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Investition im peruanischen Bergbaugebiet

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Investition im peruanischen Bergbaugebiet

Interview mit dem Schweizer Botschafter Beat Löliger in Lima

Die Besuche von Schweizer Bundesräten in Südamerika werden selten und seltener. Und wie steht es um den Stellenwert des Kontinents in der Aussenpolitik?

Mit BEAT LÖLIGER sprach
BERNARD WAEBER

Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hat ihren auf Ende Oktober angekündigten Besuch in Peru abgesagt.

Frau Calmy-Rey hat eine wichtige Sitzung mit den aussenpolitischen Kommissionen des National- und des Ständerates.

Die Besuche von Schweizer Bundesräten in Südamerika werden selten und seltener. Welchen Stellenwert hat eigentlich dieser Kontinent in der schweizerischen Aussenpolitik?

Die schweizerische Aussenpolitik hat für diese Legislaturperiode unter anderem zwei Prioritäten festgelegt: die Integration in Europa und die multilaterale Politik in den Uno-Gremien. Peru ist nicht Europa, und im multilateralen Bereich gibt es kaum Berührungspunkte zwischen den beiden Ländern. Für die Wirtschaft und den Handel ist sicher Brasilien der bevorzugte Partner der Schweiz in Südamerika. Aber man sollte nicht vergessen, dass es auch in anderen lateinamerikanischen Staaten grosse Schweizer Kolonien gibt. Und in den Andenländern Bolivien, Ecuador und Peru ist die schweizerische Entwicklungszusammenarbeit sehr präsent.

Wie gross ist die Schweizer Kolonie in Peru?

Es gibt etwa 2300 Schweizer Staatsangehörige in Peru, davon sind drei Viertel Doppelbürger. Viele sprechen eigentlich nur Spanisch, hängen aber an der Schweiz. Etwa 13 Prozent nehmen an den eidge-nössischen Wahlen und Abstimmungen teil. Mit schnelle-
rer Zustellung der Unterlagen und
mit dem E-Voting könnte dies
sicher verbessert werden. In der Schweiz leben rund 9000 peruanische Staatsangehörige, darunter leider auch eine zunehmende Zahl von Illegalen.

Wie steht es mit der Rückgabe der in Schweizer Banken gehorteten Montesinos-Gelder an Peru?

Bis jetzt sind 80 Millionen US-Dollar Korruptionsgelder des früheren Geheimdienstchefs an den peruanischen Staat zurückgegeben worden. Eine weitere Rückgabe von 30 Millionen kann folgen, sobald die dazu nötigen Abklärungen abgeschlossen und Verfahrensschritte erfolgt sind. Übrigens sind diese suspekten Gelder von der schweizerischen Bankenaufsicht aufgespürt worden, und diese hat dann die peruanische Staatsanwaltschaft darüber informiert. Die Rückgabe des Geldes erfolgte rasch und reibungslos. Das ist den Peruanern bewusst und wird von ihnen sehr geschätzt, es hat auch zu einem Image-Wandel der Schweiz geführt.

Ist eine Zunahme der Investitionen von Schweizer Firmen in Peru festzustellen?

Nach einer längeren Stagnation hat es in diesem Jahr eine grosse Investition gegeben. Die in Zug ansässige Firma Xstrata hat eine staatliche Ausschreibung für die Ausbeutung der Kupfermine Las Bambas gewonnen und am 1. Oktober mit Präsident Toledo einen ersten Investitionsvertrag von 45 Millionen US-Dollar unterzeichnet. Vorgesehen sind 120 Millionen, und dieses Projekt könnte längerfristig Investitionen zur Verbesserung der Infrastrukturen mit sich bringen, die hohe Summen erreichen könnten, nämlich zwischen 1 und 1,5 Milliarden. Bei der Aushandlung des Vertrages sind die Bedürfnisse der lokalen Behörden und der Bevölkerung des armen Berggebietes Apurimac mitberücksichtigt worden. Dank diesem Megaprojekt rückt die Schweiz wieder in die Spitzengruppe der ausländischen Investoren vor.

Bundesrätin Micheline Calmy-Rey wird vom 27. bis 27. Februar Peru besuchen. Während dem offiziellen Staatsbesuch wird sie sich in der Gegend von Cusco auch Projekte der Deza anschauen.

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