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Ingenico übernimmt Mehrheit von Xa

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Ingenico übernimmt Mehrheit von Xa

Zahlterminalmarkt: 51 Prozent der Aktien von Xa SA Givisiez in französischen Händen

Die Xa SA aus Givisiez spannt mit der französischen Ingenico zusammen. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen künftig im Schweizer Markt für Zahlterminals eine wichtige Rolle spielen.

Von CAROLE SCHNEUWLY

Ingenico ist die weltweit grösste Anbieterin im Bereich der kartenbasierten Zahlungstransaktionen: In über 80 Ländern betreibt sie heute bereits 7,5 Millionen Zahlterminals; 1,5 Millionen Terminals werden jedes Jahr ausgeliefert. Jetzt hat der französische Riese 51 Prozent des Aktienkapitals der Xa SA übernommen, um auch in der Schweiz Fuss zu fassen.

Gérard Compain, Generaldirektor von Ingenico, sieht im Schweizer Markt ein grosses Potenzial. Mit der neuen EMV-Norm (siehe Kasten) sei der Zeitpunkt günstig, sich in der Schweiz, wo man bisher kaum präsent gewesen sei, rasch zu entwickeln.

Produktepalette ausgebaut

Laut Xa-Direktor Pierre Bays bringt die neue Partnerschaft dem Freiburger Unternehmen die Möglichkeit, seine Produktepalette zu komplettieren. Diese bestand bisher aus einem selbst entwickelten motorisierten Hybridterminal. Dank Ingenico kann die Xa SA ihren Kunden künftig auch manuelle, portable und mobile Zahlstationen anbieten. «Darüber hinaus dürfte der Name das Vertrauen unserer Kundschaft fördern», so Bays.

Dass er mit dem Verkauf die Kontrolle über Xa verliert, ist für Pierre Bays nicht so wichtig: «Man muss die Dinge pragmatisch sehen und in erster Linie ans Unternehmen denken, nicht ans eigene Ego. Ich freue mich über die neue Partnerschaft, die uns interessante Perspektiven bietet.»

Umkämpfter Markt

Die Xa SA wurde erst im Oktober 2003 gegründet, als Spin-off des Treuhand- und Informatikunternehmens Aufirex SA. Schon zwei Jahre zuvor hatte man mit der Entwicklung eines neuen Zahlterminals begonnen, um mit Inkrafttreten der neuen EMV-Richtlinien ab Januar 2005 den Schweizer Markt zu erobern. Allein in der Schweiz müssen rund 80 000 Terminals ausgewechselt werden, damit sie den Computerchip auf der neuen Generation von Debit- und Kreditkarten lesen können.

Um sich von diesem Marktpotenzial ein Stück zu sichern, setzte Xa von Anfang an auf einen harten Preiskampf. «Wir werden die Preise zerschlagen», kündigte Pierre Bays 2003 an und versprach, seine Terminals halb so teuer zu verkaufen wie die Konkurrenz. Inzwischen hätten andere Unternehmen ihre Preise zwar auch angepasst, Xa sei aber immer noch billiger. Ein Beispiel: Das vor kurzem von Telekurs Card Solutions AG, der Hauptkonkurrentin von Xa, vorgestellte Modell «Davinci» kostet 2670 Franken, während das vergleichbare «Kameleon» aus dem Hause Xa für 1890 Franken zu haben ist.
Das Terminal «Kameleon» befindet sich zurzeit im Zertifikationsprozess und soll ab Frühling 2005 verkauft werden. Erste Interessenten gebe es schon jetzt, verrät Pierre Bays, will aber noch keine Namen nennen. Die am stärksten umworbenen Abnehmer sind natürlich die Grossverteiler, die etwa einen Viertel aller Zahlterminals in der Schweiz betreiben.

Stellenausbau geplant

Auch wie viel die Entwicklung von «Kameleon» gekostet hat, will Bays nicht im Detail preisgeben. «Millionen», so viel immerhin lässt er sich entlocken. Die Xa SA beschäftigt heute zehn Personen. Schon Ende 2005 sollen es 25 sein. Später ist in den Bereichen Entwicklung, Logistik, Produktion und Verkauf ein Ausbau auf um die 40 Stellen geplant. Wo die Terminals dereinst hergestellt werden, ist noch nicht bekannt.

Neue Kartengeneration

Europay, Mastercard und Visa (EMV) haben gemeinsam eine neue Generation von Bankkarten entwickelt, bei denen der bekannte Magnetstreifen durch einen multifunktionalen Computerchip ersetzt wird. Die Karten sollen dank des neuen Systems deutlich sicherer werden. Die Verantwortung für Missbräuche, zu denen es wegen eines noch nicht erfolgten Systemwechsels kommt, wollen die drei EMV-Riesen seit dem 1. Januar 2005 auf die Geschäftsleute abwälzen. In der Praxis wird die Massnahme allerdings nur schrittweise umgesetzt, weil noch längst nicht alle Karten mit dem neuen Computerchip ausgerüstet sind.

Das neue Kartensystem soll zuerst in Europa, später auf der ganzen Welt eingeführt werden. Das bedeutet, dass parallel dazu auf der ganzen Welt sämtliche Lesegeräte ersetzt werden müssen. In Europa gibt es für diese Zahlterminals etwa 15 Anbieter, weltweit etwa 30.

Mikroprozessor auf der Bankkarte

Weil der Magnetstreifen nicht von heute auf morgen verschwinden wird, sind vorerst so genannte Hybridterminals gefragt, die sowohl den Magnetstreifen als auch den Computerchip lesen können. Der neue Chip ist im Gegensatz zu den früheren nicht mehr ein Speichermedium, sondern ein Mikroprozessor. Dieser Mini-Computer eröffnet völlig neue Anwendungsmöglichkeiten, etwa das Speichern medizinischer Daten oder die Identifizierung durch biometrische Merkmale. cs

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