Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Jaun wird wieder europäisch

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Der Europacup-Kalender des Internationalen Ski-Verbandes FIS umfasst für den kommenden Winter total 74 Rennen. Elf davon werden in den Schweizer Bergen stattfinden, an renommierten Skidestinationen wie Crans-Montana, Wengen, St. Moritz, Zinal und Melchsee-Frutt. Zum erlauchten Kreis der Privilegierten, die Rennen auf zweithöchster Rennstufe durchführen dürfen, gehört im kommenden Winter auch Jaun.

Auf Bewährtem aufbauen

Nach der geglückten Premiere 2015 wollte der Verein «Ski-Europacup Freiburg» eigentlich bereits im vergangenen Februar wieder Rennen im Greyerzerland durchführen. Die zwei geplanten Slaloms mussten aber letztlich gestrichen werden, weil der Internationale Ski-Verband FIS die Rennen nicht in seinen Kalender integrieren konnte.

Wie das Organisationskomitee gestern mitteilte, werden die Rennen nun in der kommenden Skisaison durchgeführt. Wenn nicht wieder etwas Unvorhergesehenes dazwischenkommt, werden sich die besten europäischen Fahrer am 16. und 17. Februar 2018 in Jaun duellieren. «Seit rund sechs Monaten laufen die Vorbereitungen für die zwei Männerslaloms», sagte OK-Präsident Steve Pasquier. Man könne viel von den Erfahrungen profitieren, die man vor drei Jahren gemacht habe. «Für unsere schwierige, selektive und gut präparierte Piste hatten wir viele Komplimente erhalten. Da müssen wir nichts ändern.» Die Piste «Schattenhalb» in Jaun ist die einzige im Kanton Freiburg, die für Europacup-Rennen zugelassen ist. Damit die FIS eine Strecke überhaupt homologiert, müssen auf ihr mindestens sechsmal erfolgreich FIS-Rennen durchgeführt wurden. «Auch bezüglich Infrastruktur verfügen wir über gute Erfahrungswerte», sagt Pasquier.

Erstmals mit Flutlicht?

Die Europacup-Premiere vor drei Jahren hatte rund 2000 Zuschauerinnen und Zuschauer nach Jaun gelockt – nicht ganz so viele, wie sich das OK erhofft hatte. «Wegen Schneefalls am ersten Renntag kamen nur ein paar Hundert Leute nach Jaun», erinnert sich der OK-Präsident. «Das Wetter werden wir nicht beeinflussen können, alles andere schon. Unser Ziel ist es, dass mindestens 3000 Personen an die Rennen kommen. Dafür lassen wir uns einiges einfallen.»

Konkret wollen die Organisatoren den Eventcharakter ihres Anlasses verstärken. Mehr Attraktionen, mehr Unterhaltungsprogramm und mehr Festwirtschaft sollen die Skifans in die einzige deutschsprachige Gemeinde des Greyerzbezirks locken. Gab es vor drei Jahren während der Renntage spezielle Wochenend-Skipässe zu vergünstigten Tarifen, so wird diesmal die Benützung der Bergbahnen für alle gratis sein. «Zudem planen wir verschiedene Aktivitäten für die Familie, es wird Plauschrennen für Kinder geben und zahlreiche Wettbewerbe», sagt Pasquier.

Wenn es nach dem Willen der Organisatoren geht, werden die Europacup-Rennen in Jaun zu einem ganz besonderen Leckerbissen. «Aktuell arbeiten wir mit den Bergbahnen Jaun an einem Projekt, um entlang der Piste Schattenhalb Flutlicht aufzustellen», sagt der OK-Präsident. «Die Zeit ist zwar etwas knapp, aber wenn alles planmässig verläuft, können wir im Februar zwei Nachtskirennen durchführen. Sollte es für 2018 nicht reichen, dann sicherlich für 2020.»

Erhöhung des Budgets

Für die zweiten internationalen Rennen auf Greyerzer Boden hat der organisierende Verein «Ski-Europacup Freiburg» sein Budget um einen Drittel auf 200 000 Franken erhöht. «Für den Auf- und Abbau der ganzen Infrastruktur arbeiten wir mit ORS Service zusammen (die Privatfirma ORS Service AG kümmert sich im Kanton Freiburg um die Aufnahme und Betreuung von Flüchtlingen, Red.).»

Von den Europacup-Rennen erhoffen sich die Organisatoren einen Schub für den kantonalen Skisport. «Wir wollen den Jungen zeigen, dass auch in Freiburg Grosses möglich ist. Mit der Durchführung des Anlasses hoffen wir zudem, einen Gewinn zu erwirtschaften, der dann dem Freiburger Ski- und Snowboard-Verband und Schneesport Mittelland zugutekommt», sagt Pasquier.

Europacup als Sprungbrett

Rund 120 Athleten werden am 16. und 17. Februar 2018 in Jaun an den Start gehen, davon 20 Schweizer. Als Gastgebernation stehen der Schweiz doppelt so viele Startplätze zu wie den anderen Nationen. «Wen Swiss Ski nominiert, hängt von den aktuellen Formständen der einzelnen Fahrer ab», weiss Steve Pasquier. «Die Besten werden wohl nicht nach Jaun kommen, da gleichzeitig die Olympischen Spiele stattfinden. Dafür werden einige sehr talentierte Nachwuchsfahrer dabei sein.»

Bei der Europacup-Premiere gingen bekannte Schweizer Namen wie Luca Aerni, Daniel Yule, Marc Gini oder Markus Vogel an den Start. Marco Schwarz, der österreichische Sieger, fährt heute erfolgreich im Weltcup mit. Sieben Platzierungen unter den besten zehn, davon zwei Podestplätze, zieren inzwischen seinen Palmarès.

Europacup 2017/18

Die Rennen in der Schweiz

5. Jan.: Super-G Männer (M), Wengen

6. Jan.: Super-G (M), Wengen

22. Jan.: Riesenslalom Frauen (F), Zinal

23. Jan.: Riesenslalom (F), Zinal

16. Feb.: Slalom (M), Jaun

17. Feb.: Slalom (M), Jaun

26. Feb.: Abfahrt (F), Crans-Montana

26. Feb.: Riesenslalom (M), St. Moritz

27. Feb.: Abfahrt (F), Crans-Montana

27. Feb.: Riesenslalom (M), St. Moritz

28. Feb.: Super-G (F), Crans-Montana

Mehr zum Thema