschaftlicher Projekte zusammenlaufen.

Eröffnung im Frühling 2010

Die Finanzierung des Projekts sei dank verschiedener Akteure gesichert, so André Fasel. Der Aufbau des Zuchtgeheges ist durch die anonyme Spende gedeckt; für den Betrieb kommt das Bundesamt für Umwelt auf. Die Pflegestation wird über das reguläre Budget des Museums finanziert. Für den Streichelzoo leisten Stadt, Kanton, Loterie romande sowie private Sponsoren Beiträge. Das Baugelände gehört einer privaten Besitzergruppe, die es dem Museum für den symbolischen Betrag von einem Franken überlässt.

Die Bauarbeiten beginnen heute Nachmittag mit einem öffentlichen Spatenstich (siehe Kasten). Die Eröffnung der Anlage ist für Frühling 2010 geplant.

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