Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

In Gurmels entsteht ein Ärztezentrum

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Helene Soltermann

Anfang August soll in Gurmels ein neues Ärztezentrum seine Türen öffnen. Derzeit betreibt im Dorf die Kinderärztin Chantal Ruckstuhl mit ihrem Mann Erhard, der als Allgemeinmediziner tätig ist, eine Praxisgemeinschaft. Im neuen Ärztezentrum werden neben Chantal Ruckstuhl zwei weitere Kinderärzte praktizieren, und auch Allgemeinmediziner Erhard Ruckstuhl will mittelfristig zwei weitere Berufskollegen ins Boot holen, wie Chantal Ruckstuhl erklärt. «So arbeiten künftig vier bis sechs Ärzte im neuen Zentrum.» Ausgebaut werden muss die Praxis nicht. «Räume haben wir genug. Einige Büros funktionieren wir zu Sprechzimmern um.»

Im Notfall nach Freiburg

Mit dem Ärztezentrum wollen Ruckstuhls die derzeitige Situation entschärfen. «Ich kann momentan nicht alle Patienten behandeln, die zu mir kommen möchten», sagt Ruckstuhl. Sie habe ein riesengrosses Einzugsgebiet; die jungen Patienten stammen sogar aus dem nahen Bernbiet, aus dem östlichen Sensebezirk oder aus dem Vully. Wegen Überlastung muss Ruckstuhl die Notfälle teilweise zu anderen Kinderärzten oder ins Kantonsspital Freiburg schicken. Viel Arbeit und Zeit steckt die Ärztin auch in den schulmedizinischen Dienst; sie ist zuständig für die Untersuchungen und die Impfungen der Schülerinnen und Schüler in der Region Gurmels.

In Murten gibt es ab Ende Juli gar keinen Kinderarzt mehr. Paul Kehrli schliesst seine Praxis, weil er keinen Nachfolger gefunden hat. Er wird danach übergangsmässig im Ärztezentrum in Gurmels aushelfen, ab Anfang August ist er dort zu 30 Prozent angestellt.

Der Hausarztmangel in Murten hat Auswirkungen bis in die Politik. Im Murtner Generalrat ist eine Anfrage zum Kinderarztmangel hängig. Eine Möglichkeit wäre es, im Spital Merlach mehr Kinder zu behandeln. Das Problem sei auch beim Freiburger Spital HFR, zu dem das Spital Merlach gehört, bekannt, sagt Mediensprecherin Jeannette Portmann. «Derzeit wird darüber diskutiert, ob künftig der pädiatrische Dienst ausgebaut werden kann», sagt sie.

Genug Sensler Kinderärzte

Während es im Seebezirk an Kinderärzten fehlt, sind die Sensler Buben und Mädchen besser versorgt. Im Bezirk praktizieren zwei Kinderärzte. Erich Stritt betreibt eine Praxis in Düdingen, in Giffers empfängt Hans Braunger junge Patienten. Pro Arzt rechne man mit 15 000 Patienten, sagt Erich Stritt. «Zwei Kinderärzte im Bezirk reichen im Normalfall denn auch aus.»

Die Kinder in der Permanence in Merlach untersuchen lassen: eine mögliche Lösung für den Kinderarztmangel in Murten.Bild Charles Ellena/a

Schulärztlicher Dienst:Übergangslösung in Murten

Nicht nur die Eltern finden in Murten keinen Hausarzt, auch die Schulen haben mit dem Problem zu kämpfen. Ein Schularzt fehlt sowohl an der Primar- wie auch an der Orientierungsschule Murten. Als Übergangslösung arbeitet die Primarschule Murten mit einer Ärztin aus Sugiez zusammen, wie Schulleiterin Regula Hurni sagt. Auch die OS-Schülerinnen und -schüler haben keinen Schularzt. Impfen lassen sie sich von der Permanence des Spitals Merlach, wie OS-Schuldirektor Iwan Volken sagt. Sogenannte Reihenuntersuchungen finden wegen des Kinderärztemangels keine statt. «Wir empfehlen den Eltern, mit ihren Kindern beim Hausarzt zur Kontrolluntersuchung zu gehen», so Volken. hs

Mehr zum Thema